Das Homestudio – Aktive Nahfeldmonitore

Heute (wenn auch etwas verspätet) möchte ich tiefer in die unendlichen Weiten des Themas Aktive Nahfeldmonitore eintauchen, da Midfield oder gar Mainmonitore sowohl preislich als auch wegen ihrer Ausmaße nicht in Frage kommen und nur in großen Tonstudios verwendet werden.

Als erstes sollte man sich überlegen, was für Anforderungen und Wünsche man an das System stellt.

Sicherlich werden einige von euch blind auf die Qualität des allgemeinen Studiostandards, den aktiven Nahfeldmonitoren Yamaha HSM 80 vertrauen, jedoch solltet ihr euch ruhig ein paar Alternativen zu Gemüte führen die sowohl budgetschonend und qualitativ mithalten oder gar besser abschneiden können. Für kleine Projektstudios reichen oft kleine Aktivmonitore mit 40-80 Watt Leistung für den Basslautsprecher sowie den Hochtöner. Hier ist das Stichwort Bi-Amping zu nennen, dass mit Hilfe einer Frequenzweiche die hohen von den tiefen Signalen trennt und diese dann über zwei separate Endstufen verstärkt.

Auch das Thema Bassreflex solltet ihr euch ein bisschen zu Gemüte führen, da diese für eine klare Basswiedergabe entscheidend sind. Wenn ihr die Monitore ganz dicht an einer Wand stehen habt, ist es sinnvoll Monitore wie z.B. die FOSTEX PM-04 zu wählen, da ihre Reflexöffnungen sich auf der Vorderseite befinden.

Im Preissegment um rund 200 Euro als Paar kann ich euch die M-AUDIO BX 5 STUDIOPHILE, und die ALESIS M1 ACTIVE 520 ans Herz legen, da sie einen ausgewogenen Frequenzgang mit anständigem Mittenbereich (der für das optimale Abmischen unabdingbar ist) haben.

Wer auf mehr Leistungsreserven zurückgreifen möchte, sollte sich die Modelle ESI NEAR08 CLASSIC BUNDLE und BEHRINGER B2031A TRUTH im Preisbereich von rund 300 Euro näher anschauen. Letztere nutze ich selbst da sie für mein Gehör am Besten klangen (Achtung: am Besten = sehr dehnbarer Begriff. Daher ist es sinnvoll wenn ihr bei einem großen Musikhaus 3-4 Modelle im Vergleich hört, z.B. mit dem Lieblingssong ;-) ). Achtet dabei wie schon oben erwähnt darauf, das der Song sehr Mittenbetont ist und nicht „geschönt“ wird, denn nur mit einem ehrlichen Monitor klingt der fertige gemasterte Song auch auf Omas altem Küchenradio gut.

Abschließend kann ich sagen, dass der richtige Studiomonitor der ist, mit dem man vertraut ist und den man vom ersten Eindruck her mag. Früher oder später muss man sich mit einem der Modelle anfreunden. Scheut euch nicht davor, Tipps von Fachleuten in Bezug auf Aufstellung und Einsatzspektrum einzuholen, da das natürlich bei jedem von euch variiert.

Bei Fragen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung. Damit verabschiede ich mich ins Wochenende …

Stefan

Fingerübungen – Kraft und Motorik

Ihr habt bestimmt schon den ein oder anderen Gitarristen gesehen der mit fast schon unheimlicher Geschwindig- und Genauigkeit über das Griffbrett huscht. Wenn ihr dann versucht das nachzuahmen verkrampft eure Hand bereits nach den ersten 20 Tönen, ihr wart gerade mal halb so schnell und die ein oder andrere black/lousy note war auch zu hören. Hm kommt mir irgendwie bekannt vor.

Dem ganzen kann man Abhilfe schaffen! Vorallem Gitarrenneulingen fehlt meist die nötige Kraft und Motorik in den Fingern, aber auch alte Hasen müssen sich meistens vor ihren Superjams einspielen. Um das zu bewerkstelligen gibt es die ein oder andere Übung um die Haltung zu lockern und die Finger an das bevorstehende zu gewöhnen.
Die Übungen können unterschiedlichst aussehen und man findet im Internet unzählige von locker-flockig bis zu richtig fiesen Fingerplagen. Wie bei den meisten Dingen im Internet hat man hier die Qual der Auswahl und wird geradezu überflutet.

Eine wirklich gute Idee hatte Macks mit seinem kostenlosen Fingerübungs-Newsletter. Wenn ihr euch anmeldet schickt er euch jede Woche eine Fingerübung. So bleibt genug Zeit zum ausprobieren und ihr bekommt das gesammelte und sortierte Material quasi auf dem Silbertablett serviert.

Ich habe das ganze angetestet und mich einmal angemeldet. Der Newsletter macht einen durchdachten und strukturierten Eindruck und ist vorallem für Neueinsteiger dank der ausfürlichen Erklärungen äußerst interessant. Bisher kam ich in den Genuss von einer (mir persönlich zwar schon bekannten) äußerst effektiven Fingerübung.
Ich werde diesen Newsletter auf jeden Fall weiterhin abonnieren und bin schon gespannt ob mal die ein oder andere bisher unbekannte Übung in meinem Postfach landet.

Fazit:
Jeder der seine Fingerfertigkeit noch verbessern will oder gerade erst mit dem Gitarrenspiel begonnen hat, sollte sich die Übungen mal ansehen. Die meisten Fingerübungen lassen sich auch sehr gut als Grundlage für Orientierungsübungen nutzen. So könnt ihr sobald ihr eine Fingerübung richtig beherrscht die Übung noch weiter aufwerten, indem ihr euch genauer mit dem Gegriffenen beschäftigt. Zum Beispiel: Lautes Aussprechen der gespielten Töne kann einem dabei helfen optimale Orientierung auf dem Griffbrett zu gewinnen.

Andi

Kostenlosen Fingerübungskurs erhalten

Macks hat mir erlaubt, die Anmeldung zu seinem kostenlosen Fingerübungskurs auf meiner Website zu platzieren. So könnt ihr euch viel schneller bei ihm eintragen.

Trage dich hier einfach ein und mein Kumpel Macks wird dich kostenlos für seinen Fingerübungskurs freischalten 

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Deine Daten sind bei Macks sicher. Er wird sie niemals weitergeben und ich speichere sie sowieso nicht. Versprochen!
Und du kannst dich jederzeit wieder aus dem Fingerübungskurs austragen.
 

Song der Woche / Mr President

Es ist Montag und ihr startet voller Tatendrang in die Woche? Ich habe mir überlegt dieser kreativen Stimmung müsste man doch eigentlich eine Richtung geben. Da ich mich in letzter Zeit verstärkt mit den Youtube-Virtuosen auseinander gesetzt habe, ist mit die Idee zu dieser wöchentlichen Artikelreihe gekommen. Ich persönlich bekomme immer den größten Motivationsschub wenn ich anderen (vorallem besseren) beim spielen zuhöre/sehe.

Man möchte demjenigen das Instrument sofort aus der Hand reißen und selber loslegen. Solange üben bis man das Stück mindestens genauso gut beherrscht. Videoplattformen sind da der reinste Motivationsstrudel meistens findet man dort mehr als für den eigenen Antrieb gut ist.

Das nächste Problem ist die die passenden Noten/Tabs zu finden. Natürlich hat man seine einschlägigen Anlaufstellen, aber wie man leider zu oft feststellt, ist gerade das Gesuchte dort nicht vorhanden.

Aber jetzt auf den Punkt. Ab heute werde ich jede zweite Woche ein Stück anhand eines Youtubevideos vorstellen. Dabei werde ich versuchen möglichst anspruchsvolle Variationen herauszusuchen und den Fundort soweit möglich, mit den dazu passenden Tabs/Noten (überwiegend Tabs) mitanzugeben. Ich kann leider keine genauen Beschreibungen machen oder Links setzen, denn ich möchte nicht mit dem Urheberrecht in Konflikt geraten. Ich weiß ein Link wäre deutlich bequemer aber ich glaube die drei Klicks schafft ihr auch so.

Das erste Stück das ich hier präsentieren möchte ist Dear Mr. President von Pink:



Diese Verison stammt von Ulli Bogershausen ein wirklich begnadeter Fingerstyle Gitarrist.

Update:
Den dazugehörige Tab findet ihr hier.

Viel Spass beim üben
Andi

Das Homestudio – Audiointerface

Bei vielen von uns Musikern entsteht nach einiger Zeit der Wunsch, das eigens komponierte Material nicht nur auf dem Papier festhalten zu können. Da aber der chronische Geldmangel eine der Hauptkrankheiten von uns Künstlern ist, kommt ein Tonstudiobesuch für die meisten nicht in Frage. Eine Möglichkeit trotz schlankem Geldbeutel nicht auf ordentliche Aufnahmen verzichten zu müssen, ist sich mit ein wenig Eigenengagement selbst um das Recording zu kümmern. Also wird schnell der alte Pentium 3 formatiert und mit Windows XP startklar gemacht. Jetzt fehlt nur noch ein Audio Interface das via USB oder FIREWIRE mit dem Rechner verbunden wird, ein bis zwei Mikrofone und einen Kopfhörer bzw. Abhörmonitore. Heutzutage sind die Preise für das ganze Technische Equipment so günstig und die Vielfalt so Gross, dass man die sprichwörtliche Qual der Wahl hat.

Um ein paar Anhaltspunkte zu geben, in welche Richtung man sich Preislich und Qualitativ bewegen kann und möchte, starte ich mit diesem Artikel eine Zusammenfassung der Benötigten Hardware die im Verlauf immer weiter ausgebaut wird.

Das wohl wichtigste Teil das zum Hobby Homestudio beiträgt, ist natürlich das Audiointerface.
Ganz zu Beginn rate ich von XLR- oder Klinke zu USB ab, da für nicht viel mehr Geld ein Robustes Interface mit guten Wandlern sinnvoller angelegt ist zumal man ja nicht nur einmal aufnehmen möchte und die Robustheit der Kabellösung schlichtweg schlecht ist.
Man sollte auch auf mitgelieferte Software wie z. B. Cubase LE 4 achten, da nach der Installation sofort mit den ersten Aufnahmen unkompliziert begonnen werden kann. Ein Mischpult wird entgegen der weitläufigen Meinung nicht mehr benötigt (außer man gehört zu den Leuten die was zum Anfassen brauchen ^^ ), da eine digitale Version in Cubase schon mit inbegriffen ist (in einem der folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über Cubase und seine Features).

Wer als Solokünstler arbeitet oder sich recht Portabel einrichten will, dem empfehle ich ein kleines 2 Kanal USB Interface wie z.B. das ESI ESU 22 welches schon ab 75!!! € inklusive Cubase LE 4 zu erstehen ist. Wer bereit ist bis 150€ ein Schnäppchen zu machen, sollte sich unbedingt die PRESONUS AUDIOBOX USB näher anschauen. Diese Überzeugt mit einfacher Bedienung, exzellente Digitalwandler (Class-A-Preamps), einem Robusten Metallgehäuse und natürlich wieder Cubase. Selbst Midi wird dem Enthusiastischen Musiker hier nicht vorenthalten, zwei Anschlüsse für die aktiven Abhörmonitore,  einen Kopfhöreranschluss und Phantomspeisung hat die Wunderkiste auch zu Bieten. Die Verarbeitung und die Klangqualität sind meiner Meinung nach die Besten dieser Preisklasse.

Sobald man jedoch mit Band im Schlepptau Aufnahmen machen, und den Schlagzeuger komplett abnehmen möchte, Sollte man sich an immer noch handlichen 1HE hohen 8-Kanal Interfaces orientieren. Hier finden sich Qualitativ hochwertige Recording Interfaces wie das Alesis IO/26 ab 349€, mein Favorit, der Firepod für 395€ mit FIREWIRE Schnittstelle, sowie das M-AUDIO FAST TRACK ULTRA 8R für 409€ oder das TASCAM  US-1641 für 429€ mit USB Schnittstelle. Alle vier Geräte sind obere Mittelklasse und lassen hinsichtlich der Ausstattung fast keine Wünsche offen. (Bei Fragen bezüglich meiner Empfehlungen und Tipps stehe ich gerne zur Verfügung!)

Das Anschließen selbst ist nicht der Rede wert, da nur ein Netzteil sowie ein Verbindungskabel nötig sind und solange man sich an die Installationsanleitung der Software hält, kann auch hier nichts schief gehen.
So der erste Schritt zu eigenen Aufnahmen ist getan. Nächste Woche werde ich das Thema Abhörmonitore im Rahmen dieser Artikelserie mal etwas genauer beleuchten.
Bis dahin viel Spaß,
Stefan

Akkorde und ihre Töne

Irgendwann kommt bei den meisten Gitarristen der Tag an dem sie sich mit dem Thema Notation beschäftigen müssen. Zwar war es bisher schon ganz lustig wie man zu jedem Lied seine Akkorde schreddern konnte oder mittels ein paar zufällig gefundener harmonischer Töne super Solos hingelegt hat. Aber der Mensch ist von Natur aus neugierig und um das Instrument Gitarre richtig verstehen zu können muss man sich auf dem Griffbrett auskennen.

Am Montag habe ich euch bereits eine Übersicht zur Verfügung gestellt, heute möchte ich euch eine Methode vorstellen die meiner Meinung nach, auch ein schöner Einstieg in das Wunderland der Notenschrift und Töne ist. Nebenbei wird sich auch euer Wissen über die geliebten Begleitungsakkorde selbst erweitern.

Doch wie funktioniert das ganze? Ganz einfach mit Hilfe dieser PDF und etwas Arbeit eurerseits. Ihr findet aud der linken Seite eine Notenzeile und rechts daneben das dazughörige Griffbrett. Man nehme nun irgendeinen Akkord (Beispiel: D,G,…) und trage ihn in auf dem Griffbrett ein und analysiere nun genau welche Töne gespielt werden (am besten rechts daneben an die Saiten schreiben).

Aber woher weiß ich welche Töne das sind? Nun in der Regel ist die Gitarre folgendermaßen gestimmt:
E(eine) A(lte) D(ame) G(ing) H(eute) E(inkaufen) oder Kurz E,A,D,G,H,E das sind die Töne von oben nach unten wenn ihr nicht greift. Nun mit jedem Bund den ihr über der leeren Saite abgreift erhöht ihr den Ton um einen Halbton (Am besten ihr legt euch die Griffbrettübersicht anfangs daneben). Jetzt ganz einfach Bünde zählen, auf der Tonleiter hochrechnen, Eintragen und schon habt ihr die Töne eures Akkords.

Diese Arbeitsweise einfach mit allenmöglichen Akkorden durchführen, die euch so in die Finger fallen. Dabei zählt vorallem das kontinuierliche wiederholen (auch bereits analysierte Akkorde wiederholen). Baut diese Übung mit ein oder zwei Akkorden am besten vor euren Übungsstunden ein. Sie lässt sich aber auch super als Sudoku ersatz für Zugfahrten etc. nutzen.

Mir persönlich hat diese Übung zu einer super Orientierung auf dem Griffbrett und in den Notenzeilen geholfen und nebenbei vergesse ich die vielen Akkorde nicht mehr so schnell. Ich hoffe dass sie dem ein oder anderen genauso weiterbringt.

Viel Spass beim üben
Andi

Green Day – 21st Century Breakdown

In den letzten Wochen hat neben dem Michal Jackson (Gott hab ihn seelig) Kompendium noch ein anderer Track beinahe täglich meine Gehörgänge gekreutzt. Ich rede von Greendays neuster Singleauskopplung “Know your enemy”.
Normalerweise zähle ich die Amerikanischen Punk-Rocker nicht zu meinen bevorzugten Interpreten aber aus einer Laune von Experiementierfreudigkeit und Neugierde hab ich mir dann doch mal das Album zu Gemüte geführt.

Nach ihrem letzten Album American Idiot war es bestimmt nicht einfach für die drei, der vorherrschenden Erwartungshaltung gerecht zu werden. Wir erinnern uns da gerne an Dauerbrenner wie Holiday oder Bulevard of broken dreams, die quasi in Endlosschleifen im Radio liefen. Desto erstaunlicher ist das letztendliche Resultat.

Greenday zeigt sich von einer bisher unbekannten Seite. So finden sich auf dem neuen Album viele Tracks die aus dem gewohnten Punk-Rock-Sound hervorstechen. Balladeske ruhige Stücke wie Restless Heart Syndrom oder Viva La Gloria (zumindest in der ersten Minute) finden ihren Platz neben Tacks wie Peace Maker bei denen deutlich mit anderen Gernes experimentiert wurde (z.B. Country). Natürlich finden sich auch die gewohnten rockigen Riffs und die eingängigen Gesangsmelodien mit Ohrwurmgefahr.

Das Album hebt sich nicht nur durch die neuen, wenn auch noch zurückhaltenden musikalischen Experimenten sondern auch durch die längere Spielzeit von seinem Vorgänger ab. So gewinnt man den Eindruck, dass in den 18 Tracks besonders ein Augenmerk auf Qualität gelegt wurde als auf die klassischen Hit-auf-den-ersten-Blick Stücke. Was dazu führt, dass man sich das Album auch mehrmals komplett zu Gemüte führen kann.

Wenn man die Textebene betrachtet dann fällt gleich auf, dass der bekannte kritische Ton zwar weiterhin präsent ist, aber sich dennoch etwas verändert hat. Vermutlich mussten sich die Jungs nach dem Abdanken ihres “geliebten Feindes” Georg W. Bush etwas umorganisieren. Dennoch haben sie ihren sozialkritischen Ton beibehalten, wenn auch etwas allgemeiner und mit mehr Contenonce.

Fazit:
Das Album beinhaltet eine für mich überraschende Wendung im Musikstil der Band. Der neue Stil wird nicht jedem gefallen und vorallem denjenigen die Greenday als Rebellen und für ihren punkigen Sound liebten mit Sicherheit aufstoßen. Ich werde die musikalische Entwicklung der Band mal weiterverfolgen und bin vorallem gespannt wie sich ihre zukünftige Musik anhören wird. Back to the roots or new experiments?

Andi

Matt Nathanson – Songwriter aus Uebersee

Den Einstieg in der Kategorie Spotlight möchte ich mit einem Künstler wagen, den ich vor einiger Zeit bei einem Last.fm Exkurs entdeckt habe. Der gute Mann stammt aus Übersee und heißt wie der Titel vielleicht schon verraten hat Matt Nathanson. Hierzulande ist er nahezu unbekannt in Amerika erfreut sich die Musik des Singer und Songwriters allerdings recht großer Beliebtheit.

Vorallem mit seinen Lifeauftritten schafft er es das Publikum für sich zu begeistern. Während seiner Performances interagiert Matt mit seinen Zuhörern und sorgt mit seiner lustigen und lockeren Art für eine sehr entspannte Atmosphäre. Dazu serviert er den Gästen auch noch eine Mischung aus Volk und Rock die oftmals aus sehr ruhigen und gefühlvollen Songs besteht aber auch ab und an recht fetzig ist. Performt wird mal mit Band, mal Solo dabei spielt Matt meist eine zwölfsaitige Gibson Westerngitarre und überzeugt mit einer interressanten und angenehmen Stimme. Viele seiner Songs bestechen auch durch ihre lustigen und geistreichen Inhalte sofern man sich mal in den Text reingehört hat, denn die Musik ist super zum abschalten.

Aus meiner Sicht kommt in den Akustikstücken oder den unplugged Versionen aus seinem Reportire das wahre Potential dieses Künstlers besser zur Geltung. Wer sich davon selbst ein Bild machen will soll einmal in sein Livealbum At the Point reinhören. Dabei bekommt man auch gleich einen Eindruck seiner Lifequalitäten. Weitere Studioalben des bisher recht fleißigen Künstlers wären:

  • 1993: Please
  • 1997: ERNST
  • 1998: Not Colored Too Perfect
  • 1999: Still Waiting for Spring
  • 2003: Beneath These Fireworks
  • 2007: Some Mad Hope

Immoment arbeitet der im californischen San Francisco beheimatete Herr Nathanson an seinem siebten Studioalbum. Leider scheint bisher noch keine Tour auf unserer Seite des Teiches geplant zu sein aber vielleicht kommt das ja noch.

In der Hoffnung dem ein oder anderen ein neues Schmuckstück für seine Musiksammlung gezeigt zu haben, möchte ich mich damit auch verabschieden. Wer noch mehr Infos zu Matt sucht sollte einmal seine Webseite oder seinen Blog besuchen.

Andi

Epiphone Les Paul

Design:

Die Epiphone Les Paul ist ein von Gibson lizenzierter Nachbau und weist deshalb das gleiche Design auf. Der Klassische schwarze Look mit dem Cremefarbigen Binding und Pickguard, einem Cutaway und der Typischen Kopfplatte sowie der Stoptail Bridge und den Zwei Humbuckern ist seit den späten 50ern die Referenz für alle folgenden Generationen von Gitarren dieses Typs. Trotz des geringen Preises ist die Gitarre Top Verarbeitet und bietet alle Gibson typischen Merkmale wie verleimter Hals und Palisander Griffbrett.


Bespielbarkeit/Sound:

Epiphone Les Paul Standart

Die Les Paul hängt mit schweren 5 Kg straff am Gurt und ist aus Mahagoni Holz gefertigt, welches ein sattes Sustain zufolge hat. Unverstärkt klingt diese Gitarre schon sehr voluminös und hat ein Ausgewogenes Resonanzverhalten, was selbstverständlich auch am verleimten Hals liegt.

Die 22 exzellent abgerichteten Jumbobünde tragen zu außerordentlich guten Bespielbarkeit bei. Das Lange und ermüdungsfreies Spielen ist bei dieser Gitarre ohne Probleme möglich und durch den Cutaway sind Soli auch in den Obersten Regionen spielend zu Meistern. Die Stimmstabilität ist allgemein sehr gut bei dieser Gitarre jedoch neigt die Les Paul wegen der schweren Mechaniken zu einer gewissen Kopflastigkeit.


Verstärkt klingt die Les Paul genauso Fett wie man nach dem Trockentest erwartet hat. Der Neckpickup klingt Clean gespielt sehr Warm. Eine leichte Verzerrung verleiht dem Pickup einen Bluesigen Charakter a la Santana welches zum Solieren einlädt. Die Zwischenposition bietet „Best of Both Worlds“. Das Voluminöse des Hals- und das Klare des Stegpickups geben der Gitarre einen Poppigen Einschlag welcher prädestiniert für Akkorde und Picking ist.

Der Bridgepickup ist seinerseits recht Höhenlastig, was bei steigender Verzerrung vor allem der Durchsichtigkeit im Sound zugute kommt. Auch bei hoher Verzerrung oder Drop Tunings macht der Pickup jederzeit eine gute Figur. Diese Gitarre fühlt sich vor allem an Marshalls und gleichgesinnten Artgenossen sehr wohl und hat nicht umsonst den Ruf der ultimativen Rock Gitarre.


Fazit:

Epiphone ist ein echter Geniestreich gelungen, da die Ebony Les Paul keine nennenswerten Unterschiede zu der großen Gibson-verwandschaft aufweisen kann. Einzig und allein der Geldbeutelschonende Kaufpreis und der markentypische Epiphone Schriftzug zeigen, dass es sich bei diesem Modell um die Schwester des Originals handelt. In jedem Fall ist diese Gitarre die erste Wahl für Gitarristen, das Verlangen nach Qualität und Sound und nicht an den Namen des Klassikers haben.


Stefan

Orientierung auf dem Griffbrett

Kürzlich in einem Proberaum: “Hey das neue Riff klingt echt cool, könntest du das mal in Noten abfassen? Ich würde das gerne mal Daheim auf dem Klavier ausprobieren… ähm naja … hm … mal sehen”

So oder so ähnliche Unterhaltungen hat man als Noten-Wer-braucht-denn-sowas-Gitarrist des öfteren. Da ist man Zauberer, Virtuose und Improvisationsgenie aber wenn es um den Erhalt der eigenen Werke für die Nachwelt geht …
Pustekuchen! Natürlich kann man das ganze als Tab niederschreiben, wer allerdings schon einmal in einer größeren Besetzung gespielt hat oder für eine solche Stücke arrangiert wird schnell merken, dass beispielsweise das Saxophon mit der Gitarrentabulatur nichts anfangen kann.

Natürlich ist es möglich Gitarre zu spielen ohne auch nur eine Noten lesen, schreiben oder auf dem Griffbrett finden zu können. Für alle die sich allerdings entschließen sollten mal über ihren Tellerrand hinauszublicken, habe ich hier einen kleinen Leckerbissen vorbereitet. Selbstverständlich lernt man Noten lesen-finden-spielen nicht von jetzt auf nacher. Wie leider alles im Leben ist auch das mit Arbeit verbunden und zu Beginn ist es auch mit sehr schwer gefallen aber wer kontinuierlich übt erwirbt eine wirklich nützliche Fähigkeit.

Eine schöne Beispielübung die ihr mit der Griffbrettübersicht mal ausprobieren könnt:

Linke Hand auf dem Griffbrett die Bünde von tief nach hoch spielen (Immer nur vier Bünde dann auf die nächste Seite springen) und dazu die gespielten Noten laut vorsagen und evtl. noch die ausgedruckte Pdf nebenhin legen. Sied ihr dann beim hohen e angelangt einfach wieder rückwärtz bis zum tiefen e spielen. Diese Übung einfach in unterschiedlichen Lagen auf dem Griffbrett spielen um für Abwechslung zu sorgen. Nebenbei verbessert ihr noch euer Fingerpicking indem ihr mit der rechten hand unterschiedliche Fingerpickings (Zeigefinger – Kleiner Finger – Mittelfinger – Ringfinger usw.) spielt.

Vielleicht hilft diese Übersicht ja dem ein oder anderen bei seinen Bemühungen … keep on picking
Andi

Blogstart – Auf gehts Ab gehts

Hallo Liebe Leser und Leserinnen,

Nach wochenlanger Planung und unzähligen Bastelstunden ist es soweit, der Blog Guitarguy geht Online! Hier wird in Zukunft allerhand Interresantes rund um das Thema Gitarre erscheinen. Wir werden versuchen euren Musikeralltag mit Testberichten, Tipps und Tricks, Bandvorstellungen und vielem mehr zu versüßen. Doch wer sind ‘wir’ überhaupt?

Nun ‘wir’ sind Musiker/Gitarristen die sich mit Herz und Seele dem Instrument Gitarre verschrieben haben und ihre Erfahrungen mit euch teilen möchten. Dabei treten wir nicht an die Stelle des allwissenden Autors. Vielmehr stehen wir mit euch auf einer Augenhöhe, haben selbst noch vieles zu lernen und möchten unsere Erfahrungen und Kenntnisse einfach mit euch teilen. Mehr Infos über das Team findet ihr hier.

Wir werden versuchen euch regelmäßigen mit Lesestoff zu versorgen und hoffen sehr, dass euch das lesen am Ende genausoviel Spass macht wie uns das schreiben.

Noch ein paar Worte zu den technischen Details: Dieser Blog wird mit dem CMS WordPress verwaltet und das Design ist eine personalisierte Form des Arthemia-Themes (vielleicht kommt irgendwann noch mal ein eigenes Theme). Die Seite ist bei Tiggerswelt gehostet einem Webhoster den ich nur weiterempfehlen kann.

So und jetzt genug der eröffnenden Worte, das Team wünscht euch viel Spass beim lesen und hofft, dass euch die ein oder andere Info weiterbring. Schaut euch um! Ein paar Artikel sind schon da und wenn euch die Seite zusagt abboniert doch unser Rss-Feed. Solltet ihr noch ein Anliegen haben schreibt uns einfach eine Mail.

Letz Fetz

Andi