Roehrenverstaerkerbox zum selberbauen / Teil 2

In Meinem zweiten Artikel möchte ich euch zeigen wie man dem schönen Gehäuse ein würdiges Äußeres verleiht. Nachdem das Gehäuse fein geschliffen wurde ist nun zunächst die Rückwand dran, als Material habe ich mich für Aluminium-Riffelblech entschieden. Nachdem selbiges passgenau zugeschnitten ist, wird es mithilfe von M-Schrauben, welche in vorher eingeleimten Holzklötzchen mit Einbohrmuttern sitzen, angeschraubt.

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Im Anschluss kann man schon die Netzkabelbuchse einsetzen, dies geht am besten indem man sich den Umriss der Buchse auf das Blech aufzeichnet, und auf der Innenseite rundum durchbohrt, das innere Stück kann dann einfach mittels eines Schraubenziehers o.ä. entfernt werden. Das sieht dann so aus.

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Als nächstes folgt der Lederbezug der Oberseite ich habe mich wie im letztem Artikel bereits erwähnt für rotes Rindsleder Entschieden welches geschliffen und Lackiert werden soll um einen Marmoreffekt zu erzielen. Dafür wird zuerst auf dem Leder und dem Gehäuse, Kontaktklebstoff aufgetragen. Nach dem trocknen wird das Leder mit einer Aluminiumrolle oder einer Glasflasche angepresst,

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und gleich danach bündig mit einem Schnitzmesser abgeschnitten.

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Dann kann das Schleifen Los gehen dafür eignet sich am besten ein Schleifpapier mit 60 – 80er körnung. Man sollte allerdings immer nur per Hand in eine Richtung schleifen ein Schleifgerät ist hier fehl am Platz !!! das Schleifen kann sich mitunter mehrere Stunden hinziehen, aber die Arbeit lohnt sich.

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Die Oberfläche sollte am Ende etwa wie Nubukleder aussehen, wie im obigem Bild zu sehen ist. Zum lackieren verwende ich ralley-Klarlack der im Gegensatz zu anderen Lacken eine gewisse
Elastizität behält. und auch auf dem Leder nicht einreißt.

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Das Leder sieht nach dem Lackieren anfangs fast schwarz aus doch nach 2-3 Tagen nimmt es eine schöne rote Farbe an. Natürlich könnte man das Leder auch unbehandelt lassen, jedoch währe es so viel zu empfindlich für ein Verstärkergehäuse.

Man sollte insgesamt 5-6 schichten Lack auf das gesamte Gehäuse auftragen und zwischen jeder Schicht etwa 4 Stunden warten damit der Lack gut durch trocknet, des weiteren sollte man nach den ersten paar Schichten das gesamte Holz des Gehäuses jeweils mit einem 240er Schleifpapier zwischen-schleifen.Nach der letzten Schicht sollte man das gesamte Gehäuse ca. eine Woche durch trocknen lassen, erst dann ist die Oberfläche belastbar.

Das war´s auch Schon wieder für heute.

Beim nächsten mal zeig ich euch wie man das Gehäuse fertig macht!!!
Bis dann euer Max

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