Riding Panîco – Lady Cobra

Riding Panîco vermutlich recht unbekannt sein, doch trotz ihres Album Releases von 2008, verdient es dieses außergewöhnlich gute instrumentale Postrock Meisterwerk, hier und heute erwähnt zu werden.

Die sieben aus Lissabon stammenden Talente J.PEREIRA, M.YAGYU, M.CORREIA, C.ANTONIO, J.MANSO, J.NOGUEIRA und A.LOURENÇO stehen bei dem Indie Label Raging Planet, welches auch die Bands MORE THAN A THOUSAND, MISS LAVA oder MEN EATER (welche grade auf Deutschlandtour sind) unter Vertrag und Präsentierten im Jahr 2008 ihre erste LP mit dem Namen LADY COBRA. Schon beim Betrachten des Covers kann man auf eine melancholische Stimmung schließen, welche schon nach dem ersten Probehören bestätigt wird.

ridingdr0

Durch und durch Postrockig startet der Anfang mit „E Se a Bela For o Monstro“. Die schweren verzerrten Drop Riffs, viel Delay und das wunderbare Spiel mit den Stilmitteln Laut und Leise sowie den aufreibenden und kolossal anmutenden Schluss haben mich sofort in ihren Bann gezogen und zeigen trotz Ähnlichkeit an großen Vorbildern (Mono, Mogwai oder Oceansize) Eigenständigkeit und Raffinesse. Mit den Songs „Running Kids“, „One Winged Cessna“ und „Capelo“ haben mich die Portugiesen noch mehr gefesselt.

Die Songs laden zum Träumen ein und entfernen sich fast komplett von harten Gitarrenriffs. Es scheint fast so, als würden sie eine ganz instrumental gehaltene Geschichte erzählen. So ermöglichen Riding Panîco volle Konzentration auf die musikalische Darbietung und spielerische Leistung, die ganz ohne Gesang auszukommen scheint. Das solide Mittelfeld bilden „Roses And Razors“ sowie „Vox Humana“ und „Volvo“, die mit recht gleichem Aufbau und Struktur meinem Euphuismus einen kleinen Dämpfer verpassten.

Bei „Naja“ schafft einzig und allein der Pianist der Band eine harmonische Brücke und bietet Abwechslung im Album und mit „Áspide“ gibt er der der Lady Cobra den perfekten Abschluss den ich meiner Meinung nach als geniale Zusammenstellung von Musikstücken bezeichnen möchte. Im Ganzen wirkt das ganze auf mich wie ein lange durchdachtes Konzept und nicht- wie bei anderen Bands- eine wahrlose Aneinanderreihung von Songs.

Fazit:

Scheinbar gibt es doch noch Hoffnung für die stark überflutete Postrock Nische (wenn man überhaupt noch von Nische sprechen kann), was Riding Panîco hier eindrucksvoll unter Beweis stellen, indem sie sich vom Mainstream Postrock deutlich mit qualitativ hochwertigen Studio und Live Performances von der Masse abheben.


Für mehr Infos und vor allem Hörproben, hilft euch Google bei den Schlagworten „Riding Panîco“ und „Lady Cobra“ sicher gerne Weiter und ich freuen mich schon über einen regen Meinungsaustausch von eurer Seite.

Bis dahin, immer schön (Achtung Wortwitz) „Post-en“ …

Hier noch zwei meiner persönlichen Favouriten:

One Winged Cessna und e se a bela for o monstro


Ein Gedanke zu “Riding Panîco – Lady Cobra

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>