Konzertreview / Sunrise Avenue Unplugged

Ich freue mich heute einen neuen Gastautor auf Guitarguy begrüßen zu dürfen. Vorhang auf für Moritz.
Rödelsee im Ausnahmezustand. Man durfte Donnerstagabend sicherlich zu Recht fragen, ob das beschauliche Dorf je so viele Gesichter auf einmal zu sehen bekommen hat. Hunderte Menschen – teils von weit her angereist – folgten dem Ruf von Radio Gong und füllten den Rödelseer Winzerkeller, der eigentlich dazu angetan ist, nicht nur feuchtfröhliche Weinfeste zu beherbergen. Das nahm sich die finnische Band SUNRISE AVENUE zu Herzen und heizte zwischen Moskau und Wien auch dem hiesigen, sehr gemischten Publikum des Event-Konzerts ordentlich ein.

Lange musste gewartet werden und schließlich hatte bestimmt auch der letzte im Keller verstanden: Die Jungs sind nicht nur im Radio eine große Nummer sondern können sich scheinbar auch live einiges leisten. Belohnt wurde dann die Masse mit einer unplugged-Version des aktuellen Albums “PopGasm” - und das gar nicht mal schlecht!

Zwar muss man ehrlicher Weise sagen, dass die Stimme des Frontsängers Samu sich schon nach ein-zwei Songs als wenig spektakulär entpuppt und den sehr poppigen Songs des neuen Albums einiges an Tiefe im Vergleich zu Ohrwürmern wie “Fairytale Gone Bad” oder “Wonderland” fehlt… doch wurde das ein Stück weit durch den Akkustik-Auftritt relativiert. Auch wenn weiterhin auf E-Bass und Keyboard gesetzt wurde – vor allem der Leadgitarrist Riku und sein Kollege am “Klavier” Jukka zeigten in fast jazzigen Soli, was sie wirklich können! Schade, dass dieses offensichtliche Bedürfnis, sich auch an kompliziertere, spannungsgeladene Harmonik und vertracktere Rhythmik zu wagen, außer in einem bisher nicht veröffentlichten Werk, nicht mehr ausgebaut wurde. Stattdessen: Viel flaches Gedümpel im Einheitsbrei der Radioballaden. “Wildes”, in Rockermanier gehaltenes  Gespringe kann da auch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass das neue Album der Sunrise Avenue wohl eher die zärterbesaiteten Teeniefans anspricht, als hohe Wogen bei anspruchsvollerem Publikum zu schlagen!

Nachdem die Stimmung mit dem Hit “Fairytale Gone Bad” auf den Höhepunkt gebracht und spätestens hier fast alle zum Mitsingen annimiert wurden, hatten die Finnen wohl Gefallen am Charme der fränkischen Landluft gefunden. Sie folgten dem Chor nach “Zugabe” all zu gerne und performten fleißig weiter. Auch wenn einige schon früher Frischluft suchten, der letzte Titel hatte sich noch einmal gelohnt!

Wer sich jetzt ärgert, dass ihm dieses Unplugged Konzert entgangen ist, der hat noch die Möglichkeit Karten für den 27.3 in München zu kaufen. Dies ist dann auch vorerst das letzte Konzert der Band in Deutschland.

Song der Woche / You re a God

Auch diese Woche habe ich wieder einen coolen Track in meiner Musiksammlung für euch und eure Gitarre gefunden. Ich weiß nicht wer unter euch Vertical Horizon kennt? Ich glaube der Leseranteil ist eher gering. Die Band stammt aus Washington D.C. und machen seit 1992 rockig poppige Musik. Eine Singelauskopplung aus ihrem 2. Album war dieser Song. Enjoy it …

Künstler: Vertical Horizon
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Anschlag ist ein bisschen knifflig)
Übungsbereiche: Gesang, Anschlag
Tabs und Noten: You’re a god

Einfacher sommerlicher Song für die gesanglich nicht so starken unter uns.

Wie lege ich mir ohne Kredikarte einen iTunes Account an?

Ein Programm an das ich mich mittlerweile so gewöhnt habe, dass es schon fast nicht mehr wegzudenken ist, wäre für mich iTunes. Einfache Bedienung und coole Funktionen haben das ganze für mich festgeschrieben.

Leider entfaltet dieses Programm seine volle Stärke erst im Zusammenspiel mit einem iTunes-Store Account. Dieser ist mit einigen Tricks auch recht schnell angelegt. Vorallem Dinge wie Angabe der Kreditkartennummer hält so manchen User davon ab sich anzumelden. Paypal und alternative Bezahlsysteme sind beim anlegen eines deutschen Accounts leider nicht wählbar.

Aber es geht auch ohne! Hier eine schrittweise Anleitung für die Einrichtung eines iTunes-Accounts ohne Kreditkarte.

Dafür bedienen wir uns eines kleinen Kniffs. Öffnet euer iTunes und wählt den App-Store an! In der rechten Seitenleiste müsste es eine Auswahl kostenloser Apps geben. Sucht euch davon eine aus.



Jetzt fahrt fort wie wenn ihr die App runterladen wollt.



Nun öffnet sich das Anmeldefenster ihr klickt ihr auf neuen Account erstellen und lest euch die AGB’s durch gebt die geforderten Daten an (wichtig E-Mail muss zur Bestätigung abrufbar sein).



Jetzt müsstet ihr den Auschnitt mit der Auswahl der Bezahlmethode vor euch sehen. Doch diesmal steht in der Reihe die Möglichkeit “none” zur Verfügung. Anklicken, Rest ausfüllen und Mail bestätigen.



Viel Spass mit Genius und der Coverergänzung. Das ganze Funktioniert auch wenn ihr euch einen US-Account anlegen wollt (z.B. für das Einlösen von Promocodes). Dafür einfach unten rechts die Ländereinstellung ändern. Um Musik zu kaufen könnt ihr einfach die iTunes-Geschenkkarten im Fachhandel kaufen und so Guthaben auf euer Benutzerkonto transferieren.

Gitarrenlinks der Woche / Gewinnspiele, Webseitensong, und mehr

In der letzten Woche kamen bei mir fast richtige Frühlingsgefühle auf. Hier eine Ibanez da eine Taylor Gitarre und zwischendrinnen klingt meine Webseite noch halbwegs melodisch. Da hatte das gute Wetter es nicht schwer, mir eine ungedämpfte Fröhlichkeit zu verpassen.

Diese Woche habe ich einen kleinen Haufen Gewinnspiele für euch:

Ibanez & Joe Satriani
Ibanez scheint immoment auf dem Design-Trip gekommen zu sein. Erst mit Steve Vai einen JEM-Contest und jetzt mit einer weiteren Gitarrenlegende Joe Satriani. Wieder liegt es an euch eine Ibanez Gitarre zu designen. Nur diesmal ist das ganze auf den Gitarrenbody beschränkt. Der Gewinner erhält die selbst entworfene Ibanez Specialty Guitar, ein Vox Satchurator Pedal, ein Planet Waves Strap und die neue CD von Joe. Mehr Infos und einige Abgabe Richtlinien findet ihr hier. Dank geht an dieser Stelle an GuitarNoize.com, durch die ich auf diesen Contest gestoßen bin.

Taylor & Jason Mraz
Jason Mraz sucht Facebook Freunde! Daher verlost er unter allen seinen “Freunden” eine Original Taylor Gitarre. Mehr dazu gibts hier.

Gitarren Magazin Acustic Guitar
Acustic Guitar verlost eine 8 Saitige Taylor Bariton Gitarre im Wert von 3,998$. Um Teilzunehmen hab ihr die Optionen ein neues Abonnement anzunehmen, euer bereits vorhandenes zu verlängern oder nur einfach so mitzumachen. Ich frage mich ob das wohl die Gewinnchance verringert ….? Wie auch immer die Teilnahmefrist endet am 21 März! Genauere Spezifikationen findet ihr auf der Magazin Seite.

Webseite durch Töne ausrdücken
Ein lustiges Tool habe ich am Wochende auf SIN gefunden. Codeorgan.com wandelt eure Webseite in Töne. Ein cooles Spielzeug, auch wenn ich bisher noch keine wirklich überzeugende Melodie herausbekommen habe. Man könnte fast sagen dieser Blog klingt etwas eintönig ;-) . Probierst doch einmal aus.

iTab Gitarrenapp getestet
Wie versprochen habe ich die iTab Gitarrenapp getestet. Mein Resume nicht kaufen! Das ganze funktioniert zwar rudimentär, aber sowohl Übersetzung und Bedienbarkeit sind nicht ausgereift. Hier muss noch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden, bis diese App wirklichen fertig ist!
Äußerst störend empfand ich auch das unfertige Design, wobei das natürlich Geschmackssache ist.

Der Entwickler war dennoch so freundlich mir ein paar Promocodes zur Verfügung zu stellen. Ich stelle die mal hier rein, weil ich die nicht guten Gewissens verlosen möchte. Aber so könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Vielleich gefällt sie dem ein oder anderen ja besser. Wenn ja wäre es spannend eure Meinung dazu zu hören. Vielleicht honoriert ihr das gesparte Geld ja mit einem Backlink auf www.guitarguy.de ;-) ?

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Achtung für das Einlösen des Promocodes müsst ihr einen US-Itunes Account haben. Zumindest hat bei mir der deutsche nicht funktioniert. Nächste Woche gibts einen Artikel zu diesem Thema also weiterlesen. Wer jetzt immernoch nach nützlichen Apps für die Gitarre sucht, hier findet ihr die 7 besten iPhone App’s für die Gitarre.

Ich wünsche ein erholsames Wochende.

Interview / Die Wahrheit zum Musikbusiness

Dem Musikbusiness haftet eine gewisse Magie an. Sein Geld mit eigener Musik verdienen … wer träumt da nicht von? Doch manch einer merkt auf dem Weg nach oben, dass auch diese Welt die ein oder andere Macke hat. Ich habe dazu mit einem Künstler gesprochen, der das ganze durch recht nüchterne Augen betrachtet. Aus verschiedenen Gründen möchte er Incognito bleiben. Viel Spass beim lesen.

Kurze anonyme Vorstellung deinerseits?

Bei mir handelt es sich um einen Musiker, ehemals mit Plattenvertrag bei einem Major Label.

Du schreibst in deinem Blog, dass du die Karriere die sich andere wünschen „hattest“ ! Bereust du das du sie hinter dir gelassen hast?

Ich habe sie noch nicht ganz hinter mir gelassen, daher schreibe ich auch anonym. Mit dem Ende des Plattenvertrags endete zwar der große Hype, die Finanzierung von defizitären Touren und die Einladungen zu Echo-Partys. Aber glücklicherweise endeten auch die endlosen Versprechen, die nie gehalten wurden, die Diskussionen um chartfähige Musik, und es begann endlich eine realistischere Sicht auf die Branche und wie bzw. ob man mit Musik Erfolg haben kann.

Wie seid ihr/ bist du soweit gekommen was war euer Erfolgsrezept?

Da spielen viele Dinge eine Rolle. Wir machen Musik, die durchaus auch im Radio laufen kann. Wir haben vor dem Plattenvertrag viel live gespielt und uns auf eine gute Performance konzentriert. Wir kommen aus Berlin, wo sich die Musikbranche vorwiegend herumtreibt. Und wir haben uns auch selbst mit den Themen Vermarktung, Online-Präsenz und Image beschäftigt. Darüber hinaus denke ich, dass wir musikalisch halbwegs begabt sind. Man wurde einfach auf uns aufmerksam. (Wir haben zum Beispiel nie Demos verschickt.)

Wenn du das ganze nochmal von vorne durchleben könntest was würdest du anders machen?

Meine Erwartungen wären sicherlich deutlich kleiner. Die Branche spielt gezielt mit den Hoffnungen und Träumen der Künstler. Wenn man sich dem hingibt und all das glaubt, was einem erzählt wird, wird man die meiste Zeit nur mit Enttäuschungen konfrontiert sein. Das wird sich auf die Kunst nicht positiv auswirken. Mit diesem Wissen im Hinterkopf würde ich auch anders an die Sache herangehen: Der Plattenvertrag wäre dann nur der Plan B. Wenn er funktioniert und man durch die Plattenfirma bekannt wird, ist ja alles gut. Aber Plan A wäre immer noch, selbst an seinem Erfolg zu arbeiten und auf niemanden zu warten. Die Verträge müssten einem natürlich diese Freiheit einräumen. Der Anwalt müsste gute Arbeit leisten.

Deine Meinung von den Plattenlabeln ist nicht die positivste wie kommt das?

Außer der Tatsache, dass die Labels die Entwicklung der Musikbranche verschlafen haben, werfe ich ihnen eigentlich nichts vor. Ein Label hat auch nur ein eigenes Interesse – das Verkaufen von Musik – und danach handelt es. Dass der Künstler da eher eine minimale Rolle spielt, musste ich erst lernen. Enttäuscht bin ich eher von der Arbeitsweise der Menschen in dieser Branche. Die fehlende Rücksicht auf andere, die Oberflächlichkeit, die allgegenwärtige Unzuverlässigkeit und die hohe Bereitschaft schlichtweg zu lügen habe ich in dieser Form kaum in einer anderen Branche gesehen.

Sollte eine Band sich überhaupt um einen Plattenvertrag bemühen oder ist man besser ohne dran?

Die Antwort auf diese Frage fällt heute sicherlich anders aus als noch vor zehn Jahren. Mit Sicherheit würde ich nicht empfehlen, dass eine Band als höchstes Ziel den Plattenvertrag haben sollte. Damit verschwendet man viel Zeit, in der man Fans akquirieren, tolle Songs schreiben und sich selbst vermarkten könnte. Wenn der Plattenvertrag dann da ist, ist auch noch nichts geschehen, auf das man stolz sein könnte. Denn er ist sicherlich keine Garantie, dass irgendetwas Großartiges passiert. Aber die Frage ist doch eher: Nehmen die Labels denn noch Bands unter Vertrag, die es dann zu etwas bringen? Aus meiner Sicht ist die Mühe um einen Plattenvertrag in Deutschland heutzutage vergebens.

Worauf sollte man dabei besonders achten?

Will man es trotzdem versuchen, sollte man die Sicht eines Labels im Hinterkopf behalten. A: Die Leute dort haben jeden Tag massenweise mit unbekannten Künstlern zu tun und B: Ein Major Label will so viel wie möglich verkaufen, ist also hauptsächlich am Mainstream interessiert. (Mit Sparten wie Jazz oder Klassik kenne ich mich kaum aus.) Das bedeutet, man muss eine gute Mischung finden aufzufallen und dennoch massentaugliche Musik zu machen. Beides ist sehr schwierig, und beides zusammen noch schwieriger. Manche Bands kommen über ihr Netzwerk an den Vertrag, etwa ein Manager oder Produzent mit guten Kontakten. Nur äußerst selten führt eine eingesandte Demo-CD zu einem Vertrag. Bei uns war es anders: Wir haben viel live gespielt und die Industrie zu uns kommen lassen. Das ging für uns auf. Wenn man das macht und man nie angesprochen wird, dann stimmt etwas am Produkt nicht.

Was waren denn für dich die guten Seiten am Leben eines erfolgreichen Musikers?

Die großen Live-Konzerte, das Leben auf Tour (bis zu einem gewissen Grad), die Zuschriften der Fans, die Groupies. ;-) Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir kommerziell nicht so erfolgreich waren wie es sich das Label wünschte. Sehr viele Deutsche kennen uns nicht. Deswegen wollte das Label auch kein zweites Album mehr machen. Die Zeiten, als man noch mehrere Alben lang in einen Künstler investierte, sind lange vorbei. (Und dabei wurde Grönemeyer erst mit seinem fünften Album erfolgreich, Rosenstolz erst mit ihrem sechsten!)

Sind die Partys wirklich so gut ;-) ?

Die Partys in der Branche sind je nach Laune ok bis furchtbar. Es gibt viel Alkohol umsonst, aber der Rest ist „sehen-und-gesehen-werden“. „Was machst Du so?“ „Wie läuft’s bei Euch?“ Derselbe Smalltalk wieder und wieder. Ich persönlich hatte mehr Spaß mit meiner Band beim Abhängen im Hotel nach dem Konzert.

Wieso sind deiner Meinung nach so viele Musiker Blender oder hart ausgedrückt Lügner und Schaumschläger?

Ich habe nur wenig Musiker getroffen, die so sind. Unter den Musikern herrscht aus meiner Sicht immer das beste Verhältnis. Wir sind Kollegen. Probleme gab es fast ausschließlich mit den Nicht-Musikern der Industrie. Der A&R-Manager, der Marketing-Chef, der Bandmanager, der Booker etc. Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Das Ziel dieser Leute ist es, unter all den Künstlern denjenigen zu finden, der ihnen am meisten Geld macht. Und wenn sie ihn gefunden haben, alles dafür zu tun, dass die Welt für ihre Kunst zahlt. Man muss dafür schon ein übergroßes Image aufbauen und notfalls auch lügen, wenn es sein muss. Und am besten glaubt der Musiker auch selbst an dieses Image, damit er es nach außen hin vertritt. Für „normale“ Menschen ist da kaum Platz, das will keiner. Darüber hinaus scheint sich diese Verhaltensweise auf andere zu übertragen. Ich kenne Musiker, die selbst unter den Lügen litten, die dann aber selbst damit anfingen, als sie die Seite gewechselt hatten und etwa Produzent oder Label-Mitarbeiter wurden. Und drittens spielt sicherlich auch die Gier nach Anerkennung, Ruhm und Geld eine Rolle. Ich habe schlimme Streits miterlebt wegen 100 Euro. Das hätte es in keiner anderen Industrie gegeben.

Du machst dir auf deinem Blog auch Gedanken über die Entwicklung des Musikbusiness. Wo siehst du das Musikgeschäft in 5 Jahren in Zeiten von Filesharing und Onlinestores?

Definitiv mehr in der Hand der Künstler. Alles, was früher nur ein Label konnte, steht jetzt jedem zur Verfügung. Das reicht von der Produktion über die Distribution bis zum Musikvideo. Wer kreativ ist und sich mit diesen Medien beschäftigt, wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer bekommen. Das wird woanders stattfinden. Nicht auf MTV, nicht auf SWR3. Sondern auf YouTube, Facebook (oder dem angesagten Medium in 5 Jahren) und auf den kleinen Bühnen Deutschlands. Das bedeutet auch, dass die erfolgreichen von uns nur in Nischen bekannt sein werden. Es wird definitiv schwieriger sein, von Musik zu leben in Deutschland.

Was willst du jungen Musikern abschließend mit auf ihren augenscheinlich steinigen Weg geben?

Die Zeiten des großen Ruhms durch den Major Label Vertrag sind definitiv vorbei. Je früher das ein Künstler erkennt, desto mehr Chancen hat er durch seine eigene Arbeit erfolgreich zu werden. Wichtig ist aber immer noch das Produkt: die Musik und das öffentliche Auftreten (Image, Konzerte, Internet, Videos, Interviews etc.). Musiker sollten sich vorwiegend um diese Dinge kümmern und dabei den Zuhörer im Kopf behalten, denn für ihn machen sie die Musik. Wer dann mit den Entwicklungen der Medien standhält, hat gute Chancen sich ein treues Publikum zu erspielen.

Weitere interessante Sichtweisen und Gedankengänge zum Musikbusiness findet ihr auf seinem Blog schaut doch einmal vorbei.

Rock the Biz der Dokumentarfilm ueber das Alternative Musikbusiness

Normalerweise gehöre ich nicht in die Reihe der begeisterten Doku-Konsumenten, doch um Filme zum Musikbusiness komme ich einfach nicht herum. Daher war ich auch sehr freudig angetan als ich auf delamar.de, auf den gerade frisch fertiggestellten Film Rock the Biz gestoßen bin.

Medienredakteur Marc Weissenberger hat geschlagene 2 Jahre für dieses Werk aufgebracht. Der Fakt das jemand soviel Zeit in etwas investiert hat mich noch neugieriger gemacht!

Herausgekommen ist ein wirklich informativer und vorallem sehenswerter Film, der sowohl Musikern als auch Musikbegeisterten interessante Inhalte vermittelt.
Ein Werk das jungen Künstlern neue Wege aufzeigt die im Musikgeschäft beschritten werden können. In 105 Minuten bekommt der Zuschauer viele Hintergrundinformationen und anregende Ideen vermittelt.

Der Film ist strukturiert in 11 Kapitel die jeweils einzeln abrufbar sind und auf der Seite kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen.

1. Die Musik-Krise
2. Indie VS. Major
3. Selbstvermarktung
4. Neue Medien
5. Copyright und Musik Download
6. GEMA
7. Zukunft der CD
8. Livegigs
9. Einkommen
10 Zukunft der Musik
11. Tipps & Tricks

Hier ist der Link zur Kapitelübersicht: Rock the biz

Fazit:
Mir hat der Film sehr gut gefallen, denn er spricht vieles an über das ich selbst schon einige Zeit gegrübelt habe! Nehmt euch die 105 Minuten und macht euch selbst ein Bild. Aufgrund des großen Andrangs scheint die Seite momentan etwas zu lahmen, daher würde ich euch raten den Film morgens herunterzuladen und dann auf eurem Rechner anzuschauen. Nichts ist blöder als Wartezeiten wenn man wissen will wie es weitergeht ;-) .

Song der Woche / Rylynn

Ich denke Andy Mckee wird den meisten Gitarristen ein Begriff sein. Dieser beeindruckenden Künstler ist ein wahres Genie an der Gitarre. Bekannt wurde er mit seinen Youtube-Videos und zeigt damit vorbildlich, wie man das Internet als Künstler nutzen kann. Eines der am höchsten gevoteten Videos bei Youtube überhaupt ist der Song Rylynn. Wer mal eine richtige Herausforderung möchte der soll sich doch einmal hieran versuchen:




Künstler: Andy McKee
Schwierigkeitsgrad: Profi
Übungsbereiche: Fingerpicking, schnelle Griffwechsel, Rhythmus, Anschlag
Tabs und Noten: Rylynn Tabs

Nicht verzweiflen der Song ist wirklich schwer. Achja das teilweise abklemmen funktioniert mit manchen Capos nicht!

Gitarre spielen und gleichzeitig singen / Wie geht das?

Vielen Gitarrenanfängern macht das Singen während des Gitarre spielens sehr große Probleme. Da sind unterschiedliche Melodien, verschiedene Rhythmen, eben zwei sachen gleichzeitig! Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu diesem Problem gemacht und einige Tipps für euch zusammengetragen.

Schritt 1: Grundlagen beherrschen:
Bevor ihr zum Singen übergeht, solltet ihr zumindest die grundlegenden Dinge an der Gitarre beherrschen. Dazu gehören Akkordwechsel und Anschlagstechniken. Wenn ihr die noch nicht könnt, dann macht es relativ wenig Sinn sich um den Gesang zu kümmern.

Schritt 2: Der Text
Nun solltet ihr euch um ausreichende Textkenntnis bemühen. Sucht euch einfach die Lyrics zu eurem gewünschten Lied und lernt sie am besten auswendig. Das Lied nebenbei anzuhören, mitzusingen oder mitzusprechen kann den ganzen Prozess beschleunigen.

Schritt 3: Das Gitarrenspiel
So ihr habt die Grundlagen drauf, jetzt solltet ihr einen Schritt weiter gehen. Analysiert die Anschlagtechnik und Griffolge ( hier eine Beschreibung wie ihr Tabs, Griffe etc. finden könnt ). Dann heißt es Üben, Üben und Üben. Denn das Stück sollte wirklich sitzen! Interessante Methoden euer können zu testen wären:

- Licht AUS! So könnt ihr prüfen wie sehr ihr noch aufs Griffbrett schauen müsst. Gehts nicht im dunkeln dann denkt ihr noch zuviel beim Gitarre spielen.

- Fernseh schauen! Fernseher an und nebenbei das Lied klimpern. (aber macht das Licht ruhig wieder an ;-) ) Der TV ist ein enormer Aufmerksamkeitsfänger, durch diesen Trick könnt ihr euch genügend ablenken und konzentriert euch nicht auf euer Gitarrenspiel!

Schritt 3: Gitarre spielen und Singen
Jetzt bringst du beides zusammen. Im Regelfall braucht es hier ein paar Anläufe, aber auch hier kann es helfen das Stück zwischendurch (nicht nebnbei!) immer mal wieder zu hören. Dadurch erhaltet ihr wieder das Feeling für den Song. Ein Metronom kann euch ebenfalls unterstützen, wenn ihr ein Stück mit sehr schwerem Rythmus vor euch habt. Wenn du Text und Gitarre richtig beherrschst dann müsste dieser Schritt nach einer kurzen Übungsphase bald abgarbeitet sein!

Ist das immer soviel Arbeit?
Nein denn irgendwann (wann unterscheidet sich von Musiker zu Musiker) stellt sich ein Lerneffekt ein. Du entwickest ein Gefühl dafür wie Gitarrenanschlag und Gesang aufeinander abgestimmt sind. Ähnlich wie ein Schlagzeuger lernst du mehrere Dinge unabhängig voneinander zu zu tun. Das fällt vielen Anfangs recht schwer daher die ganzen Probleme. Natürlich werdet ihr auch später noch über den ein oder anderen Song stolpern der nicht auf Anhieb klappt, aber wenn ihr dann wieder die Schritte abarbeitet ist auch diese Hürde zu nehmen.

Einen Coolen Song den ich Anfängern gerne ans Herz lege, wenn sie das Singen beim Gitarrspielen lernen wollen ist Wonderwall von Oasis. Einfacher Gesang, den meisten Bekannt, keine schwere Gitarre und eingängige Melodie!