Eine Runde Saitenkunde – Material

Sie werden geschlagen, gerissen, gezogen, gedrückt und nur selten richtig gepflegt. Die Gitarrensaiten … ohne sie klappts nicht so wirklich mit der Tonerzeugung. Heute gibt es sie in allen möglichen Materialien und Ausführungen sodass Otto-Normal-Gitarrist absolut den Überblick verliert. Aber beginnen wir mal mit dem Grundlegensten Fragen:

Aus was bestehen eigentlich Saiten?

Stainless-Steel: Rostfreier Stahl oder kurz einfach nur Edelstahl. Die daraus hergestellten Saiten sind deutlich haltbarer und wie im Namen schon enhalten sehr viel unanfälliger gegen Rost. Die magnetischen Eigenschaften des Edelstahls sorgen für einen brillianten und mittenbetonten Klang. Allerdings sind die Saiten deutlich härter zu greifen das macht sich vorallem bei Bandings oder Tapping bemerkbar.

Gold: Das liebste Metall des Menschen hat auch hier Einzug gefunden. So kann man für einen etwas gehobeneren Preis Saiten erwerben die sich durch eine erhöhte Haltbarkeit der Klangbrillianz auszeichnen. Auch für die Alergiker ist dieses Material sehr interresant.

Nickel / Nickel-Steel: Die meisten Saiten sind jedoch aus Nickel gefertigt oder aus einer Nickel-Stahl Legierung. Pure Nickelsaiten sind aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften etwas leiser als ihre vermischtne Verwandten. Diese wirken wesentlich heftiger auf das Magnetfeld der Tonabnehmer ein.

Beschichtete-Saiten: Ob Teflonpfanne oder Schwimmanzug dank des technologischen Fortschritts in Sache Beschichtung können wir heute auch auf Nanoweb überzogene Saiten zurückgreifen. Die Beschichtung sorgt für verminderte Greifgeräusche und vorallem für eine enorme Haltbarkeit sowohl klanglich als auch materiell.

Warum sehen die Saiten eines Satzes unterschiedlich aus?

In erster Linie ist das Schwingverhalten einer Saite für die Tonerzeugung maßgeben (z.B. schnelle Schwingung = Hoher Ton) Daher besitzen die verschiedenen Saiten unterschiedliche Stärken (Dicken). Bei den Bassaiten sorgt die Umwicklung für das Schwingverhalten in der gewünschten tiefen Frequenz. Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Wicklungsarten:

Roundwound: Hier wird die Saite mit einem ungeschliffenen runden Stahldrat umwickelt. Das sorgt für einen sehr obertonreichen Sound.

Halfwound: Die umwickelte Saite wird angeschliffen. Das sorgt für einen Rückgang der Greifgeräusche und lebendigen Sound.

Flatwound: Ganz glatt geschliffene Saiten die wenig Angriffsfläche für Schmutz bieten, fast keine Greifgeräusche mehr hervorrufen allerdings einen stumpferen Sound liefern.

Soviel zu den Grundlagen in den kommenden Wochen werden weitere Artikel zum Thema Saitenkunde erscheinen.

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