Das Homestudio – Audiointerface

Bei vielen von uns Musikern entsteht nach einiger Zeit der Wunsch, das eigens komponierte Material nicht nur auf dem Papier festhalten zu können. Da aber der chronische Geldmangel eine der Hauptkrankheiten von uns Künstlern ist, kommt ein Tonstudiobesuch für die meisten nicht in Frage. Eine Möglichkeit trotz schlankem Geldbeutel nicht auf ordentliche Aufnahmen verzichten zu müssen, ist sich mit ein wenig Eigenengagement selbst um das Recording zu kümmern. Also wird schnell der alte Pentium 3 formatiert und mit Windows XP startklar gemacht. Jetzt fehlt nur noch ein Audio Interface das via USB oder FIREWIRE mit dem Rechner verbunden wird, ein bis zwei Mikrofone und einen Kopfhörer bzw. Abhörmonitore. Heutzutage sind die Preise für das ganze Technische Equipment so günstig und die Vielfalt so Gross, dass man die sprichwörtliche Qual der Wahl hat.

Um ein paar Anhaltspunkte zu geben, in welche Richtung man sich Preislich und Qualitativ bewegen kann und möchte, starte ich mit diesem Artikel eine Zusammenfassung der Benötigten Hardware die im Verlauf immer weiter ausgebaut wird.

Das wohl wichtigste Teil das zum Hobby Homestudio beiträgt, ist natürlich das Audiointerface.
Ganz zu Beginn rate ich von XLR- oder Klinke zu USB ab, da für nicht viel mehr Geld ein Robustes Interface mit guten Wandlern sinnvoller angelegt ist zumal man ja nicht nur einmal aufnehmen möchte und die Robustheit der Kabellösung schlichtweg schlecht ist.
Man sollte auch auf mitgelieferte Software wie z. B. Cubase LE 4 achten, da nach der Installation sofort mit den ersten Aufnahmen unkompliziert begonnen werden kann. Ein Mischpult wird entgegen der weitläufigen Meinung nicht mehr benötigt (außer man gehört zu den Leuten die was zum Anfassen brauchen ^^ ), da eine digitale Version in Cubase schon mit inbegriffen ist (in einem der folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über Cubase und seine Features).

Wer als Solokünstler arbeitet oder sich recht Portabel einrichten will, dem empfehle ich ein kleines 2 Kanal USB Interface wie z.B. das ESI ESU 22 welches schon ab 75!!! € inklusive Cubase LE 4 zu erstehen ist. Wer bereit ist bis 150€ ein Schnäppchen zu machen, sollte sich unbedingt die PRESONUS AUDIOBOX USB näher anschauen. Diese Überzeugt mit einfacher Bedienung, exzellente Digitalwandler (Class-A-Preamps), einem Robusten Metallgehäuse und natürlich wieder Cubase. Selbst Midi wird dem Enthusiastischen Musiker hier nicht vorenthalten, zwei Anschlüsse für die aktiven Abhörmonitore,  einen Kopfhöreranschluss und Phantomspeisung hat die Wunderkiste auch zu Bieten. Die Verarbeitung und die Klangqualität sind meiner Meinung nach die Besten dieser Preisklasse.

Sobald man jedoch mit Band im Schlepptau Aufnahmen machen, und den Schlagzeuger komplett abnehmen möchte, Sollte man sich an immer noch handlichen 1HE hohen 8-Kanal Interfaces orientieren. Hier finden sich Qualitativ hochwertige Recording Interfaces wie das Alesis IO/26 ab 349€, mein Favorit, der Firepod für 395€ mit FIREWIRE Schnittstelle, sowie das M-AUDIO FAST TRACK ULTRA 8R für 409€ oder das TASCAM  US-1641 für 429€ mit USB Schnittstelle. Alle vier Geräte sind obere Mittelklasse und lassen hinsichtlich der Ausstattung fast keine Wünsche offen. (Bei Fragen bezüglich meiner Empfehlungen und Tipps stehe ich gerne zur Verfügung!)

Das Anschließen selbst ist nicht der Rede wert, da nur ein Netzteil sowie ein Verbindungskabel nötig sind und solange man sich an die Installationsanleitung der Software hält, kann auch hier nichts schief gehen.
So der erste Schritt zu eigenen Aufnahmen ist getan. Nächste Woche werde ich das Thema Abhörmonitore im Rahmen dieser Artikelserie mal etwas genauer beleuchten.
Bis dahin viel Spaß,
Stefan

2 Gedanken zu “Das Homestudio – Audiointerface

  1. hey stefan,

    schöne Idee so eine Übersicht. Bring doch auch mal ein paar gebrauchte Geräte der letzten Jahre in den Vergleich mit ein, für finanzschwache Musiker ist das dank ebay immer ne Option. Ich denke da vor allem an meinen Favorit, das FireWire 1814 von M-Audio.

    Auch wären mit Sicherheit die Vor-/Nachteile von USB contra FW intressant.

    Keep Rocking
    Bastian

  2. Pingback: Guitarguy zieht in die Welt der Gitarrenblogger ein - Gitarren-Blog.de

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