Interview / Die Wahrheit zum Musikbusiness

Dem Musikbusiness haftet eine gewisse Magie an. Sein Geld mit eigener Musik verdienen … wer träumt da nicht von? Doch manch einer merkt auf dem Weg nach oben, dass auch diese Welt die ein oder andere Macke hat. Ich habe dazu mit einem Künstler gesprochen, der das ganze durch recht nüchterne Augen betrachtet. Aus verschiedenen Gründen möchte er Incognito bleiben. Viel Spass beim lesen.

Kurze anonyme Vorstellung deinerseits?

Bei mir handelt es sich um einen Musiker, ehemals mit Plattenvertrag bei einem Major Label.

Du schreibst in deinem Blog, dass du die Karriere die sich andere wünschen „hattest“ ! Bereust du das du sie hinter dir gelassen hast?

Ich habe sie noch nicht ganz hinter mir gelassen, daher schreibe ich auch anonym. Mit dem Ende des Plattenvertrags endete zwar der große Hype, die Finanzierung von defizitären Touren und die Einladungen zu Echo-Partys. Aber glücklicherweise endeten auch die endlosen Versprechen, die nie gehalten wurden, die Diskussionen um chartfähige Musik, und es begann endlich eine realistischere Sicht auf die Branche und wie bzw. ob man mit Musik Erfolg haben kann.

Wie seid ihr/ bist du soweit gekommen was war euer Erfolgsrezept?

Da spielen viele Dinge eine Rolle. Wir machen Musik, die durchaus auch im Radio laufen kann. Wir haben vor dem Plattenvertrag viel live gespielt und uns auf eine gute Performance konzentriert. Wir kommen aus Berlin, wo sich die Musikbranche vorwiegend herumtreibt. Und wir haben uns auch selbst mit den Themen Vermarktung, Online-Präsenz und Image beschäftigt. Darüber hinaus denke ich, dass wir musikalisch halbwegs begabt sind. Man wurde einfach auf uns aufmerksam. (Wir haben zum Beispiel nie Demos verschickt.)

Wenn du das ganze nochmal von vorne durchleben könntest was würdest du anders machen?

Meine Erwartungen wären sicherlich deutlich kleiner. Die Branche spielt gezielt mit den Hoffnungen und Träumen der Künstler. Wenn man sich dem hingibt und all das glaubt, was einem erzählt wird, wird man die meiste Zeit nur mit Enttäuschungen konfrontiert sein. Das wird sich auf die Kunst nicht positiv auswirken. Mit diesem Wissen im Hinterkopf würde ich auch anders an die Sache herangehen: Der Plattenvertrag wäre dann nur der Plan B. Wenn er funktioniert und man durch die Plattenfirma bekannt wird, ist ja alles gut. Aber Plan A wäre immer noch, selbst an seinem Erfolg zu arbeiten und auf niemanden zu warten. Die Verträge müssten einem natürlich diese Freiheit einräumen. Der Anwalt müsste gute Arbeit leisten.

Deine Meinung von den Plattenlabeln ist nicht die positivste wie kommt das?

Außer der Tatsache, dass die Labels die Entwicklung der Musikbranche verschlafen haben, werfe ich ihnen eigentlich nichts vor. Ein Label hat auch nur ein eigenes Interesse – das Verkaufen von Musik – und danach handelt es. Dass der Künstler da eher eine minimale Rolle spielt, musste ich erst lernen. Enttäuscht bin ich eher von der Arbeitsweise der Menschen in dieser Branche. Die fehlende Rücksicht auf andere, die Oberflächlichkeit, die allgegenwärtige Unzuverlässigkeit und die hohe Bereitschaft schlichtweg zu lügen habe ich in dieser Form kaum in einer anderen Branche gesehen.

Sollte eine Band sich überhaupt um einen Plattenvertrag bemühen oder ist man besser ohne dran?

Die Antwort auf diese Frage fällt heute sicherlich anders aus als noch vor zehn Jahren. Mit Sicherheit würde ich nicht empfehlen, dass eine Band als höchstes Ziel den Plattenvertrag haben sollte. Damit verschwendet man viel Zeit, in der man Fans akquirieren, tolle Songs schreiben und sich selbst vermarkten könnte. Wenn der Plattenvertrag dann da ist, ist auch noch nichts geschehen, auf das man stolz sein könnte. Denn er ist sicherlich keine Garantie, dass irgendetwas Großartiges passiert. Aber die Frage ist doch eher: Nehmen die Labels denn noch Bands unter Vertrag, die es dann zu etwas bringen? Aus meiner Sicht ist die Mühe um einen Plattenvertrag in Deutschland heutzutage vergebens.

Worauf sollte man dabei besonders achten?

Will man es trotzdem versuchen, sollte man die Sicht eines Labels im Hinterkopf behalten. A: Die Leute dort haben jeden Tag massenweise mit unbekannten Künstlern zu tun und B: Ein Major Label will so viel wie möglich verkaufen, ist also hauptsächlich am Mainstream interessiert. (Mit Sparten wie Jazz oder Klassik kenne ich mich kaum aus.) Das bedeutet, man muss eine gute Mischung finden aufzufallen und dennoch massentaugliche Musik zu machen. Beides ist sehr schwierig, und beides zusammen noch schwieriger. Manche Bands kommen über ihr Netzwerk an den Vertrag, etwa ein Manager oder Produzent mit guten Kontakten. Nur äußerst selten führt eine eingesandte Demo-CD zu einem Vertrag. Bei uns war es anders: Wir haben viel live gespielt und die Industrie zu uns kommen lassen. Das ging für uns auf. Wenn man das macht und man nie angesprochen wird, dann stimmt etwas am Produkt nicht.

Was waren denn für dich die guten Seiten am Leben eines erfolgreichen Musikers?

Die großen Live-Konzerte, das Leben auf Tour (bis zu einem gewissen Grad), die Zuschriften der Fans, die Groupies. ;-) Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir kommerziell nicht so erfolgreich waren wie es sich das Label wünschte. Sehr viele Deutsche kennen uns nicht. Deswegen wollte das Label auch kein zweites Album mehr machen. Die Zeiten, als man noch mehrere Alben lang in einen Künstler investierte, sind lange vorbei. (Und dabei wurde Grönemeyer erst mit seinem fünften Album erfolgreich, Rosenstolz erst mit ihrem sechsten!)

Sind die Partys wirklich so gut ;-) ?

Die Partys in der Branche sind je nach Laune ok bis furchtbar. Es gibt viel Alkohol umsonst, aber der Rest ist „sehen-und-gesehen-werden“. „Was machst Du so?“ „Wie läuft’s bei Euch?“ Derselbe Smalltalk wieder und wieder. Ich persönlich hatte mehr Spaß mit meiner Band beim Abhängen im Hotel nach dem Konzert.

Wieso sind deiner Meinung nach so viele Musiker Blender oder hart ausgedrückt Lügner und Schaumschläger?

Ich habe nur wenig Musiker getroffen, die so sind. Unter den Musikern herrscht aus meiner Sicht immer das beste Verhältnis. Wir sind Kollegen. Probleme gab es fast ausschließlich mit den Nicht-Musikern der Industrie. Der A&R-Manager, der Marketing-Chef, der Bandmanager, der Booker etc. Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Das Ziel dieser Leute ist es, unter all den Künstlern denjenigen zu finden, der ihnen am meisten Geld macht. Und wenn sie ihn gefunden haben, alles dafür zu tun, dass die Welt für ihre Kunst zahlt. Man muss dafür schon ein übergroßes Image aufbauen und notfalls auch lügen, wenn es sein muss. Und am besten glaubt der Musiker auch selbst an dieses Image, damit er es nach außen hin vertritt. Für „normale“ Menschen ist da kaum Platz, das will keiner. Darüber hinaus scheint sich diese Verhaltensweise auf andere zu übertragen. Ich kenne Musiker, die selbst unter den Lügen litten, die dann aber selbst damit anfingen, als sie die Seite gewechselt hatten und etwa Produzent oder Label-Mitarbeiter wurden. Und drittens spielt sicherlich auch die Gier nach Anerkennung, Ruhm und Geld eine Rolle. Ich habe schlimme Streits miterlebt wegen 100 Euro. Das hätte es in keiner anderen Industrie gegeben.

Du machst dir auf deinem Blog auch Gedanken über die Entwicklung des Musikbusiness. Wo siehst du das Musikgeschäft in 5 Jahren in Zeiten von Filesharing und Onlinestores?

Definitiv mehr in der Hand der Künstler. Alles, was früher nur ein Label konnte, steht jetzt jedem zur Verfügung. Das reicht von der Produktion über die Distribution bis zum Musikvideo. Wer kreativ ist und sich mit diesen Medien beschäftigt, wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer bekommen. Das wird woanders stattfinden. Nicht auf MTV, nicht auf SWR3. Sondern auf YouTube, Facebook (oder dem angesagten Medium in 5 Jahren) und auf den kleinen Bühnen Deutschlands. Das bedeutet auch, dass die erfolgreichen von uns nur in Nischen bekannt sein werden. Es wird definitiv schwieriger sein, von Musik zu leben in Deutschland.

Was willst du jungen Musikern abschließend mit auf ihren augenscheinlich steinigen Weg geben?

Die Zeiten des großen Ruhms durch den Major Label Vertrag sind definitiv vorbei. Je früher das ein Künstler erkennt, desto mehr Chancen hat er durch seine eigene Arbeit erfolgreich zu werden. Wichtig ist aber immer noch das Produkt: die Musik und das öffentliche Auftreten (Image, Konzerte, Internet, Videos, Interviews etc.). Musiker sollten sich vorwiegend um diese Dinge kümmern und dabei den Zuhörer im Kopf behalten, denn für ihn machen sie die Musik. Wer dann mit den Entwicklungen der Medien standhält, hat gute Chancen sich ein treues Publikum zu erspielen.

Weitere interessante Sichtweisen und Gedankengänge zum Musikbusiness findet ihr auf seinem Blog schaut doch einmal vorbei.

Rock the Biz der Dokumentarfilm ueber das Alternative Musikbusiness

Normalerweise gehöre ich nicht in die Reihe der begeisterten Doku-Konsumenten, doch um Filme zum Musikbusiness komme ich einfach nicht herum. Daher war ich auch sehr freudig angetan als ich auf delamar.de, auf den gerade frisch fertiggestellten Film Rock the Biz gestoßen bin.

Medienredakteur Marc Weissenberger hat geschlagene 2 Jahre für dieses Werk aufgebracht. Der Fakt das jemand soviel Zeit in etwas investiert hat mich noch neugieriger gemacht!

Herausgekommen ist ein wirklich informativer und vorallem sehenswerter Film, der sowohl Musikern als auch Musikbegeisterten interessante Inhalte vermittelt.
Ein Werk das jungen Künstlern neue Wege aufzeigt die im Musikgeschäft beschritten werden können. In 105 Minuten bekommt der Zuschauer viele Hintergrundinformationen und anregende Ideen vermittelt.

Der Film ist strukturiert in 11 Kapitel die jeweils einzeln abrufbar sind und auf der Seite kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen.

1. Die Musik-Krise
2. Indie VS. Major
3. Selbstvermarktung
4. Neue Medien
5. Copyright und Musik Download
6. GEMA
7. Zukunft der CD
8. Livegigs
9. Einkommen
10 Zukunft der Musik
11. Tipps & Tricks

Hier ist der Link zur Kapitelübersicht: Rock the biz

Fazit:
Mir hat der Film sehr gut gefallen, denn er spricht vieles an über das ich selbst schon einige Zeit gegrübelt habe! Nehmt euch die 105 Minuten und macht euch selbst ein Bild. Aufgrund des großen Andrangs scheint die Seite momentan etwas zu lahmen, daher würde ich euch raten den Film morgens herunterzuladen und dann auf eurem Rechner anzuschauen. Nichts ist blöder als Wartezeiten wenn man wissen will wie es weitergeht ;-) .

Song der Woche / Rylynn

Ich denke Andy Mckee wird den meisten Gitarristen ein Begriff sein. Dieser beeindruckenden Künstler ist ein wahres Genie an der Gitarre. Bekannt wurde er mit seinen Youtube-Videos und zeigt damit vorbildlich, wie man das Internet als Künstler nutzen kann. Eines der am höchsten gevoteten Videos bei Youtube überhaupt ist der Song Rylynn. Wer mal eine richtige Herausforderung möchte der soll sich doch einmal hieran versuchen:




Künstler: Andy McKee
Schwierigkeitsgrad: Profi
Übungsbereiche: Fingerpicking, schnelle Griffwechsel, Rhythmus, Anschlag
Tabs und Noten: Rylynn Tabs

Nicht verzweiflen der Song ist wirklich schwer. Achja das teilweise abklemmen funktioniert mit manchen Capos nicht!

Gitarre spielen und gleichzeitig singen / Wie geht das?

Vielen Gitarrenanfängern macht das Singen während des Gitarre spielens sehr große Probleme. Da sind unterschiedliche Melodien, verschiedene Rhythmen, eben zwei sachen gleichzeitig! Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu diesem Problem gemacht und einige Tipps für euch zusammengetragen.

Schritt 1: Grundlagen beherrschen:
Bevor ihr zum Singen übergeht, solltet ihr zumindest die grundlegenden Dinge an der Gitarre beherrschen. Dazu gehören Akkordwechsel und Anschlagstechniken. Wenn ihr die noch nicht könnt, dann macht es relativ wenig Sinn sich um den Gesang zu kümmern.

Schritt 2: Der Text
Nun solltet ihr euch um ausreichende Textkenntnis bemühen. Sucht euch einfach die Lyrics zu eurem gewünschten Lied und lernt sie am besten auswendig. Das Lied nebenbei anzuhören, mitzusingen oder mitzusprechen kann den ganzen Prozess beschleunigen.

Schritt 3: Das Gitarrenspiel
So ihr habt die Grundlagen drauf, jetzt solltet ihr einen Schritt weiter gehen. Analysiert die Anschlagtechnik und Griffolge ( hier eine Beschreibung wie ihr Tabs, Griffe etc. finden könnt ). Dann heißt es Üben, Üben und Üben. Denn das Stück sollte wirklich sitzen! Interessante Methoden euer können zu testen wären:

- Licht AUS! So könnt ihr prüfen wie sehr ihr noch aufs Griffbrett schauen müsst. Gehts nicht im dunkeln dann denkt ihr noch zuviel beim Gitarre spielen.

- Fernseh schauen! Fernseher an und nebenbei das Lied klimpern. (aber macht das Licht ruhig wieder an ;-) ) Der TV ist ein enormer Aufmerksamkeitsfänger, durch diesen Trick könnt ihr euch genügend ablenken und konzentriert euch nicht auf euer Gitarrenspiel!

Schritt 3: Gitarre spielen und Singen
Jetzt bringst du beides zusammen. Im Regelfall braucht es hier ein paar Anläufe, aber auch hier kann es helfen das Stück zwischendurch (nicht nebnbei!) immer mal wieder zu hören. Dadurch erhaltet ihr wieder das Feeling für den Song. Ein Metronom kann euch ebenfalls unterstützen, wenn ihr ein Stück mit sehr schwerem Rythmus vor euch habt. Wenn du Text und Gitarre richtig beherrschst dann müsste dieser Schritt nach einer kurzen Übungsphase bald abgarbeitet sein!

Ist das immer soviel Arbeit?
Nein denn irgendwann (wann unterscheidet sich von Musiker zu Musiker) stellt sich ein Lerneffekt ein. Du entwickest ein Gefühl dafür wie Gitarrenanschlag und Gesang aufeinander abgestimmt sind. Ähnlich wie ein Schlagzeuger lernst du mehrere Dinge unabhängig voneinander zu zu tun. Das fällt vielen Anfangs recht schwer daher die ganzen Probleme. Natürlich werdet ihr auch später noch über den ein oder anderen Song stolpern der nicht auf Anhieb klappt, aber wenn ihr dann wieder die Schritte abarbeitet ist auch diese Hürde zu nehmen.

Einen Coolen Song den ich Anfängern gerne ans Herz lege, wenn sie das Singen beim Gitarrspielen lernen wollen ist Wonderwall von Oasis. Einfacher Gesang, den meisten Bekannt, keine schwere Gitarre und eingängige Melodie!

Gitarrenlinks der Woche / X-Tube Gadget, Musikmesse Gewinnspiel, Interview und mehr

So es ist mal wieder Wochenende und die Links der Woche stehen an. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einige davon nur zu twittern! Aber gut es gibt ja noch ein paar Wochen in diesem Jahr. Zum Einstieg habe ich erstmal ein weiteres Gadget für euch:

Die X-TUBE:

Dabei handelt es sich um einen japanischen USB Röhrenverstärker, der jedem Rechner DTS Sound verleihen kann. Die Röhre kommt leuchtet in schicken Blau und bietet den Nutzer die Möglichkeit zwischen Audio- und Filmsound zu wählen. Auf der Produktseite (Google Translate) wird ein wenig über die Output-Daten verraten (16Bit 16KHz/32KHz/48KHz, THD + N-73dB, SNR 85dB).

Zudem besitzt das gute Stück noch einen Kopfhörer und Mikrofon Anschluss und ist für umgerechnet 33 Euro (leider bisher nur in Japan) zu kaufen. Allerdings bin ich noch skeptisch ob es sich dabei wirklich um eine Röhre handelt, oder ob da einfach nur eine Soundkarte in Plastik verpackt wurde.

Wer also auf den Röhrensound auch unterwegs nicht verzichten kann, das hier scheint eine Lösung. Gefunden habe ich das ganze auf BasicThinking.

KVR der einjährige Giveaway
KVR veranstaltet anlässlich seines 10 jährigen Jubiläums einen einjährigen Giveaway-Maraton. Alles was ihr tun müsst ist eine kurze Umfrage ausfüllen und schon seid ihr im Pott. Zu gewinnen gibt es hauptsächlich Softwarepakete von namenhaften Herstellern.

Unter anderem Native Instruments (Guitarrig) oder Toonrack (Superior drummer) und noch vielen weiteren. Ich vermute mal der Gesamtwert der verlosten Pakete beläuft sich auf 4000-5000 Euro. Eine wirklich stattliche Aktion! Zur Umfrage geht es hier.

Interview mit Andy Timmons
Michael von Stringworks hat ein Interview mit Andy Timmons gemacht (ich frage mich wie er immer an solche Künstler kommt) wirklich interessant was der Gute so zu erzählen hat. Leider sieht es so aus als kommt er in nächster Zeit wohl nicht nach Europa.

Musikmesse Tickets gewinnen
Diese Messe ist für mich eines der coolsten Events im Jahr. Es ist immer wieder lustig zu sehen was passiert, wenn man eine Horde Musiker auf eine riesge Auswahl von Instrumenten loslässt … Lärm richtig! Aber auch Informationsaustausch! Man lernt interessante Leute kennen, kann seine Traumgitarre mal in den Händen halten, trifft auf bekannte Stars und Künstler und kommt sich einen Tag einfach nur vor wie Alice in einem sehr LAUTEN Wunderland ;-) .

Wer sich dieses Event nicht entgehen lassen will: Die Musikerplattform Bonedo verlost m Rahmen ihres Podcasts 10 Messetickets. In kurz: Podcast anhören – Frage beantworten – Gewinnen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ich wünsche euch allen ein erholsames und gitarrenreiches Wochende.

Song der Woche / Sunshine of your Love

Mitten im allwöchentlichen Wahnsinn findet man immer wieder durch Zufall neue/alte Schmuckstücke, so sprang meine Genius Playlist von den Hives auf Cream und bescherte mir mal wieder einen Ohrwurm der sich gewaschen hat. Der Song geschrieben von Jack Bruce, Pete Brown und Mr. Slowhand wurde im Dezember 1967 veröffentlicht. Ich habe euch mal eine Akustik Version des Songs herausgesucht:


Künstler: Cream (Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker)
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Übungsbereiche: Anschlag, Singen & Spielen, Solopart
Tabs und Noten: Sunshine of your love Tab

Schaut euch vorallem das Solo mal an (ist in dem Video nicht enthalten) Clapton ist wirklich genial. Viel Spass beim Rocken!

Buchreview: Bandologie / Nils Kolonko

Fast jeder Musiker hat schon einmal davon geträumt mit seiner Musik erfolgreich zu werden. Doch wie wird man erfolgreich? Nils Kolonko ehemaliger Mitarbeiter einer Plattenfirma hat seine Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema in ein Buch gefasst, dass ich euch heute einmal vorstellen möchte.

Inhalt:
In dieser “Bandologie” beleuchtet der Autor auf 319 Seiten die grundlegenden Aspekte des Bandaufbaus bzw. des Musikbusiness. Dabei unterteilt er die Inhalte in folgende 10 Hauptkapitel:

1. Grundlegende Fragen des erfolgsuchenden Musikers
Wie kann ich mit Musik Geld verdienen und rentiert sich das überhaupt? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Grundsatzfragen wird der Leser an das Thema herangeführt.

2. Wie man seine eigene Zukunft besser bestimmen kann: Die Geschichte der Musikindustrie
Ein kurzer Abriss über die Entwicklung der Musikindustrie von der Zeit vor dem Rock ‘n’ Roll, bis zu dem Hier und Jetzt das wir alle kennen.

3. So wird eure Band erfolgreich – die fünf Erfolgsfaktoren einer Band
Hier geht es schon ans Eingemachte. Mittels der 5 Punkte “Das beste Team gewinnt” , “Qualität” , “Passende Inhalte”, “Massenwirkung” und “Kontinuität” erhält der Leser die wichtigsten Punkte für musikalischen Erfolg an die Hand. Schön sind dabei die angeführten durchaus aktuellen Beispiele, anhand derer jeder Teilbereich nochmal unterstrichen wird. Als Resume aus diesem Kapitel nimmt man mit, dass Erfolg nur durch eine gute Mischung all dieser Bereiche erreicht werden kann.

4. Wie man vom Musiker zum musikalischen Unternehmer wird
Mit Teilüberschriften wie “Wirkung zählt, nicht Leistung” dreht sich dieser Abschnitt hauptsächlich um Wirkungsoptimierung und unternehmerische Grundlagen. Geld verdienen ist Arbeit auch im Musikbusiness und um den größtmöglichen Nutzen aus seiner Arbeit zu ziehen, muss man sich natürlich Gedanken über deren Auswirkungen machen.

5. Menschliche Hürden in Bands – und wie man sie meistert
Um auch einen reibungslosen Ablauf im inneren eurer Musikunternehmung zu gewährleisten, werden hier mögliche Problembereiche angesprochen und dafür passende Optionen vorgeschlagen. Die Entscheidung nimmt euch das Buch aber nicht ab ;-) .

6. Die wichtigesten Tipps für Bandgründer
In Frage-Antwort Abschnitten bekommt man Tipps von der Suche nach einem Proberaum, bis hin zu der Gesangsstimme. Auf ein paar Antworten aus diesem Kapitel wäre man im Regelfall, durch logisches Nachdenken auch selber gekommen und der Mehrwert von Abschnitten wie “Muss ich Whiskey saufen für eine Rock-/ Metal-Stimme?” entzieht sich mir leider. :shock:

7. Lautstärke und Ohren
Ein wichtiges Kapitel für jeden Musiker und Musikliebhaber mit Infos rund um die Ohren und den Gehörschutz. Sehr positiv das auch dies nicht außer acht gelassen wird.

8. Rechtliches für Bands
GEMA, GVL, Ideenklau und was einem jungen Musiker noch so alles im Kopf rumgeistert werden hier schön anschaulich beleuchtet.

9. Live Auftritte
Das A und O jeder Band die bekannt werden will! Als Lehre aus diesem Kapitel würde ich ziehen, dass nichts unmöglich ist … man muss sich nur darum kümmern!

10. Plattenverträge
Ein Thema das Nils durch seine Arbeits-Erfahrungen bei einem Musiklabel auch sehr gut behandelt. Kein Schritt 1-100 HowTo aber dennoch mit wichtigen Denkanstößen.

Praktische Infos für Musiker und Bands?
Nun das Buch gibt einen weiten Überblick über das Musikbusiness und behandelt sehr viele wichtige Teilbereiche. Sehr oft gibt es dazu anschauliche Beispiele, die einen Großteil der Inhalte informativ untermalen.

Fazit:
Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es eine wunderbare Einführung für Neueinsteiger. Es werden zahlreiche Aspekte des Musikbusiness behandelt und schön aufbereitet. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen und hat ähnelt damit in keiner Weise einer wisschenaftlichen, trockenen Abhandlung.

Doch auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass die Inhalte in Teilen redundant sind. Kann sein das dies vom Autor beabsichtig ist, um die Informationen durch Wiederholungen etwas einprägsamer zu gestalten? Doch gekoppelt mit der mir etwas groß geratenen Schrift, fragt man sich ob die angeführten Infos nicht in einem Drittel der Seiten abgefasst gewesen wären.

Hätte ich zu Beginn meiner musikalischen Ambitionen das Buch in die Hände bekommen, so hätte es mir wahrscheinlich sehr sehr gut gefallen. Es bietet einen schönen Überblick über die Möglichkeiten für Musiker in der heutigen Zeit. Nach der Lektüre des Buches werden die meisten dann genauer wissen, wie bzw. was sie beachten müssen um musikalisch erfolgreich zu sein. Von daher ist es als Orientierungshilfe wirklich gut geeignet.

Fortgeschrittene Musiker finden hier dagegen den ein oder anderen Denkanstoss. Ich glaube allerdings nicht viel mehr! Über den tiefgreifenden Nutzen für Versierte, bei einem Preis von knapp 25 Euro lässt sich also streiten. Ein wirklich faires Angebot das Nils allerdings dazu gibt, ist die Volle Zufriedenheitsgarantie = Rückgabe innerhalb von 180 Tagen möglich! Solltet ihr also mit dem Erworbenen nicht zufrieden sein, könnt ihr das Ganze wieder rückgängig machen.

Wer noch weitere Infos sucht, der kann ja mal auf der Webseite zum Buch vorbeischauen oder bei Delamar den Podcastbeitrag zum Buch anhören. Diejenigen unter euch die jetzt schon sagen, das ist genau DAS was ich suche hier der Link zum bestellen: Bandologie – Wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt

Gitarrenlinks der Woche / Rockfestivals, Polytuner, Gewinnspiel und mehr

Und rechtzeitig zum Wochenende die bereits versprochenen Links der Woche. Obwohl die Zeit die letzten Tage etwas knapp bemessen war, habe ich dennoch einige interessante Links zusammenbekommen. Ich wünsche viel Spass beim schmökern.

Rockfestivals:
Konzertjunkies aufgepasst! Die beiden größten Rockfestivals Deutschlands Rock am Ring und Rock im Park dauern dieses Jahr einen ganzen Tag länger. Wer ohnehin nicht genug von diesen Events bekommen kann, der wird hier im Rahmen der anstehen Jubiläumsfeiern (15 und 25) nochmal belohnt. Für Rock am Ring läuft im Übrigen schon der Ticketcounter. Es ist also Eile geboten oder ihr nehmt die höheren Preise an der Abendkasse in kauf. Für Rock im Park gibt es wohl noch genug Tickets.

-> Tickets für Rock am Ring
-> Tickets für Rock im Park

Danke hier nochmal an den Blog www.DieKopfhörer.de in dem ich darüber gelesen habe. Ob ich dieses Jahr mit von der Partie bin, muss ich mir allerdings nochmal überlegen. Die Bands klingen schonmal super!

Tiere und Gitarren:
Nachdem mich Max mit seiner anhänglichen Katze ganz schön zum lachen gebracht hat, googelte ich mal nach weiteren tierischen Gitarrenliebhabern und bin dabei über den singenden Hund gestolpert:

Jetzt müsste unser Gitarrist nur noch ein bisschen Country spielen und das ganze an ein Lagerfeuer bei Nacht verlegen dann käme dabei doch richtiges Wild-West-Feeling auf. ;-)

Joe Bonamassa bietet kostenlosen Download an:
Zurzeit besteht die Möglichkeit aus Joe Bonamassas neuem Album “Black Rock”(Verkaufstermin Deutschland: 19.März 2010), den Track “Blue & Evil” kostenlos über seine Seite herunterzuladen.
Dafür müsst ihr den Promocode BNE2010 beim Einkauf angeben. Eine kleine Kostprobe zum vorab anhören findet ihr hier mit weiterführenden Link zum Download. Sicherlich nicht die schlechteste Aktion um sein neues Album zu promoten.

Polytuner alle Saiten auf einmal:
Ein zur Abwechslung mal wirklich nützliches Gadget hab ich auf Gizmodo gefunden. Den Polytune!!! Dabei handelt es sich um ein Tuningpedal (Stimmgerät in Pedalform), dass es einem ermöglicht alle Seiten gleichzeitig zu stimmen. Dies wird durch eine gesonderte Anzeige für jede einzelne Saite bewerkstelligt.

Man schlägt also einmal in die Seiten und bekommt einen genauen Überblickt welcher der Drähte aus der Reihe tanzt. Ich würde das ganze gerne einmal testen und freue mich schon, wenn ich so ein Teil mal in die Finger bzw. unter die Füße bekomme. Hier noch ein Video (leider auf Englisch) über die “Zauberbox” der Firma TC Elctronic.

Das Gerät gibt es auch schon bei Thomann für 85 Euro nur die Verfügbarkeit sieht gerade etwas schlecht aus.

Gitarren Gewinnspiel:
Die amerikanische Metal Band Demon Hunter haben die Gitarrentabs für einen bisher unveröffentlichten Song, ihres bald erscheinenden Albums World Is a Thorn herausgegeben. Das ganze Tab-Paket beinhaltet Rhytmus- und Lead-Gitarre sowie den Solopart.

Alles was ihr jetzt noch tun müsst um eine signierte Dean Gitarre zu gewinnen, ist das Material einstudieren und eure Songperformance in einem Youtube-Video, als Antwort auf den Aufruf der Band zu posten. Annahmeschluss ist der 28.Februar. Danach wählt die Band unter den Antwortvideos den Gewinner mit der besten Performance aus. Diese glückliche Person wird dann stolzer Besitzter einer neuen von der Band signierten Gitarre.

In eigener Sache:
Ich habe gestern die Seite einmal auf mobile Geräte hin optimiert. Jetzt könnt ihr bequem von eurem iPod/iPhone die gesamten Inhalte mitverfolgen, ohne lästige Ladezeiten beim regulären Seitenaufbau in Kauf nehmen zu müssen. Dazu ruft ihr die Seite einfach im Browser eures Gerätes auf und schon solltet ihr die mobile Ansicht zu sehen bekommen.

Ihr könnt dann über das “+” den Blog auch als Icon auf euren Homescreen ablegen, um ihn jederzeit bequem aufrufen zu können. Ich weiß allerdings nicht ob das ganze (Ansicht im Browser etc.) auch für Nicht-Apple-Geräte funktioniert und wäre daher für ein dahingehendes Feedback sehr dankbar. Wer lieber die volle Seitenansicht beibehalten möchte, kann das Feature einfach durch den Schalter am Ende des Feeds deaktivieren.

Alles zum Thema Musik Download gibt es auf musikdownload.org

Tab- Verzeichnisse / Noten, Akkorde und Tabs im Internet finden

Eine besonders Coole Sache die das Internet uns Gitarristen gebracht hat sind die sogenannten Tab oder Akkord Verzeichnisse. Hier machten sich einige Leute die Arbeit Akkorde, Noten, Tabs herauszuhören oder aus Videos abzulesen und diese Online frei zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 2000 wuchs die Anzahl der im Internet verfügbaren Tabs, Noten usw. erheblich an. Nebenbei entwickelte sich jedoch ein Konflikt, hauptsächlich mit den Musikverlagen, die diese Tabs als Urheberrechtsverstoß werteten.

Sind diese Seiten und Tabs illegal?
Am 2. Dezember 2005 wurde das veröffentlichen von kostenlosen Tabulaturen, Noten und Akkorden von urheberrechtlich geschützter Musik in den USA für illegal erklärt. (Quelle: Wikipedia) Seitdem wurde ein Teil dieser Seiten abgeklagt und daraufhin geschlossen. Allerdings gibt es auch einige findige Seiten die sich die Erlaubnis der Musiker/Urheber besorgten und so problemlos weiterbestehen können. Der Rest bewegt sich momentan in rechtlichen Grauzonen. Man beachte selbst das heraushören und spätere veröffentlichen ist ohne Genehmigung des Künstlers/Urhebers illegal.

Welche Seiten gibt es denn noch?
Wie bereits erwähnt haben viele Seiten die Klagewelle überstanden und versorgen uns wissbegiereige Gitarristen weiter mit dem nötigen Lernstoff. Da ich allerdings nicht weiß ob die Seiten rechtlich gedeckt sind oder nicht werde ich keinen direkten Link setzten, sondern nur die Adresse in Textform angeben. Hier eine kleine Auswahl an Websites wo ihr Tabs, Noten etc. finden könnt :

www.ultimate-guitar.com – Das mit Abstand größte Portal für Tabs und Akkorde, hier findet ihr von Usern erstellte Tabs, Akkorde und Guitarpro files. Dadurch ist zwar so ziemlich alles verfügbar allerdings in stark variiernder Qualität.

www.911tabs.com – Eine Tab Suchmaschine die gleich mehrere Verzeichnisse abgrast und euch das Gesuchte meist in mehrfacher Auswahl bietet. Das ganze sogar auch für Klavier, Bass und Schlagzeug.

www.thetabworld.com – Ein Verzeichnis von ähnlichen Ausmaßen wie Ultimate. Außerdem bietet diese Seite zusätzlich interessante Infos zu Künstlern und deren Musik.

www.mxtabs.net – Führt ebenfalls sehr viele Tabs für Gitarre, Bass und Drums und schreibt sich dabei auf den Hut rechtlich vollständig gedeckt zu sein. (sofern da was dran ist)

Es gibt noch viele weitere Websites… Solltet ihr also noch eine besonders gute wissen dann zögert nicht diese hier Vorzuschlagen! Wenn ihr das gewünschte Stück dennoch nicht findet, dann bemüßigt doch einfach mal Google mit den Suchworten Titel des Stücks + Interpret + Tab. So solltet ihr eigentlich jedes Musikstück finden!

Wie lerne ich das Stück jetzt richtig?
Tabulaturen und Noten sind nur die halbe Miete. Damit ihr auch wirklich das Feeling für den Song bekommt, solltet ihr euch den Track unbedingt anhören. Ich persönlich greife dabei meist auf Youtube-Videos zurück, wenn ich mir noch nicht sicher bin ob ich den Track wirklich kaufen will. Außerdem haben Videos den entscheidenden Vorteil, dass sie in Ausschnitten auch mal das Griffbrett und die Fingerhaltung zeigen. Meist kann man sich dabei noch den ein oder anderen Kniff abschauen, z.B. wie man die Töne einfacher und schneller greift. (vorallem wenn der Tab nicht ganz perfekt ist) Seht euch dabei auch nach Nachahmer-Videos oder Interpretationen des Stückes um, die klingen zwar manchmal nicht so gut aber man sieht in vielen Fällen mehr von der Technik und kann sich daran orientieren.

Mich würde einmal interessieren wie ihr vorgeht wenn ihr ein Stück lernt? Habt ihr eine ähnliche Methodik oder geht ihr da anders vor?

Song der Woche/ Soak up the Sun

Während einem der vereinzelten Sonnentage letzte Woche bin ich im Internetradio auf diesen bereits 8 Jahre alten Song von Sheryl Crow gestoßen. Der Track Soak up the Sun hat so gepasst, dass ich ihn sofort in meine Setliste aufgenommen habe. Ich glaube das Lied wird mich den Sommer über begleiten … vielleicht ja auch euch. Der Tackist auf dem 2002 erschienen Album C’mon, C’mon zu finden.



Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Übungsbereiche: Anschlag, Singen & Spielen
Tabs und Noten: Sheryl Crow Soak up the sun Tab

Viel Spass beim üben auf dass wie dieses Jahr viele solcher Sonnentage haben (änhlich wie die in dem Video)…