Paul Vincent Gunia – Live und im Studio

Einen schönen guten morgen, heute wollen wir uns mal wieder mit einem speziellen Musiker etwas genauer beschäftigen. Nachdem die letzten beiden Künstler nicht so wirklich aus unserer Gegend waren, möchte ich euch heute einen Gitarristen aus Deutschland vorstellen. Paul Vincent Gunia – Studiomusiker / Komponist unter anderem auch für Filmusik und Live Actor. Und nachdem man bei einem Gespräch weit mehr über jemanden erfährt, als bei einer Aufzählung seiner Leistungen habe ich ihm mal ein paar Fragen gestellt:



  • Erzähl doch einmal von deiner ersten Begegnung mit dem Instrument Gitarre.

Als 14-jähriger Bub fing ich an, Bass zu spielen (mein Vorbild damals war Paul McCartney). Im Jahr 1967 wurde ich per Band-Beschluss vom Bassisten zum Solo-Gitarristen befördert. Das erste Stück, das ich lernen musste, war „Hey Joe“ von Jimi Hendrix.


  • Was hat dich schließlich überzeugt, deinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen?

Es ist einfach passiert! Ich hatte überhaupt keinen Plan und war einfach zur rechten Zeit am rechten Ort und habe die richtigen Leute kennen gelernt.


  • Wie kam es, dass du irgendwann deinen Fokus auf Studioarbeit und Musikproduktion gelegt hast?

Auch das ist einfach passiert. Ich spielte damals in Klaus Doldingers Band „Motherhood“ (dies war der Vorläufer seiner heutigen Band „Passport“) und Klaus verpflichtete für all seine Studioproduktionen in den Bereichen Werbung, Pop- und Filmmusik seine jeweilige Bandkollegen. Bald darauf hörten mich auch andere Arrangeure und Produzenten und buchten mich für ihre Studio-Jobs. Seither war ich neben meiner Rockmusiker-Karriere auch stets als Studiomusiker und Produzent tätig.



  • Manche Leute sagen, als Studiomusiker würde man seine Seele verlieren. Was hältst du von dieser Aussage?

Die Risiko besteht, dass man, um es dem Kunden und dem jeweiligen Produkt recht zu machen, seine musikalische Persönlichkeit unterordnet – manchmal sogar verleugnen muss. Wenn man keinen starken Gegenpol, wie z. B. eine Live-Band und eigene Veröffentlichungen hat, läuft man Gefahr, jedwede eigenständige musikalische Identität zu verlieren.


  • Woher nimmst du deine Inspiration fürs Komponieren?

Beim Komponieren von Pop- und Rockmusik kommt die Inspiration entweder aus mir heraus oder eben nicht. Ich drücke damit einfach meine Emotionen und meine subjektive Sicht der Dinge aus. Beim Komponieren von Filmmusik jedoch verhält es sich völlig anders: Hier gibt es klar umrissene Vorgaben seitens des Regisseurs bzw. der Produktionsfirma. Auch das Sujet des jeweiligen Films bestimmt in starkem Maße Form und Gestalt der zu komponierenden Musik. Ein Beispiel: Ich bekam den Auftrag, eine Filmmusik für den Film „Semmelweiß Ignaz“ zu komponieren. Der Film spielt im ausgehenden Biedermeier und damit war die musikalische Gestaltung eindeutig vorgegeben. Fazit: Das Schreiben von Filmmusik ist eindeutig Auftragsarbeit und ein bisschen wie Lachen oder Weinen auf Befehl.


  • Wie war es für dich, mit anderen bekannten Musikern wie Udo Lindenberg oder Freddie Mercury zusammenzuarbeiten?

Es war eine unglaubliche Bereicherung für mich als Mensch und Musiker, mit einigen meiner Idole auf Augenhöhe zu musizieren. Ich halte nach wie vor Freddie Mercury für eines der größten Genies im Bereich der Pop-/Rockmusik! Bei Udo Lindenberg war es eher die Erneuerung einer alten musikalischen Freundschaft, denn mit Udo hatte ich als Mitglied von Doldingers „Motherhood“ bereits ab 1970 zusammen musiziert.


  • Du hast deine persönlichen Erfahrungen und einen großen Teil deines musikalischen Wissens in ein Buch gepackt. Bitte sag an dieser Stelle doch mal, was das besondere an dem „ Rock Guitar-Buch“ ist und was den Leser erwartet?

Dieses Buch ist eine beinahe feuilletonistische und sehr persönliche Abhandlung über die unterschiedlichsten Aspekte der Rock-Gitarre und ihrer Helden. Ich habe versucht, auf unterhaltsame und weniger lehrmeisterhafte Weise, das Augenmerk des Lesers auf ein paar Sternstunden der rockigen Gitarrenmusik zu lenken. Als ich dieses Buch schrieb, gab es noch keinerlei Lehr-DVDs oder Online-Gitarrenstunden, die den Fokus ohnehin eher auf das reine Nachspielen von klassischen Tracks legen. In beinahe jedem Kapitel habe ich – über das technische Bewältigen eines Stücks hinaus – ein paar Hintergrund­informationen die Entstehung und die jeweiligen Interpreten betreffend zusammengetragen.


  • Du produzierst seit 1980 Filmmusik und wurdest dafür sogar schon ausgezeichnet. Was hat dich dazu bewegt in dieser Sparte zu arbeiten?

Ich war als Bandmitglied von Udo Lindenbergs Panikorchester auch Koproduzent und Arrangeur seiner Studioproduktionen. In dieser Funktion lernte ich einen Filmemacher des NDR kennen, der mich bat, nachdem er meine Orchesterarrangements gehört hatte, für einen seiner Filme einen Soundtrack zu schreiben. Ähnlich wie bei meiner Karriere als Studiomusiker führte auch hier eines zum anderen und ich lernte über diesen Filmemacher andere Leute aus der Filmbranche kennen, die mir die Möglichkeit gaben, mich in diesem neuen Feld auszuprobieren.


  • War dafür eine große Umstellung deiner bisherigen musikalischen Arbeitsweise vonnöten?

Ja, es war auf jeden Fall eine Umstellung vonnöten, da die Filmkomposition im Gegensatz zum Komponieren eines Pop- oder Rocksongs eine andere Vorgehensweise erfordert. Beim Film haben die dramaturgische Entwicklung und das Bild absoluten Vorrang; die Musik bedient die jeweils benötigen Stränge, unterstreicht, kontrastiert oder karikiert diese sogar. Auch die Instrumentierung der Filmmusik richtet sich nach völlig anderen Kriterien als diejenige einer Songproduktion. Pop- und Rockmusik sind ohne Schlagzeug oder Percussion fast undenkbar, bei der Filmmusik hingegen sind ebendiese Elemente im üblichen Kontext eher unangebracht.


  • Im Set der Vincent Rocks Band finden sich Stücke aus dem Gerne Rock, Pop und sogar Klassik. Wie kommt das?

Das hängt eindeutig mit meinen persönlichen Vorlieben für ebendiese Genres zusammen. Was Mitte der Achtzigerjahre als Experiment mit „Quartetto“ begann, konnte sich zwischenzeitlich auf der Bühne etablieren und wird vom Publikum begeister angenommen.


  • Kommen wir doch mal zu deinem persönlichen Stil. Wie würdest du dich als Gitarrist charakterisieren?

Hier kann ich nur meine Vorbilder anführen, die da wären: Jimi Hendrix, Eric Clapton, Jeff Beck, Peter Green, Ritchie Blackmore und BB King. Irgendwo dazwischen würde ich mich stilistisch einsortieren.


  • Welches Equipment nutzt du für deine Liveauftritte?

Mein Amp ist ein Vox AC-15 Top, als Lautsprecherbox verwende ich eine Mesa-Boogie Thiele-Box und ein Motion Sound Leslie Cabinet. Meine Hauptgitarre ist zurzeit eine 1960er Gibson Les Paul Re-Issue. Als Effektgeräte greife ich immer wieder gerne auf einen Vox Satchurator Booster und auf ein Ernie Ball Volume-Wah-Pedal zurück.


  • Welche Tipps würdest du als erfolgreicher Produzent und Musiker einem jungen Gitarristen mit auf den Weg geben?

Die Helden der Vergangenweit und der Gegenwart studieren und sich dann irgendwann hiervon lösen, um schließlich ganz bewusst seinen eigenen Stil zu entwickeln. Aber live zu spielen vor Publikum ist das A und O! Jahrzehnte im Übungsraum können das nicht ersetzen.


  • Hast du selbst inzwischen alle deine Ziele erreicht?

Zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben habe ich irgendwelche Ziele für mich selbst formuliert. Ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen. Lediglich ein paar Wünsche habe ich, bin aber nicht enttäuscht, sollten diese nicht in Erfüllung gehen.


Vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten. Wer jetzt neugierig ist, der kann gerne einmal auf der Hompage seiner Liveband vorbeischauen oder oder auf seiner Vertriebs Seite mehr über diesen Gitarristen erfahren.

In diesem Sinne einen schönen Mittwoch

Literatur aus dem Bereich Homerecording

Nach einer ruhigen Woche und einem hoffentlich erholsamen Wochende, melden wir uns wieder zurück mit neuem interressanten Material. Für alle Gitarristen die unsere Homrecording-Artikel verfolgen und natürlich alle die sich generell mit diesem Thema beschäftigen möchte ich hier ein Fachbuch ans Herz legen.

Das Buch Homerecording von Carsten Kaiser richtet sich hauptsächlich an Neueinsteiger im Bereich Recording. Direkt in der Einleitung erhält der Leser ausführlichen Einblicke in die Einrichtung und Kofiguration des Studiocomputers. Von dieser Basis aus werden sehr strukturiert die grundlegenden Bereiche des Homerecordings abgehandelt.

Dabei geht der Autor immer wieder auf die Probleme ein die sich bei der Studioeinrichtung im eigenen Wohnzimmer einstellen und gibt hilfreiche Tipps und Lösungsvorschläge.

Natürlich wird auch andere Handware als der Computer behandelt. So gibt es ausführliche Schilderungen über die Handhabung von Mischpulten und Effekten zu Recordingzwecken. Aber auch Mikrofonierung und der Einsatz von MIDI-Geräten wird sehr detailliert geschildert. In einem so allumfassendem Werk findet man nautürlich auch die Themen Software und Mastering.

Mir persönlich gefallen die Tabellen im Anhang besonders gut, da man hier sehr übersichtlich nochmal wichtige Grundeinstellungen für bestimmte Recordingsituationen erhält die man als Otto-Normal-Tontechniker in der Regel immer wieder vergisst oder erst gar nicht beachtet.

Nur den Softwareteil hätte man etwas ausführlicher fassen können. Hier hat Herr Kaiser sich lediglich auf eine Übersicht der aktuellen Recordingprogramme und deren Schnittstellen beschränkt. Was man natürlich auch auf den riesigen Einstellungsumfang der heutigen Programme zurück zu führen ist. Auch die Bonus DVD hätte noch ein paar Beispiele mehr fassen können aber man kauft das Buch ja ohnehin nicht wegen des Bonusmaterials.

Das Buch hält auf seinen über 700 Seiten was es verspricht und bietet jedem der sich mit Recording beschäftigen will einen super Einstieg. Aber auch für die von uns die sich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigen kann es ein sehr hilfreiches Nachschlagewerk sein. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal den Sprachstil des Buches positiv hervorheben. Der Text ist wirklich angenehm zu lesen und man hat stets den Eindruck, dass man den roten Faden nicht aus den Augen verliert.

Wessen Interresse nun geweckt ist, der soll sich doch einmal bei dem folgenden Link umsehen:

Homerecording – Carsten Kaiser

Dort findet ihr auch eine Leseprobe und kann sich nochmal ein eigenes Bild davon machen.

2 Monate Guitarguy – Es Rockt

Liebe Leser vor genau 2 Monaten ist dieser Blog hier online gegangen. Seither hat sich viel getan. Wöchentlich werden hier 3 Artikel hochgestellt (bis auf 2 Ausnahmefälle) und in der Regel haben sich für uns Montag, Mittwoch und Freitag als am besten erwiesen. Wir haben an die 60 regelmäßige und hoffentlich auch zufriedene Feedleser gewonnen, die uns auch den ein oder anderen Rechtschreibfehler im Eifer des Gefechts verzeihen.

Besucherzahlen:
Die generellen Besucherzahlen pro Tag bestätigen bisher eigentlich meine Erwartungen und ich bin wirklich sehr glücklich über das positive Feedback das bisher zurückkam. Vorallem die Aufnahme in die Riege der aktuellen Gitarrenblogs hat super geklappt, denn man sieht sich hier nicht als Konkurrent sondern als Mitstreiter.

SEO & Google:
Bisher ist guitarguy.de noch nicht sehr seorotisch geworden. Wir haben keinen Pagerank vorzuweißen und auch keine besonderen Google Platzierungen bei wichtigen Suchwörtern. Aber wir hoffen dass sich auch das noch ändern lässt. Wir danken an dieser Stelle auch nochmal all unseren Linkgebern.

Umfrage:
Mit dem heutigen Tag endet auch die Design-Umfrage mit folgendem Ergebnis:

25 Besucher fanden das Design ansprechend

6 Besuchern gefiel es wohl nicht so gut

Ein schönes Ergebnis wie ich finde. Dennoch ist momentan ein noch eigenständigeres Design in der Entwicklung damit wir irgendwann ohne die Grundbausteine des Arithema Themes auskommen. Weil dieses wird mittlerweile leider sehr oft von Blogs genutzt.

SonstigesBesucherzahlen:
Desweiteren werde ich im Laufe der nächsten Tage die versprochene Linkliste implementieren damit ihr Gitarrenlinktechnisch auch auf dem neusten Stand seid. Ich möchte den heutigen Anlass auch nutzen ein wenig Feedback von euch zu bekommen wäre schön wenn ihr ein paar Worte schreiben könntet was euch hier noch fehlt, was wir gut machen oder was euch gerade zu diesem Anlass einfällt.

Wir freuen uns auf eure Kommentare

Andi & Stefan

Eine Runde Saitenkunde – Staerken

Nach dieser turbulenten und daher leider Artikelarmen Woche melden wir uns wieder zurück mit frisch aufgesetztem Rechner und einer Menge Ideen im Gepäck…

Nachdem wir uns das letzte mal mit dem Material der Gitarrensaiten beschäftigt haben gehen möchte ich heute etwas auf die unterschiedlichen Stärken eingehen. Ich erinnere mich nich ziemlich gut als ich das erste mal im lokalen Musikgeschäft stand und die Verkäuferin mich fragte willst du nen 0.11 oder 012er. Ich habe den Verdacht das mein Gesichtsausdruck wohl wenig geistreich gewesen sein muss. Um euch diesen Schmach zu ersparen hier mal eine kleine Übersicht was man beim Saitenkauf noch so beachten sollte.

Gemäß dem Fall ihr habt euch für ein bestimmtes Material entschieden solltet ihr euch einmal mit den unterschiedlichen Saitenstärken auseinandersetzen.

Die Stärkeangaben werden durch die Einheit Zoll ausgedrückt. Eine hohe E Saite mit der Stärke 0.010 hätte in mm Umgerechnet einen Durchmesser von 0.254mm. Zum Teil varrieren die Zusammenstellung der Saitenstärken bei den einzelnen Herstellen aber mit folgenden Übersichten könnt ihr euch einen kleinen allgemeinen Überblick verschaffen.

Für E-Gitarren findet man folgende Stärke-Zusammenstellungen

E B G D A E
Extra-Light .008 .011 .014 .022 .030 .038
Light .009 .011 .016 .024 .032 .042
Regular .010 .013 .017 .026 .036 .046
Medium .011 .013 .020w/18p .030 .042 .052
Jazz .012 .015 .026 .034 .044 .054
Bariton .013 .016 .026 .036 .046 .056

Für Akkustikgitarren gelten folgende:


E B G D A E
Extra-Light .010 .014 .022 .030 .038 .048
Light .011 .015 .024w .032 .042 .052
Medium Light .012 .016 .025w .032 .042 .054
Medium .013 .017 .026w .036 .046 .056
Heavy .014 .018 .027 .039 .049 .059




Natürlich gibt es auch Ausnahmesätze so bietet es sich für Gtarristen die mit anderen Stimmungen spielen z.B. Drop-D ein Saitensatz mit leicht verstärkert tiefer E-Saite an damit die Saitenspannung über die Gitarre hinweg in etwa gleich bleibt.

Auch sollte man die Mensur (Abstand zwischen Hals und Steg) der Gitarre berücksichtigen Gitarren mit kurzer Mensur benötigen eher einen stärkeren Saitensatz (als statt Lite einfach einen Regular nehmen) als Gitarren mit langer Mensur. Für Gitarreros die mit einer Tremolo-Gitarre ausgestatten sind noch ein kleiner Hinweis. Bei einen Umstieg auf eine höhere Saitenstärke nicht Vergessen ein paar mehr Spannfedern einzubauen sonst können unschöne Sachen mit eurem Instrument passieren.

Zu Guter letzt noch eine paar kleine Gedankengänge … Leute die etwas mehr Akkorde oder Rythmsection spielen müssen bedenken dass bei heftigen Anschlag leichte Besaitung schnell das schnarren anfängt. Während bei Soli (Bending, Vibratos) starke Saiten eher anstrengend sind.

Also sucht euch den eurer Spielweise angepassten Satz raus und los gehts.

Gruß Andi

Song der Woche – Stairway to Heaven

Aloa liebe Leser gerade frisch aus dem Urlaub gekommen (uh kalt hier in Deutschland) und erstmal die ersten Kuschelstunden mit unser aller Liebling la guitarra genossen … Freut es mich nun um so mehr euch einen neuen und mittlerweile längst überfälligen Song der Woche vorzustellen. Ich dachte mir nachdem die letzten Songs sehr anspruchsvoll waren greife ich heute mal auf einen Gitarren-Klassiker zurück den jeder Gitarrist mal gespielt haben sollte. Nebenbei könnt ihr auch gleich eure Gesangskünste mal wieder rauskramen. Led Zeppelin – Stairway to Heaven

Achtung Gänsehaut Gefahr ;-) :




Für Diejenigen unter euch die diesen Song schon auf ihrer Gitarre gerockt haben mal eine etwas andere Version:






Zu Guter letzt die Schlagworte damit Google auch WAS findet:

Song normal: Stairway to Heaven, Led Zeppelin, Tab

Song mal anders: Stairway to Heaven, Rodrigo y Gabirela, Tab

Damit wünsche ich euch viel Spass beim Üben und einen hoffentlich nicht zu arbeitsreichen Dienstag. Bis morgen euer

Andi

DigiTech XP-200 Modulator

Name: DigiTech XP-200 Modulator

Typ: Gitarreneffektgerät

Hersteller: Digitech

Mit dem XP-200 schickt die Firma Digitech ein weiteres interessantes Effektpedal der XP Serie ins Rennen. Es handelt sich hierbei um ein Modulationspedal mit den Effekten Rotary Speaker, Chorus, Flanger, Phaser, Vibrato, Tremolo und Pan/Autopan sowie eine Funktion zur Volumesteuerung.

Insgesamt stehen euch diesmal 36 Effektvariationen der oben genannten Presetzs zur Verfügung.

XP 200 2sm

Wie auch schon beim XP-100, wählt ihr mit dem ersten Fußtaster  die Effekte an. Drückt man ihn kurz, schaltet das Pedal in den Speicherplätzen nach oben, hält man ihn gedrückt, schaltet es nach unten. Der untere der beiden Fußtaster schaltet das Pedal in den Bypass- oder Tuner- Mode. Auf der Bodenseite des Pedals stehen alle Effekte mit Programmnummer (Speicherplatz) und Funktion.

Die Speicherplätze U1 bis U6 sind auch diesmal für eine individuelle Reihenfolge der Effekte gedacht damit ihr einen schnellen Zugriff auf eure Meistgenutzten Presets habt. Diese werden mit dem Fußtaster ausgewählt und mit dem MODE Taster auf der Rückseite Gespeichert. Weiterhin gibt es einen Regler für das Input Level  und eine LED zeigt an, wann das Modulationspedal zu Clippen beginnt. Zu guter letzt besitzt das XP-200 einen Input und einen Effekt- sowie Dry- Output.

Hier hab ich die Presets wieder für euch aufgelistet.

Bei Fragen und Anregungen stehe ich euch gerne zur Verfügung

Stefan

Kategorie 1: Rotary Speaker hier kann die Geschwindigkeit des Rotors bzw. Horns verändert werden

01 – Rotary 1 Slow/Fast

02 – Rotary 1 Break/Fast

03 – Rotary 2 Slow/Fast

04 – Rotary 2 Break/Fast

05 – Rotary 3 Slow/Fast

06 – Rotary 3 Break/Fast

Kategorie 2: Chorus hier kann per XP-Pedal der Level des Chorus geändert werden

11 – Chorus 2 Voice Shallow

12 – Chorus 2 Voice Medium

13 – Chorus 2 Voice Deep

14 – Chorus 4 Voice Shallow

15 – Chorus 4 Voice Medium

16 – Chorus 4 Voice Deep

Kategorie 3: Flanger Kategorie 4: Phaser Kategorie 5: Vibrato

21 – Flanger Shallow                           31 – Phaser Shallow                            41 – Vibrato 1       – Intensität

22 – Flanger Medium                          32 – Phaser Medium                           42 – Vibrato 2       – Intensität

23 – Flanger Deep                                33 – Phaser Deep                                 43 – Vibrato 3       – Intensität

24 – Flanger Manual 1                        34 – Phaser Manual 1                         44 – Vibrato 4       – Intensität

25 – Flanger Manual 2                        35 – Phaser Manual 2                         45 – Vibrato 5       – Geschwindigkeit

26 – Flanger Triggered                       36 – Phaser Triggered                         46 – Vibrato 6       – Geschwindigkeit

Kategorie 6: Tremolo/Auto Pan

51 -Tremolo Shallow                         Seichtes Tremolo

52 – Tremolo Deep                             Tiefes und dunkles Tremolo

53 – Auto Pan Narrow                       – Sendet das Stereo Signal automatisch nach links oder rechts

54 – Auto Pan Wide                            – Sendet das Stereo Signal automatisch nach links oder rechts

55 – Panner Manual                            – Bei einem Stereosetup kann das Signal aus der linken oder der rechten Box gesendet werden

Kategorie 6: Volume

61 – Volume Pedal                              – regelt die Gesamtlautstärke

Das Richtige Amp Recording

Wer von euch die letzten Beiträge in Sachen Recording mit verfolgt hat wird sich bald sicher fragen: „Ja und wie zum Geier mach ich damit jetzt mal so eben nen Song?“ Gute frage, denn schnell können der Tatendrang und der Überfluss von geistigen Ergüssen in einem Desaster enden, welches plötzlich eine große Abneigung gegen die zweitschönste Nebensache der Welt hervorruft.

GITARRE SPIELEN natürlich ;-)

Aller Anfang ist schwer und angefangen wird bei der Positionierung des Mic’s. Natürlich könnt ihr eure Gitarre meist direkt schon in den Instrumenteneingang eures Interfaces stecken, jedoch ist es jederzeit die Mühe wert, mit Mikrofonen zu arbeiten, da der Song dadurch Lebendiger wird, auch wenn es heutzutage schon sehr gute Emulationen wie Guitar Rig oder ähnliche Produkte gibt.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass euer Equipment einsatzbereit ist, die Software ohne Probleme (Da werde ich in den nächsten Wochen näher darauf eingehen!) mit dem Audiointerface harmoniert und ihr ein bisschen Speicherplatz für kreative Ideen auf der Festplatte habt, da ihr euren neuen Song mit Amp, Effekten und E-Gitarre festhalten wollt. Also ist geschwind euer Dynamisches Mikrofon (Z.B. Shure SM 57) am Interface angestöpselt. Doch schon nach kurzer Zeit kommen die ersten Fragen auf…

Mic1

„Tja wie muss ich denn jetzt das Mic richtig positionieren, damit das dann auch später gut klingt?“

Allgemein hilft beim Recording immer,  wenn ihr euch fragt, wo ihr mit eurem Sound hin wollt. So auch hier. Soll es druckvoll klingen, setzt ihr das Mic sehr nah an die Lautsprechermembran wollt ihr einen luftigeren dünneren Sound, entfernt ihr euch zunehmend aber Achtung! Desto näher ihr Abnehmt, desto mehr nehmen die Bässe zu welche dann auch schnell zu viel werden können. Wenn man das Mic mehr zur Lautsprechermitte (da wo die Kalotte sitzt) dreht, bekommt ihr einen helleren und bissigeren Klang, zum Rand hin wird er immer weicher.

“Eine der nächste Fragen könnte sein: „Und welcher von meinen vier Lautsprechern ist nun der Richtige?“

Die Antwort fällt hier wohl etwas kürzer aus, denn es ist der, der für euch am besten klingt. Spielt ruhig ein paar Akkorde und hört bei jedem Speaker genau hin. Achtet auch immer darauf, dass keine Störquellen und unerwünschte Geräusche wie z.B. Handys oder der Rasenmäher vom Nachbarn in der Nähe sind.

„Ist es eigentlich egal, wohin ich den Amp beim Mikrofonieren stelle?“
Leider ist es das nicht, sonst müssten ja die Stones auch nicht ins Tonstudio sondern könnten bei sich im Badezimmer (wohl eine der schlechtesten Orte für Aufnahmen dieser Art) ihr neues Album einspielen. Vermutlich ist euer kleines Projektstudio in einem recht wohnlich eingerichteten Zimmer vorzufinden was man nicht nur als Nachteil sehen sollte. Wo viele Möbel und Teppichboden vorhanden ist, wird der Schall häufig gebrochen und verursacht so keine Hallgeräusche. Aus diesem Grund solltet ihr wenn möglich auch den Amp in eine Ecke und nicht Parallel zur Wand stellen.

Zu guter letzt hab ich noch ein Video welches die verschiedenen Soundmöglickeiten bei der Mikrofonpositionierung zeigt. Bei Fragen und Anregungen wisst ihr ja wo ihr mich finden könnt. Stefan


DigiTech XP-100 Whammy Wah

Name:                                    DigiTech XP-100 Whammy-Wah

Typ:                                        Gitarreneffektgerät

Hersteller:                            Digitech

Bekannte Nutzer:               Munky and Head von Korn und John Scofield

Mit dem XP-100 leitet die Firma Digitech die dritte Generation des berühmten und beliebten Whammy-Pedals ein. Im Vergleich zu den beiden Vorläufern und dem aktuellen Modell verfügt das XP-100 über eine erweiterte Effektauswahl und einen etwas wärmeren, saubereren Sound.

Weiterhin stehen euch insgesamt 29 Effekte wie zum Beispiel die bekannten und beliebten Pitch-Shifter- und Harmony-Funktionen sowie verschiedene Wahs und Auto-Wah/Envelope Filter zur Verfügung.

XP100smrMit dem ersten Fußtaster wählt ihr die Effekte an. Drückt man ihn kurz, schaltet das Pedal in den Speicherplätzen nach oben, hält man ihn gedrückt, schaltet es nach unten. Der untere der beiden Fußtaster schaltet das Pedal in den Bypass- oder Tuner- Mode. Auf der Bodenseite des Pedals stehen alle Effekte mit Programmnummer (Speicherplatz) und Funktion.

Die Speicherplätze U1 bis U6 sind für eine individuelle Reihenfolge der Effekte gedacht damit ihr einen schnellen Zugriff auf eure Meistgenutzten Presets habt. Diese werden mit dem Fußtaster ausgewählt und mit dem MODE Taster auf der Rückseite Gespeichert. Weiterhin gibt es einen Regler für das Input Level  und eine LED zeigt an, wann das Whammy zu Clippen beginnt. Zu guter letzt besitzt das Whammy-Wah einen Input und einen Effekt- sowie Dry- Output.

Hier hab ich euch nochmal die Presets für euch aufgelistet.

Wie immer, wenn ihr Fragen und Anregungen habt, ihr wisst wo ihr mich findet ;-)

Stefan

Kategorie 1: Volume

01 – Volume Pedal                             – regelt die Gesamtlautstärke

Kategorie 2: Wah

02 – Original Cry Wah                      – ist am Crybaby angeleht

03 – Cry Wah 2                                    – mehr Höhen und etwas aggressiver

04 – Dark & Deep                                – percussiver Klang

05 – Sweet Spot 1                               – mattes Wah

06 – Sweet Spot 2                               – mildes Wah

Kategorie 3: Auto-Wah

07 – Original Cry Auto                       – Crybaby Autowah das beim Anschlag reagiert

08 – Envelope Filter                           – sehr funkige fast blubbernde Sounds

09 – Brass Attack                                 – eine Art slow gear bei dem der Anschag gedämpft wird

10 – Original Cry Auto                       – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

11 – Envelope Filter                            – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

12 – Brass Attack                                 – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

Kategorie 4: Whammy / Kategorie 5: Harmony

13 – Up 1 Octave                                 21 – Down 1 Octave, Up 1 Octave

14 – Up 2 Octaves                              22 – Down 4th, Down 3rd

15 – Up 2nd                                          23 – Up 5th, Up 6th

16 – Down 2nd                                     24 – Up 4th, Up 5th

17 – Down 4th                                      25 – Up minor 3rd, Up major 3rd

18 – Down 1 Octave                            26 – Up 2nd, Up 3rd

19 – Down 2 Octaves                          27 – Down 4th, Up 5th

20 – Down 6 Octaves                          28 – Up 5th, Up 1 Octave

Kategorie 6: Detune

29 – Detuner                                      – chorusartiger Sound

Riding Panîco – Lady Cobra

Riding Panîco vermutlich recht unbekannt sein, doch trotz ihres Album Releases von 2008, verdient es dieses außergewöhnlich gute instrumentale Postrock Meisterwerk, hier und heute erwähnt zu werden.

Die sieben aus Lissabon stammenden Talente J.PEREIRA, M.YAGYU, M.CORREIA, C.ANTONIO, J.MANSO, J.NOGUEIRA und A.LOURENÇO stehen bei dem Indie Label Raging Planet, welches auch die Bands MORE THAN A THOUSAND, MISS LAVA oder MEN EATER (welche grade auf Deutschlandtour sind) unter Vertrag und Präsentierten im Jahr 2008 ihre erste LP mit dem Namen LADY COBRA. Schon beim Betrachten des Covers kann man auf eine melancholische Stimmung schließen, welche schon nach dem ersten Probehören bestätigt wird.

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Durch und durch Postrockig startet der Anfang mit „E Se a Bela For o Monstro“. Die schweren verzerrten Drop Riffs, viel Delay und das wunderbare Spiel mit den Stilmitteln Laut und Leise sowie den aufreibenden und kolossal anmutenden Schluss haben mich sofort in ihren Bann gezogen und zeigen trotz Ähnlichkeit an großen Vorbildern (Mono, Mogwai oder Oceansize) Eigenständigkeit und Raffinesse. Mit den Songs „Running Kids“, „One Winged Cessna“ und „Capelo“ haben mich die Portugiesen noch mehr gefesselt.

Die Songs laden zum Träumen ein und entfernen sich fast komplett von harten Gitarrenriffs. Es scheint fast so, als würden sie eine ganz instrumental gehaltene Geschichte erzählen. So ermöglichen Riding Panîco volle Konzentration auf die musikalische Darbietung und spielerische Leistung, die ganz ohne Gesang auszukommen scheint. Das solide Mittelfeld bilden „Roses And Razors“ sowie „Vox Humana“ und „Volvo“, die mit recht gleichem Aufbau und Struktur meinem Euphuismus einen kleinen Dämpfer verpassten.

Bei „Naja“ schafft einzig und allein der Pianist der Band eine harmonische Brücke und bietet Abwechslung im Album und mit „Áspide“ gibt er der der Lady Cobra den perfekten Abschluss den ich meiner Meinung nach als geniale Zusammenstellung von Musikstücken bezeichnen möchte. Im Ganzen wirkt das ganze auf mich wie ein lange durchdachtes Konzept und nicht- wie bei anderen Bands- eine wahrlose Aneinanderreihung von Songs.

Fazit:

Scheinbar gibt es doch noch Hoffnung für die stark überflutete Postrock Nische (wenn man überhaupt noch von Nische sprechen kann), was Riding Panîco hier eindrucksvoll unter Beweis stellen, indem sie sich vom Mainstream Postrock deutlich mit qualitativ hochwertigen Studio und Live Performances von der Masse abheben.


Für mehr Infos und vor allem Hörproben, hilft euch Google bei den Schlagworten „Riding Panîco“ und „Lady Cobra“ sicher gerne Weiter und ich freuen mich schon über einen regen Meinungsaustausch von eurer Seite.

Bis dahin, immer schön (Achtung Wortwitz) „Post-en“ …

Hier noch zwei meiner persönlichen Favouriten:

One Winged Cessna und e se a bela for o monstro


Eine Runde Saitenkunde – Material

Sie werden geschlagen, gerissen, gezogen, gedrückt und nur selten richtig gepflegt. Die Gitarrensaiten … ohne sie klappts nicht so wirklich mit der Tonerzeugung. Heute gibt es sie in allen möglichen Materialien und Ausführungen sodass Otto-Normal-Gitarrist absolut den Überblick verliert. Aber beginnen wir mal mit dem Grundlegensten Fragen:

Aus was bestehen eigentlich Saiten?

Stainless-Steel: Rostfreier Stahl oder kurz einfach nur Edelstahl. Die daraus hergestellten Saiten sind deutlich haltbarer und wie im Namen schon enhalten sehr viel unanfälliger gegen Rost. Die magnetischen Eigenschaften des Edelstahls sorgen für einen brillianten und mittenbetonten Klang. Allerdings sind die Saiten deutlich härter zu greifen das macht sich vorallem bei Bandings oder Tapping bemerkbar.

Gold: Das liebste Metall des Menschen hat auch hier Einzug gefunden. So kann man für einen etwas gehobeneren Preis Saiten erwerben die sich durch eine erhöhte Haltbarkeit der Klangbrillianz auszeichnen. Auch für die Alergiker ist dieses Material sehr interresant.

Nickel / Nickel-Steel: Die meisten Saiten sind jedoch aus Nickel gefertigt oder aus einer Nickel-Stahl Legierung. Pure Nickelsaiten sind aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften etwas leiser als ihre vermischtne Verwandten. Diese wirken wesentlich heftiger auf das Magnetfeld der Tonabnehmer ein.

Beschichtete-Saiten: Ob Teflonpfanne oder Schwimmanzug dank des technologischen Fortschritts in Sache Beschichtung können wir heute auch auf Nanoweb überzogene Saiten zurückgreifen. Die Beschichtung sorgt für verminderte Greifgeräusche und vorallem für eine enorme Haltbarkeit sowohl klanglich als auch materiell.

Warum sehen die Saiten eines Satzes unterschiedlich aus?

In erster Linie ist das Schwingverhalten einer Saite für die Tonerzeugung maßgeben (z.B. schnelle Schwingung = Hoher Ton) Daher besitzen die verschiedenen Saiten unterschiedliche Stärken (Dicken). Bei den Bassaiten sorgt die Umwicklung für das Schwingverhalten in der gewünschten tiefen Frequenz. Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Wicklungsarten:

Roundwound: Hier wird die Saite mit einem ungeschliffenen runden Stahldrat umwickelt. Das sorgt für einen sehr obertonreichen Sound.

Halfwound: Die umwickelte Saite wird angeschliffen. Das sorgt für einen Rückgang der Greifgeräusche und lebendigen Sound.

Flatwound: Ganz glatt geschliffene Saiten die wenig Angriffsfläche für Schmutz bieten, fast keine Greifgeräusche mehr hervorrufen allerdings einen stumpferen Sound liefern.

Soviel zu den Grundlagen in den kommenden Wochen werden weitere Artikel zum Thema Saitenkunde erscheinen.