Den Grundschülern der Wallschule werden verschiedene Musikinstrumente nahegebracht

Die Grundschüler der Wallschule lernen derzeit auf eine besondere Art und Weise verschiedene Musikinstrumente kennen, indem sie von Mitgliedern der Orchesterklasse des Ratsgymnasiums unterrichtet werden. Im Rahmen dieses besondern Musikunterrichts lernen die Wallschüler der dritten und vierten Klasse in erster Linie verschiedenen Musikinstrumente, wie die Geige, das Cello, den Contrabass, die Trompete und auch die Gitarre kennen.

Den Wallschülern wird durch diesen besonderen und bisher einzigartigen Musikunterricht die Möglichkeit eröffnet, die verschiedensten Musikinstrumente auf spielerische Weise kennenzulernen und diese selbstverständlich auch unter der Führung der Schüler der Orchesterklasse des Ratsgymnasiums selbst auszuprobieren. Schüler unterrichten Schüler – ein gänzlich neues Konzept für den Musikunterricht, von welchem sich die Rektorin der Wallschule Frau Elke Klußmann und die Musiklehrerin der Grundschulklassen, Frau Anja Kluske, eine hohe Begeisterung vonseiten der Grundschüler für den Musikunterricht erhoffen.

Das Konzept scheint aufzugehen! Die Grundschüler der Wallschule lernen im Rahmen des speziellen Musikunterrichts ungemein viel über die verschiedenen Musikinstrumente und nehmen diesen Lehrstoff mit großer Begeisterung entgegen. Nicht schlecht staunten die Schüler beispielsweise vor allem über die enorme Größe des Contrabasses und die Bezeichnungen der verschiedenen Einzelteile, aus welchen sich eine Gitarre zusammensetzt, sorgen bei den Kindern für sehr viel Gelächter und Spaß.

Natürlich weicht dieses neuartige Unterrichtsmodell von den üblichen Lehrmethoden im Rahmen des ansonsten teilweise leider sehr trockenen Musikunterrichts enorm ab und lockert diesen sichtlich auf. Der Musikunterricht wurde durch die Kooperation mit der Begabtenförderung Peine II ermöglicht und soll bei den noch recht kleinen Kindern das frühzeitige Interesse für die Musik wecken und fördern.

GuitarGuy durchlebt Veränderungen

Liebe GuitarGuy-Leser und -Leserinnen,

mein Name ist Matthias Schwarz und ich bin ein guter Freund von Andi, dem GuitarGuy. Wir unterhielten uns letztens und ich fragte ihn, was eigentlich mit seinem GuitarGuy-Gitarrenblog los ist. Eigentlich wollte ich euch eine großartige Geschichte auftischen, um zu erklären, warum es hier in letzter Zeit so ruhig war.

Die Wahrheit ist aber: Andi steckt in einem sehr zeitintensiven Studium, hat laufend Prüfungen, mehrere Projekte parallel laufen und ist obendrein noch mit der Gründung seiner Webdesign-Firma mehr als beschäftigt. Ihm fehlt(e) einfach die Zeit, an GuitarGuy weiterzuarbeiten.

Weil sich seine Situation aber auch in den nächsten Monaten oder sogar Jahren nicht zu Gunsten von GuitarGuy.de verändern wird, wird mir eine große Ehre zu Teil. Ich habe mit dem Original GuitarGuy vereinbart, die Seite zu übernehmen. Es war schon immer mein Traum, eine bereits erfolgreiche Webseite über mein absolutes Lieblingshobby zu betreuen.

Ich bin Andi mehr als dankbar, dass er mir sein Baby anvertraut. Ich werde es gut hüten und pflegen.

Alles Gute für die Zukunft, Andi.

Dein Matthias

P.S.: schau doch mal ab 1.1.2011 auf Andis Firmenseite vorbei: limelabs.de – übrigens der beste Ansprechpartner, wenn du eine eigene Webseite brauchst.

Guitarguy – Was ist da los?

Diese Frage ist in den letzten Tagen öfters in meinem Postfach aufgetaucht. Keine Angst das hier ist nur die Ruhe vor dem Sturm ;-) . Guitarguy war bisher ein persönliches Test-Spaß-Projekt. Allerdings musste ich feststellen, dass es mir zeitlich und von den Aufwänden etwas über den Kopf gewachsen ist.

Aber da mir das ganze einfach viel zu viel Spaß bereitet um es einfach aufzugeben, habe ich beschlossen die Sache neu aufzurollen:

Guitarguy bekommt eine Redaktion! Auf der Suche nach Gleichgesinnten habe ich einige Leute gefunden die von nun an als Autor für Guitarguy tätig sein werden. Dadurch wird es möglich sein 5 Artikel die Woche zu veröffentlichen und euch so täglich mit frischen Lesestoff zu versorgen.

Guitarguy bekommt ein neues Design! Bei so einem Frühjahrsputz darf natürlich auch die äußerliche Veränderung nicht fehlen. Das mittlerweile wieder stark überladene Theme wird ebenfalls komplett überarbeitet. Das bedeutet für euch intuitiveres Navigieren, schnelle Ladezeiten und mehr Lesekomfort.

Ihr bekommt qualitativ bessere Inhalte! Auch wenn ich mich bisher wirklich bemüht habe sehr hochwertigen Content zu produzieren, so haben viele Artikel doch leichte bis schwere Schönheitsfehler. (und ich rede da nicht nur von der Rechtschreibung) Aber durch das bessere Zeitmanagement und die Arbeitsteilung, wird es nun möglich sein noch bessere und umfassendere Artikel zu veröffentlichen. Auch der alte Content wird dabei nochmal aufbereitet. Nützliche Artikel werden überarbeitet und ausgebaut, während unwichtige Inhalte entfernt werden.

Wann steigt die Party? Das Team wird gerade eingespielt und das Layout geht in der nächsten Woche in die Programmierungs-Phase. Grob geschätzt könnt ihr euch Ende des Jahres auf euer neues Gitarrenmagazin im Web freuen.

Sollten euch bis dahin noch Features oder Inhalte einfallen die ihr bisher auf ww.guitarguy.de vermisst habt, dann zögert bitte nicht eure Vorschläge an uns zu schicken.

Schlusswort
Ich denke das ganze wird eine super Sache sowohl für uns als auch für euch! Sollte sich unter euch noch ein paar Journalisten verstecken, die gerne ehrenamtlich an diesem Projekt mitwirken würden, schickt mir einfach eine Mail ;-) . Das Team kann nicht groß genug sein! Vorallem da nach einer erfolgreichen Startphase auch über Features wie Zweisprachigkeit nachgedacht wird. Also auf bald in aller Frische.

Euer Andi

Wie lege ich mir ohne Kredikarte einen iTunes Account an?

Ein Programm an das ich mich mittlerweile so gewöhnt habe, dass es schon fast nicht mehr wegzudenken ist, wäre für mich iTunes. Einfache Bedienung und coole Funktionen haben das ganze für mich festgeschrieben.

Leider entfaltet dieses Programm seine volle Stärke erst im Zusammenspiel mit einem iTunes-Store Account. Dieser ist mit einigen Tricks auch recht schnell angelegt. Vorallem Dinge wie Angabe der Kreditkartennummer hält so manchen User davon ab sich anzumelden. Paypal und alternative Bezahlsysteme sind beim anlegen eines deutschen Accounts leider nicht wählbar.

Aber es geht auch ohne! Hier eine schrittweise Anleitung für die Einrichtung eines iTunes-Accounts ohne Kreditkarte.

Dafür bedienen wir uns eines kleinen Kniffs. Öffnet euer iTunes und wählt den App-Store an! In der rechten Seitenleiste müsste es eine Auswahl kostenloser Apps geben. Sucht euch davon eine aus.



Jetzt fahrt fort wie wenn ihr die App runterladen wollt.



Nun öffnet sich das Anmeldefenster ihr klickt ihr auf neuen Account erstellen und lest euch die AGB’s durch gebt die geforderten Daten an (wichtig E-Mail muss zur Bestätigung abrufbar sein).



Jetzt müsstet ihr den Auschnitt mit der Auswahl der Bezahlmethode vor euch sehen. Doch diesmal steht in der Reihe die Möglichkeit “none” zur Verfügung. Anklicken, Rest ausfüllen und Mail bestätigen.



Viel Spass mit Genius und der Coverergänzung. Das ganze Funktioniert auch wenn ihr euch einen US-Account anlegen wollt (z.B. für das Einlösen von Promocodes). Dafür einfach unten rechts die Ländereinstellung ändern. Um Musik zu kaufen könnt ihr einfach die iTunes-Geschenkkarten im Fachhandel kaufen und so Guthaben auf euer Benutzerkonto transferieren.

Gitarrenlinks der Woche / Gewinnspiele, Webseitensong, und mehr

In der letzten Woche kamen bei mir fast richtige Frühlingsgefühle auf. Hier eine Ibanez da eine Taylor Gitarre und zwischendrinnen klingt meine Webseite noch halbwegs melodisch. Da hatte das gute Wetter es nicht schwer, mir eine ungedämpfte Fröhlichkeit zu verpassen.

Diese Woche habe ich einen kleinen Haufen Gewinnspiele für euch:

Ibanez & Joe Satriani
Ibanez scheint immoment auf dem Design-Trip gekommen zu sein. Erst mit Steve Vai einen JEM-Contest und jetzt mit einer weiteren Gitarrenlegende Joe Satriani. Wieder liegt es an euch eine Ibanez Gitarre zu designen. Nur diesmal ist das ganze auf den Gitarrenbody beschränkt. Der Gewinner erhält die selbst entworfene Ibanez Specialty Guitar, ein Vox Satchurator Pedal, ein Planet Waves Strap und die neue CD von Joe. Mehr Infos und einige Abgabe Richtlinien findet ihr hier. Dank geht an dieser Stelle an GuitarNoize.com, durch die ich auf diesen Contest gestoßen bin.

Taylor & Jason Mraz
Jason Mraz sucht Facebook Freunde! Daher verlost er unter allen seinen “Freunden” eine Original Taylor Gitarre. Mehr dazu gibts hier.

Gitarren Magazin Acustic Guitar
Acustic Guitar verlost eine 8 Saitige Taylor Bariton Gitarre im Wert von 3,998$. Um Teilzunehmen hab ihr die Optionen ein neues Abonnement anzunehmen, euer bereits vorhandenes zu verlängern oder nur einfach so mitzumachen. Ich frage mich ob das wohl die Gewinnchance verringert ….? Wie auch immer die Teilnahmefrist endet am 21 März! Genauere Spezifikationen findet ihr auf der Magazin Seite.

Webseite durch Töne ausrdücken
Ein lustiges Tool habe ich am Wochende auf SIN gefunden. Codeorgan.com wandelt eure Webseite in Töne. Ein cooles Spielzeug, auch wenn ich bisher noch keine wirklich überzeugende Melodie herausbekommen habe. Man könnte fast sagen dieser Blog klingt etwas eintönig ;-) . Probierst doch einmal aus.

iTab Gitarrenapp getestet
Wie versprochen habe ich die iTab Gitarrenapp getestet. Mein Resume nicht kaufen! Das ganze funktioniert zwar rudimentär, aber sowohl Übersetzung und Bedienbarkeit sind nicht ausgereift. Hier muss noch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden, bis diese App wirklichen fertig ist!
Äußerst störend empfand ich auch das unfertige Design, wobei das natürlich Geschmackssache ist.

Der Entwickler war dennoch so freundlich mir ein paar Promocodes zur Verfügung zu stellen. Ich stelle die mal hier rein, weil ich die nicht guten Gewissens verlosen möchte. Aber so könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Vielleich gefällt sie dem ein oder anderen ja besser. Wenn ja wäre es spannend eure Meinung dazu zu hören. Vielleicht honoriert ihr das gesparte Geld ja mit einem Backlink auf www.guitarguy.de ;-) ?

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Achtung für das Einlösen des Promocodes müsst ihr einen US-Itunes Account haben. Zumindest hat bei mir der deutsche nicht funktioniert. Nächste Woche gibts einen Artikel zu diesem Thema also weiterlesen. Wer jetzt immernoch nach nützlichen Apps für die Gitarre sucht, hier findet ihr die 7 besten iPhone App’s für die Gitarre.

Ich wünsche ein erholsames Wochende.

Interview / Die Wahrheit zum Musikbusiness

Dem Musikbusiness haftet eine gewisse Magie an. Sein Geld mit eigener Musik verdienen … wer träumt da nicht von? Doch manch einer merkt auf dem Weg nach oben, dass auch diese Welt die ein oder andere Macke hat. Ich habe dazu mit einem Künstler gesprochen, der das ganze durch recht nüchterne Augen betrachtet. Aus verschiedenen Gründen möchte er Incognito bleiben. Viel Spass beim lesen.

Kurze anonyme Vorstellung deinerseits?

Bei mir handelt es sich um einen Musiker, ehemals mit Plattenvertrag bei einem Major Label.

Du schreibst in deinem Blog, dass du die Karriere die sich andere wünschen „hattest“ ! Bereust du das du sie hinter dir gelassen hast?

Ich habe sie noch nicht ganz hinter mir gelassen, daher schreibe ich auch anonym. Mit dem Ende des Plattenvertrags endete zwar der große Hype, die Finanzierung von defizitären Touren und die Einladungen zu Echo-Partys. Aber glücklicherweise endeten auch die endlosen Versprechen, die nie gehalten wurden, die Diskussionen um chartfähige Musik, und es begann endlich eine realistischere Sicht auf die Branche und wie bzw. ob man mit Musik Erfolg haben kann.

Wie seid ihr/ bist du soweit gekommen was war euer Erfolgsrezept?

Da spielen viele Dinge eine Rolle. Wir machen Musik, die durchaus auch im Radio laufen kann. Wir haben vor dem Plattenvertrag viel live gespielt und uns auf eine gute Performance konzentriert. Wir kommen aus Berlin, wo sich die Musikbranche vorwiegend herumtreibt. Und wir haben uns auch selbst mit den Themen Vermarktung, Online-Präsenz und Image beschäftigt. Darüber hinaus denke ich, dass wir musikalisch halbwegs begabt sind. Man wurde einfach auf uns aufmerksam. (Wir haben zum Beispiel nie Demos verschickt.)

Wenn du das ganze nochmal von vorne durchleben könntest was würdest du anders machen?

Meine Erwartungen wären sicherlich deutlich kleiner. Die Branche spielt gezielt mit den Hoffnungen und Träumen der Künstler. Wenn man sich dem hingibt und all das glaubt, was einem erzählt wird, wird man die meiste Zeit nur mit Enttäuschungen konfrontiert sein. Das wird sich auf die Kunst nicht positiv auswirken. Mit diesem Wissen im Hinterkopf würde ich auch anders an die Sache herangehen: Der Plattenvertrag wäre dann nur der Plan B. Wenn er funktioniert und man durch die Plattenfirma bekannt wird, ist ja alles gut. Aber Plan A wäre immer noch, selbst an seinem Erfolg zu arbeiten und auf niemanden zu warten. Die Verträge müssten einem natürlich diese Freiheit einräumen. Der Anwalt müsste gute Arbeit leisten.

Deine Meinung von den Plattenlabeln ist nicht die positivste wie kommt das?

Außer der Tatsache, dass die Labels die Entwicklung der Musikbranche verschlafen haben, werfe ich ihnen eigentlich nichts vor. Ein Label hat auch nur ein eigenes Interesse – das Verkaufen von Musik – und danach handelt es. Dass der Künstler da eher eine minimale Rolle spielt, musste ich erst lernen. Enttäuscht bin ich eher von der Arbeitsweise der Menschen in dieser Branche. Die fehlende Rücksicht auf andere, die Oberflächlichkeit, die allgegenwärtige Unzuverlässigkeit und die hohe Bereitschaft schlichtweg zu lügen habe ich in dieser Form kaum in einer anderen Branche gesehen.

Sollte eine Band sich überhaupt um einen Plattenvertrag bemühen oder ist man besser ohne dran?

Die Antwort auf diese Frage fällt heute sicherlich anders aus als noch vor zehn Jahren. Mit Sicherheit würde ich nicht empfehlen, dass eine Band als höchstes Ziel den Plattenvertrag haben sollte. Damit verschwendet man viel Zeit, in der man Fans akquirieren, tolle Songs schreiben und sich selbst vermarkten könnte. Wenn der Plattenvertrag dann da ist, ist auch noch nichts geschehen, auf das man stolz sein könnte. Denn er ist sicherlich keine Garantie, dass irgendetwas Großartiges passiert. Aber die Frage ist doch eher: Nehmen die Labels denn noch Bands unter Vertrag, die es dann zu etwas bringen? Aus meiner Sicht ist die Mühe um einen Plattenvertrag in Deutschland heutzutage vergebens.

Worauf sollte man dabei besonders achten?

Will man es trotzdem versuchen, sollte man die Sicht eines Labels im Hinterkopf behalten. A: Die Leute dort haben jeden Tag massenweise mit unbekannten Künstlern zu tun und B: Ein Major Label will so viel wie möglich verkaufen, ist also hauptsächlich am Mainstream interessiert. (Mit Sparten wie Jazz oder Klassik kenne ich mich kaum aus.) Das bedeutet, man muss eine gute Mischung finden aufzufallen und dennoch massentaugliche Musik zu machen. Beides ist sehr schwierig, und beides zusammen noch schwieriger. Manche Bands kommen über ihr Netzwerk an den Vertrag, etwa ein Manager oder Produzent mit guten Kontakten. Nur äußerst selten führt eine eingesandte Demo-CD zu einem Vertrag. Bei uns war es anders: Wir haben viel live gespielt und die Industrie zu uns kommen lassen. Das ging für uns auf. Wenn man das macht und man nie angesprochen wird, dann stimmt etwas am Produkt nicht.

Was waren denn für dich die guten Seiten am Leben eines erfolgreichen Musikers?

Die großen Live-Konzerte, das Leben auf Tour (bis zu einem gewissen Grad), die Zuschriften der Fans, die Groupies. ;-) Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir kommerziell nicht so erfolgreich waren wie es sich das Label wünschte. Sehr viele Deutsche kennen uns nicht. Deswegen wollte das Label auch kein zweites Album mehr machen. Die Zeiten, als man noch mehrere Alben lang in einen Künstler investierte, sind lange vorbei. (Und dabei wurde Grönemeyer erst mit seinem fünften Album erfolgreich, Rosenstolz erst mit ihrem sechsten!)

Sind die Partys wirklich so gut ;-) ?

Die Partys in der Branche sind je nach Laune ok bis furchtbar. Es gibt viel Alkohol umsonst, aber der Rest ist „sehen-und-gesehen-werden“. „Was machst Du so?“ „Wie läuft’s bei Euch?“ Derselbe Smalltalk wieder und wieder. Ich persönlich hatte mehr Spaß mit meiner Band beim Abhängen im Hotel nach dem Konzert.

Wieso sind deiner Meinung nach so viele Musiker Blender oder hart ausgedrückt Lügner und Schaumschläger?

Ich habe nur wenig Musiker getroffen, die so sind. Unter den Musikern herrscht aus meiner Sicht immer das beste Verhältnis. Wir sind Kollegen. Probleme gab es fast ausschließlich mit den Nicht-Musikern der Industrie. Der A&R-Manager, der Marketing-Chef, der Bandmanager, der Booker etc. Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Das Ziel dieser Leute ist es, unter all den Künstlern denjenigen zu finden, der ihnen am meisten Geld macht. Und wenn sie ihn gefunden haben, alles dafür zu tun, dass die Welt für ihre Kunst zahlt. Man muss dafür schon ein übergroßes Image aufbauen und notfalls auch lügen, wenn es sein muss. Und am besten glaubt der Musiker auch selbst an dieses Image, damit er es nach außen hin vertritt. Für „normale“ Menschen ist da kaum Platz, das will keiner. Darüber hinaus scheint sich diese Verhaltensweise auf andere zu übertragen. Ich kenne Musiker, die selbst unter den Lügen litten, die dann aber selbst damit anfingen, als sie die Seite gewechselt hatten und etwa Produzent oder Label-Mitarbeiter wurden. Und drittens spielt sicherlich auch die Gier nach Anerkennung, Ruhm und Geld eine Rolle. Ich habe schlimme Streits miterlebt wegen 100 Euro. Das hätte es in keiner anderen Industrie gegeben.

Du machst dir auf deinem Blog auch Gedanken über die Entwicklung des Musikbusiness. Wo siehst du das Musikgeschäft in 5 Jahren in Zeiten von Filesharing und Onlinestores?

Definitiv mehr in der Hand der Künstler. Alles, was früher nur ein Label konnte, steht jetzt jedem zur Verfügung. Das reicht von der Produktion über die Distribution bis zum Musikvideo. Wer kreativ ist und sich mit diesen Medien beschäftigt, wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer bekommen. Das wird woanders stattfinden. Nicht auf MTV, nicht auf SWR3. Sondern auf YouTube, Facebook (oder dem angesagten Medium in 5 Jahren) und auf den kleinen Bühnen Deutschlands. Das bedeutet auch, dass die erfolgreichen von uns nur in Nischen bekannt sein werden. Es wird definitiv schwieriger sein, von Musik zu leben in Deutschland.

Was willst du jungen Musikern abschließend mit auf ihren augenscheinlich steinigen Weg geben?

Die Zeiten des großen Ruhms durch den Major Label Vertrag sind definitiv vorbei. Je früher das ein Künstler erkennt, desto mehr Chancen hat er durch seine eigene Arbeit erfolgreich zu werden. Wichtig ist aber immer noch das Produkt: die Musik und das öffentliche Auftreten (Image, Konzerte, Internet, Videos, Interviews etc.). Musiker sollten sich vorwiegend um diese Dinge kümmern und dabei den Zuhörer im Kopf behalten, denn für ihn machen sie die Musik. Wer dann mit den Entwicklungen der Medien standhält, hat gute Chancen sich ein treues Publikum zu erspielen.

Weitere interessante Sichtweisen und Gedankengänge zum Musikbusiness findet ihr auf seinem Blog schaut doch einmal vorbei.

Rock the Biz der Dokumentarfilm ueber das Alternative Musikbusiness

Normalerweise gehöre ich nicht in die Reihe der begeisterten Doku-Konsumenten, doch um Filme zum Musikbusiness komme ich einfach nicht herum. Daher war ich auch sehr freudig angetan als ich auf delamar.de, auf den gerade frisch fertiggestellten Film Rock the Biz gestoßen bin.

Medienredakteur Marc Weissenberger hat geschlagene 2 Jahre für dieses Werk aufgebracht. Der Fakt das jemand soviel Zeit in etwas investiert hat mich noch neugieriger gemacht!

Herausgekommen ist ein wirklich informativer und vorallem sehenswerter Film, der sowohl Musikern als auch Musikbegeisterten interessante Inhalte vermittelt.
Ein Werk das jungen Künstlern neue Wege aufzeigt die im Musikgeschäft beschritten werden können. In 105 Minuten bekommt der Zuschauer viele Hintergrundinformationen und anregende Ideen vermittelt.

Der Film ist strukturiert in 11 Kapitel die jeweils einzeln abrufbar sind und auf der Seite kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen.

1. Die Musik-Krise
2. Indie VS. Major
3. Selbstvermarktung
4. Neue Medien
5. Copyright und Musik Download
6. GEMA
7. Zukunft der CD
8. Livegigs
9. Einkommen
10 Zukunft der Musik
11. Tipps & Tricks

Hier ist der Link zur Kapitelübersicht: Rock the biz

Fazit:
Mir hat der Film sehr gut gefallen, denn er spricht vieles an über das ich selbst schon einige Zeit gegrübelt habe! Nehmt euch die 105 Minuten und macht euch selbst ein Bild. Aufgrund des großen Andrangs scheint die Seite momentan etwas zu lahmen, daher würde ich euch raten den Film morgens herunterzuladen und dann auf eurem Rechner anzuschauen. Nichts ist blöder als Wartezeiten wenn man wissen will wie es weitergeht ;-) .

Gitarrenlinks der Woche / X-Tube Gadget, Musikmesse Gewinnspiel, Interview und mehr

So es ist mal wieder Wochenende und die Links der Woche stehen an. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einige davon nur zu twittern! Aber gut es gibt ja noch ein paar Wochen in diesem Jahr. Zum Einstieg habe ich erstmal ein weiteres Gadget für euch:

Die X-TUBE:

Dabei handelt es sich um einen japanischen USB Röhrenverstärker, der jedem Rechner DTS Sound verleihen kann. Die Röhre kommt leuchtet in schicken Blau und bietet den Nutzer die Möglichkeit zwischen Audio- und Filmsound zu wählen. Auf der Produktseite (Google Translate) wird ein wenig über die Output-Daten verraten (16Bit 16KHz/32KHz/48KHz, THD + N-73dB, SNR 85dB).

Zudem besitzt das gute Stück noch einen Kopfhörer und Mikrofon Anschluss und ist für umgerechnet 33 Euro (leider bisher nur in Japan) zu kaufen. Allerdings bin ich noch skeptisch ob es sich dabei wirklich um eine Röhre handelt, oder ob da einfach nur eine Soundkarte in Plastik verpackt wurde.

Wer also auf den Röhrensound auch unterwegs nicht verzichten kann, das hier scheint eine Lösung. Gefunden habe ich das ganze auf BasicThinking.

KVR der einjährige Giveaway
KVR veranstaltet anlässlich seines 10 jährigen Jubiläums einen einjährigen Giveaway-Maraton. Alles was ihr tun müsst ist eine kurze Umfrage ausfüllen und schon seid ihr im Pott. Zu gewinnen gibt es hauptsächlich Softwarepakete von namenhaften Herstellern.

Unter anderem Native Instruments (Guitarrig) oder Toonrack (Superior drummer) und noch vielen weiteren. Ich vermute mal der Gesamtwert der verlosten Pakete beläuft sich auf 4000-5000 Euro. Eine wirklich stattliche Aktion! Zur Umfrage geht es hier.

Interview mit Andy Timmons
Michael von Stringworks hat ein Interview mit Andy Timmons gemacht (ich frage mich wie er immer an solche Künstler kommt) wirklich interessant was der Gute so zu erzählen hat. Leider sieht es so aus als kommt er in nächster Zeit wohl nicht nach Europa.

Musikmesse Tickets gewinnen
Diese Messe ist für mich eines der coolsten Events im Jahr. Es ist immer wieder lustig zu sehen was passiert, wenn man eine Horde Musiker auf eine riesge Auswahl von Instrumenten loslässt … Lärm richtig! Aber auch Informationsaustausch! Man lernt interessante Leute kennen, kann seine Traumgitarre mal in den Händen halten, trifft auf bekannte Stars und Künstler und kommt sich einen Tag einfach nur vor wie Alice in einem sehr LAUTEN Wunderland ;-) .

Wer sich dieses Event nicht entgehen lassen will: Die Musikerplattform Bonedo verlost m Rahmen ihres Podcasts 10 Messetickets. In kurz: Podcast anhören – Frage beantworten – Gewinnen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ich wünsche euch allen ein erholsames und gitarrenreiches Wochende.

Buchreview: Bandologie / Nils Kolonko

Fast jeder Musiker hat schon einmal davon geträumt mit seiner Musik erfolgreich zu werden. Doch wie wird man erfolgreich? Nils Kolonko ehemaliger Mitarbeiter einer Plattenfirma hat seine Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema in ein Buch gefasst, dass ich euch heute einmal vorstellen möchte.

Inhalt:
In dieser “Bandologie” beleuchtet der Autor auf 319 Seiten die grundlegenden Aspekte des Bandaufbaus bzw. des Musikbusiness. Dabei unterteilt er die Inhalte in folgende 10 Hauptkapitel:

1. Grundlegende Fragen des erfolgsuchenden Musikers
Wie kann ich mit Musik Geld verdienen und rentiert sich das überhaupt? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Grundsatzfragen wird der Leser an das Thema herangeführt.

2. Wie man seine eigene Zukunft besser bestimmen kann: Die Geschichte der Musikindustrie
Ein kurzer Abriss über die Entwicklung der Musikindustrie von der Zeit vor dem Rock ‘n’ Roll, bis zu dem Hier und Jetzt das wir alle kennen.

3. So wird eure Band erfolgreich – die fünf Erfolgsfaktoren einer Band
Hier geht es schon ans Eingemachte. Mittels der 5 Punkte “Das beste Team gewinnt” , “Qualität” , “Passende Inhalte”, “Massenwirkung” und “Kontinuität” erhält der Leser die wichtigsten Punkte für musikalischen Erfolg an die Hand. Schön sind dabei die angeführten durchaus aktuellen Beispiele, anhand derer jeder Teilbereich nochmal unterstrichen wird. Als Resume aus diesem Kapitel nimmt man mit, dass Erfolg nur durch eine gute Mischung all dieser Bereiche erreicht werden kann.

4. Wie man vom Musiker zum musikalischen Unternehmer wird
Mit Teilüberschriften wie “Wirkung zählt, nicht Leistung” dreht sich dieser Abschnitt hauptsächlich um Wirkungsoptimierung und unternehmerische Grundlagen. Geld verdienen ist Arbeit auch im Musikbusiness und um den größtmöglichen Nutzen aus seiner Arbeit zu ziehen, muss man sich natürlich Gedanken über deren Auswirkungen machen.

5. Menschliche Hürden in Bands – und wie man sie meistert
Um auch einen reibungslosen Ablauf im inneren eurer Musikunternehmung zu gewährleisten, werden hier mögliche Problembereiche angesprochen und dafür passende Optionen vorgeschlagen. Die Entscheidung nimmt euch das Buch aber nicht ab ;-) .

6. Die wichtigesten Tipps für Bandgründer
In Frage-Antwort Abschnitten bekommt man Tipps von der Suche nach einem Proberaum, bis hin zu der Gesangsstimme. Auf ein paar Antworten aus diesem Kapitel wäre man im Regelfall, durch logisches Nachdenken auch selber gekommen und der Mehrwert von Abschnitten wie “Muss ich Whiskey saufen für eine Rock-/ Metal-Stimme?” entzieht sich mir leider. :shock:

7. Lautstärke und Ohren
Ein wichtiges Kapitel für jeden Musiker und Musikliebhaber mit Infos rund um die Ohren und den Gehörschutz. Sehr positiv das auch dies nicht außer acht gelassen wird.

8. Rechtliches für Bands
GEMA, GVL, Ideenklau und was einem jungen Musiker noch so alles im Kopf rumgeistert werden hier schön anschaulich beleuchtet.

9. Live Auftritte
Das A und O jeder Band die bekannt werden will! Als Lehre aus diesem Kapitel würde ich ziehen, dass nichts unmöglich ist … man muss sich nur darum kümmern!

10. Plattenverträge
Ein Thema das Nils durch seine Arbeits-Erfahrungen bei einem Musiklabel auch sehr gut behandelt. Kein Schritt 1-100 HowTo aber dennoch mit wichtigen Denkanstößen.

Praktische Infos für Musiker und Bands?
Nun das Buch gibt einen weiten Überblick über das Musikbusiness und behandelt sehr viele wichtige Teilbereiche. Sehr oft gibt es dazu anschauliche Beispiele, die einen Großteil der Inhalte informativ untermalen.

Fazit:
Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es eine wunderbare Einführung für Neueinsteiger. Es werden zahlreiche Aspekte des Musikbusiness behandelt und schön aufbereitet. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen und hat ähnelt damit in keiner Weise einer wisschenaftlichen, trockenen Abhandlung.

Doch auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass die Inhalte in Teilen redundant sind. Kann sein das dies vom Autor beabsichtig ist, um die Informationen durch Wiederholungen etwas einprägsamer zu gestalten? Doch gekoppelt mit der mir etwas groß geratenen Schrift, fragt man sich ob die angeführten Infos nicht in einem Drittel der Seiten abgefasst gewesen wären.

Hätte ich zu Beginn meiner musikalischen Ambitionen das Buch in die Hände bekommen, so hätte es mir wahrscheinlich sehr sehr gut gefallen. Es bietet einen schönen Überblick über die Möglichkeiten für Musiker in der heutigen Zeit. Nach der Lektüre des Buches werden die meisten dann genauer wissen, wie bzw. was sie beachten müssen um musikalisch erfolgreich zu sein. Von daher ist es als Orientierungshilfe wirklich gut geeignet.

Fortgeschrittene Musiker finden hier dagegen den ein oder anderen Denkanstoss. Ich glaube allerdings nicht viel mehr! Über den tiefgreifenden Nutzen für Versierte, bei einem Preis von knapp 25 Euro lässt sich also streiten. Ein wirklich faires Angebot das Nils allerdings dazu gibt, ist die Volle Zufriedenheitsgarantie = Rückgabe innerhalb von 180 Tagen möglich! Solltet ihr also mit dem Erworbenen nicht zufrieden sein, könnt ihr das Ganze wieder rückgängig machen.

Wer noch weitere Infos sucht, der kann ja mal auf der Webseite zum Buch vorbeischauen oder bei Delamar den Podcastbeitrag zum Buch anhören. Diejenigen unter euch die jetzt schon sagen, das ist genau DAS was ich suche hier der Link zum bestellen: Bandologie – Wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt