Hagstrom F-20

hagstroem_F-20_2Design:

Die Hagstrom F-20 ist eine Mischung aus der allseits beliebten Gibson SG und der Fender Stratocaster, jedoch mit einem eigenständigen Charme. Dadurch hebt sich die mit zwei Cutaways sowie bei dieser Bauart untypischem Tremolo ausgestattete Schönheit in Weiß, von den beiden Referenz-Modellen ab. Die Kopfplatte ist Hagstrom-typisch geschwungen und mit einem Perlmuttbinding Verziert. Die Mechaniken sind von Hagstrom selbst und fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Das dreilagige schwarze Schlagbrett, dass die Elektronik verbirgt und den Lack des Bodys schützt, rundet den durchwegs Positiven Gesamteindruck in Sachen Design und Verarbeitungsqualität ab.

Bespielbarkeit/Sound:

Die mit 3,5 KG sehr leichte Gitarre ist aus Linden-Holz gefertigt, welches auch Bauartbedingt sehr ausgeprägte Mitten sowie milde Höhen und schlanke Bässe aufweist. Schon unverstärkt kommt dass Gibson-typische Sustain zum Vorschein. Auch die durch den Gitarrenkörper geführten Saiten tragen zum angenehmen Resonanzverhalten bei. Durch das Flache D-Halsprofil und der 22 Jumbobünde sowie der Kurzen Mensur von 628mm klingt die F-20 Prägnant, Fett und hat eine Schnelle Ansprache. Die präzise abgerichteten hohen Bundstäbchen auf dem aus Holzverbund bestehenden Griffbrett namens Resinator Wood erlauben es dem Gitarristen stärkere Saitensätze aufzuziehen als gewohnt, ohne den Spielkomfort zu beeinträchtigen. Langes und ermüdungsfreies Spielen ist daher ohne Probleme möglich. Das Tremolo Bleibt auch bei stärkerer Benutzung recht Stimmstabil und lässt sich sowohl fest als auch freischwingend arrangieren.

Verstärkt kann die Hagstrom noch weniger ihre Verwandtschaft zur SG leugnen. Der Neckpickup klingt Clean gespielt sehr Voluminös und entwickelt bei zunehmender dezenter Verzerrung, einen bluesigen Solo-Charakter. Die Zwischenposition der Humbucker, die mir persönlich am Besten gefällt, klingt klar und Glockig. Gerade mit ein wenig Hall, Delay und/oder Chorus können die Tonabnehmer ihr ganzes Potential entfalten und sind perfekt für ruhige Passagen mit Akkorden oder Zupfeinlagen geeignet. Der Bridgepickup klingt beispielsweise mit einem Clean gespielten Tweed oder Blackface, ähnlich einer Hollowbody-Gitarre der 50 und 60 Jahre was zu einem kurzen „Johnny B. Goode“ Ausflug einlädt ;-) . Die Verzerrung eines alten Marshall Stacks ist dem Pickup wie auf den Leib geschneidert und bestätigt nun vollen Endes die Ähnlichkeit des Klassikers.

Fazit:

Alles in Allem ist die Hagstrom F-20 eine interessante Alternative zu den etablierten Epiphone SG Modellen und bietet ein sehr gutes Preis- Leistungs- Verhältnis, zumal sie sehr angenehm zu spielen ist. Das eigenständige Design lässt sie zu einem echten Geheimtipp werden.

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