Roehrenverstaerkerbox zum selberbauen / Teil 2

In Meinem zweiten Artikel möchte ich euch zeigen wie man dem schönen Gehäuse ein würdiges Äußeres verleiht. Nachdem das Gehäuse fein geschliffen wurde ist nun zunächst die Rückwand dran, als Material habe ich mich für Aluminium-Riffelblech entschieden. Nachdem selbiges passgenau zugeschnitten ist, wird es mithilfe von M-Schrauben, welche in vorher eingeleimten Holzklötzchen mit Einbohrmuttern sitzen, angeschraubt.

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Im Anschluss kann man schon die Netzkabelbuchse einsetzen, dies geht am besten indem man sich den Umriss der Buchse auf das Blech aufzeichnet, und auf der Innenseite rundum durchbohrt, das innere Stück kann dann einfach mittels eines Schraubenziehers o.ä. entfernt werden. Das sieht dann so aus.

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Als nächstes folgt der Lederbezug der Oberseite ich habe mich wie im letztem Artikel bereits erwähnt für rotes Rindsleder Entschieden welches geschliffen und Lackiert werden soll um einen Marmoreffekt zu erzielen. Dafür wird zuerst auf dem Leder und dem Gehäuse, Kontaktklebstoff aufgetragen. Nach dem trocknen wird das Leder mit einer Aluminiumrolle oder einer Glasflasche angepresst,

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und gleich danach bündig mit einem Schnitzmesser abgeschnitten.

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Dann kann das Schleifen Los gehen dafür eignet sich am besten ein Schleifpapier mit 60 – 80er körnung. Man sollte allerdings immer nur per Hand in eine Richtung schleifen ein Schleifgerät ist hier fehl am Platz !!! das Schleifen kann sich mitunter mehrere Stunden hinziehen, aber die Arbeit lohnt sich.

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Die Oberfläche sollte am Ende etwa wie Nubukleder aussehen, wie im obigem Bild zu sehen ist. Zum lackieren verwende ich ralley-Klarlack der im Gegensatz zu anderen Lacken eine gewisse
Elastizität behält. und auch auf dem Leder nicht einreißt.

Leder behandelnbild12

Das Leder sieht nach dem Lackieren anfangs fast schwarz aus doch nach 2-3 Tagen nimmt es eine schöne rote Farbe an. Natürlich könnte man das Leder auch unbehandelt lassen, jedoch währe es so viel zu empfindlich für ein Verstärkergehäuse.

Man sollte insgesamt 5-6 schichten Lack auf das gesamte Gehäuse auftragen und zwischen jeder Schicht etwa 4 Stunden warten damit der Lack gut durch trocknet, des weiteren sollte man nach den ersten paar Schichten das gesamte Holz des Gehäuses jeweils mit einem 240er Schleifpapier zwischen-schleifen.Nach der letzten Schicht sollte man das gesamte Gehäuse ca. eine Woche durch trocknen lassen, erst dann ist die Oberfläche belastbar.

Das war´s auch Schon wieder für heute.

Beim nächsten mal zeig ich euch wie man das Gehäuse fertig macht!!!
Bis dann euer Max

Roehrenverstaerkerbox zum selberbauen

Wie schon vor ein paar Wochen Angekündigt hat Guitarguy einen neuen Gastautor nämlich mich!

In meinen ersten Artikeln werde ich versuchen den Bau eines Gehäuses für einen Röhrenverstärker so genau wie möglich zu dokumentieren, so das auch weniger talentierte Bastler die Möglichkeit haben sich ein Verstärkergehäuse nach eigenen Wünschen selbst zu bauen.

Das Gehäuse wird aus Fichten-Leimholz gebaut und auf der Oberseite mit roten Rindsleder beklebt welches anschließend geschliffen und lackiert wird um eine Art Mamoreffekt zu erzielen.
Den Aufbau der Elektronik werde ich nicht näher beschreiben da die Gefahren durch die sehr hohen Spannungen im Inneren eines Röhrenverstärkers den Nachbau für einen
Elektronik-Laien unmöglich machen.

Nur soviel (für die Techniker unter euch) die Endstufenleistung beträgt im Pentodenbetrieb ca.6 Watt im Triodenbetrieb ca. 3 Watt die Endstufenröhre ist eine EL84 und in der Vorstufe verrichten drei ECC83 ihren Dienst.

MaterialZunächst zeige ich wie man ein Gehäuse auf Gärung Verleimt man säge dazu vier Holzbrettchen wie im Bild zu Sehen, auf die gewünschten Endmaße wobei die Längskanten in einem Winkel von 45° zu Sägen sind (der Schreiner eures Vertrauens wird euch gerne Helfen) zum leimen verwende ich solange nicht anders vermerkt immer Tidebond classic Wood Glue welcher deutlich stabiler wird als normaler Weißleim und im Gegensatz zu selbigem auch
nach Jahren noch zu Reparaturzwecken mit Wasser und Hitze anzulösen ist.

Nun lege man die Brettchen wie im Bild zu Sehen hintereinander und klebe über die Fügekanten je einen Streifen Klebeband.

BrettKante

Dann dreht man die zusammenfixierten Brettchen um, gibt in jeder Fuge einen schmalen Streifen Leim an und „Rollt “ das Gehäuse zusammen.

Kantenrahmen

Anschließend kontrolliert man den Winkel, klebt über alle Ecken noch ein Klebeband
und wischt den heraus quellenden Leim mit einem Feuchtem Lappen ab.

winkelAbbinden

Zum Schutz vor der im Gehäuse auftretenden Hitze wird nach abbinden des Leimes die gesamte Innenfläche mit verdünntem Natronwasserglaß gestrichen und nach der Trocknung mit verdünntem Essig nachgewischt, dies ist unerlässlich da sonst auf der Oberfläche kein Leim mehr hält.

leimauftragen

Nun werden die Leisten an denen später die Frontplatte mit den Reglern sitzt, und jene auf welchen die Rückwand sitzt in den Korpus geleimt.

klammernklammern2

Zuletzt werden alle Kanten und Ecken mit Hobel und Schleifpapier geglättet, wobei die ecken recht
stark abgeschrägt werden müssen, um später Platz für die Kofferecken zu haben.

klammern3hoblen

Wie das Gehäuse dann mit ecken und Frontplatte aussehen sollte seht ihr im letzten Bild.

eckenhobleneinlass

So das war´s dann für heute beim nächsten mal zeig ich dann unter anderem das bekleben mit Leder
und die entsprechende Oberflächenbehandlung.
Bis dann, euer Max

Gitarrenbau Projekt / Custom Stratocaster

Es freut mich nach diesem bisher recht gut verlaufenen Relaunch, Stefan wieder hier auf Guitarguy als Gastautor begrüßen zu dürfen. Mit einer neuen sehr interresanten Artikelreihe zum Thema Gitarrenbau, wird er euch von seinen Problemlösungen und Erkenntnissen ausführlich berichten. Ich wünsche viel Spass beim lesen.

Lange mussten die Leser dieses Blogs auf weitere Artikel von mir warten, da mich mehrere Projekte völlig beansprucht hatten. Das hat jetzt ein Ende!

Diese Woche möchte ich euch an ein nicht ganz einfaches Vorhaben herranführen und zwar an den Bau einer eigenen Gitarre. Viele von euch schrecken schon vor dem bloßen Gedanken zurück, da kleinste Fehler zum Scheitern des Vorhabens führen können und somit viel Frust entsteht, da der Traum zerplatz und der Geldbeutel noch leerer ist, als er zuvor schon war ;-)

1 – Gitarrenhals

Als Passionierter Humbucker Gitarrist habe ich mich aus tontechnischen oder sagen wir besser aus soundtechnischen Gründen dem Bau einer Selfmade Custom Stratocaster gewidmet, da mir als Bluesliebhaber der gewisse Twang bei meinen Paula’s und SG’s gefehlt hat. Die Idee, alle Parts selbst zu “Schreinern” musste ich wegen dem Fehlen einer eigenen Werkstatt mit professionellem Werkzeug und der nötigen Zeit leider vorerst verwerfen, also suchte ich in der allseits bekannte Bucht ( Ebay ;-) ) ersteinmal nach einem passenden Hals der meinen vorstellungen entsprach. Das war zugegebendermaßen garnicht so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt.

Wie ihr an dem folgenden Bild sehen könnt, gibt es alleine sechs standard Halsprofil variationen, auch Shaping genannt. Eric Clapton nutzte zum Beispiel ein V-Shaping an seiner Blackie.

NeckProfiles

Nach ettlichen Probeversuchen bei einheimischen und bekannten Musikläden hat mir das C-Profil am besten gelegen, womit ich meine Suche nach dem perfekten Strat-Hals gut eingrenzen konnte. Letztlich fiel die Wahl auf einen Fender Allparts Neck aus Ahorn, der nicht nur das richtige Shaping hatte, sondern auch noch unbehandelt war. Nur die Bundstäbchen und die Dot-Inlays waren schon fertig angebracht.

Zum Gück, wie sich später herrausgestellt hat, denn zunächst stand ich vor dem großen Problem, wie ich denn einen Ahornhals, der ja bekanntlich nicht nur auf der Rückseite sondern auch auf dem Griffbrett lackiert wird, zu schützen. Abkleben der Stäbchen und drüber Lakieren kam nicht in Frage, da das zu 100% eine unsaubere Arbeit werden würde.

Für die schnelle und angenehmere Bespielbarkeit ist das bloße Wachsen und Ölen des Halses (abgesehen von dem etwas geringeren Schutz vor Verwitterung, Schweiß und Dreck) die optimale Lösung, was mir aber erst nach ein paar Studien in einschlägigen Gitarrenforen klar geworden ist. Wenn man sich übrigens die ganzen alten Strats der Profis ansieht, stellt man häufig fest, dass der Halslack auf der Rückseite total abgetragen ist und das offenbar keinen stört, warum auch, wenns dem Spielgefühl zugute kommt ;-)


HeadTrussrodNun kam der Sattel an die Reihe, der die Saiten am oberen Ende des Halses unter der Kopfplatte führt und leider viel zuoft vernachlässigt wird. Auch hier wird debattiert und gestritten, welcher Werkstoff, ob Knochen-, Messing-, oder Graphitsattel nun der Beste sei.

Rein aus Experimentierfreude habe ich einen Messingsattel, der noch keine Kerben besaß gekauft und mit einem feinen Filzstift die genauen Positionen der Saiten angezeichnet.


Wichtig ist später, dass jede Kerbe etwas mehr als halb so tief wie der Saitendurchmesser ist. Bei Fender-Sätteln kann man erst überprüfen ob, ob die Arbeit erfolgreich war, wenn der Sattel exakt in die Nut paßt, d. h. der muß locker hin und her rutschen, darf aber nicht klemmen oder wackeln. Nun kann man den Sattel einsetzen. Am besten befestigt man ihn mit ein paar Tropfen Sekundenkleber und läßt ihn ein bisschen ruhen. Anschließend muß die Satteloberseite an die Wölbung des Griffbretts angepaßt werden. Der Sattel sollte etwa 3 mm über das Griffbrett herausragen.

Hier nochmal die Maße für die Kerben:

1. Halsbreite am Sattel 41 mm
2. zweimal 3 mm abziehen = 35 mm
3. 6 Saiten = 5 Abstände
4. 35 : 5 = 7 mm Abstand von Kerbenmitte zu Kerbenmitte

Natürlich wird auch die Artikelreihe zum Thema Homrecording weitergeführt. Bleibt also dran abboniert den Rss-Feed und erzählt euren Freunden von dieser Seite. Denn hier bleibts spannend.

Liebe Grüße euer Stefan

Eine Runde Saitenkunde – Staerken

Nach dieser turbulenten und daher leider Artikelarmen Woche melden wir uns wieder zurück mit frisch aufgesetztem Rechner und einer Menge Ideen im Gepäck…

Nachdem wir uns das letzte mal mit dem Material der Gitarrensaiten beschäftigt haben gehen möchte ich heute etwas auf die unterschiedlichen Stärken eingehen. Ich erinnere mich nich ziemlich gut als ich das erste mal im lokalen Musikgeschäft stand und die Verkäuferin mich fragte willst du nen 0.11 oder 012er. Ich habe den Verdacht das mein Gesichtsausdruck wohl wenig geistreich gewesen sein muss. Um euch diesen Schmach zu ersparen hier mal eine kleine Übersicht was man beim Saitenkauf noch so beachten sollte.

Gemäß dem Fall ihr habt euch für ein bestimmtes Material entschieden solltet ihr euch einmal mit den unterschiedlichen Saitenstärken auseinandersetzen.

Die Stärkeangaben werden durch die Einheit Zoll ausgedrückt. Eine hohe E Saite mit der Stärke 0.010 hätte in mm Umgerechnet einen Durchmesser von 0.254mm. Zum Teil varrieren die Zusammenstellung der Saitenstärken bei den einzelnen Herstellen aber mit folgenden Übersichten könnt ihr euch einen kleinen allgemeinen Überblick verschaffen.

Für E-Gitarren findet man folgende Stärke-Zusammenstellungen

E B G D A E
Extra-Light .008 .011 .014 .022 .030 .038
Light .009 .011 .016 .024 .032 .042
Regular .010 .013 .017 .026 .036 .046
Medium .011 .013 .020w/18p .030 .042 .052
Jazz .012 .015 .026 .034 .044 .054
Bariton .013 .016 .026 .036 .046 .056

Für Akkustikgitarren gelten folgende:


E B G D A E
Extra-Light .010 .014 .022 .030 .038 .048
Light .011 .015 .024w .032 .042 .052
Medium Light .012 .016 .025w .032 .042 .054
Medium .013 .017 .026w .036 .046 .056
Heavy .014 .018 .027 .039 .049 .059




Natürlich gibt es auch Ausnahmesätze so bietet es sich für Gtarristen die mit anderen Stimmungen spielen z.B. Drop-D ein Saitensatz mit leicht verstärkert tiefer E-Saite an damit die Saitenspannung über die Gitarre hinweg in etwa gleich bleibt.

Auch sollte man die Mensur (Abstand zwischen Hals und Steg) der Gitarre berücksichtigen Gitarren mit kurzer Mensur benötigen eher einen stärkeren Saitensatz (als statt Lite einfach einen Regular nehmen) als Gitarren mit langer Mensur. Für Gitarreros die mit einer Tremolo-Gitarre ausgestatten sind noch ein kleiner Hinweis. Bei einen Umstieg auf eine höhere Saitenstärke nicht Vergessen ein paar mehr Spannfedern einzubauen sonst können unschöne Sachen mit eurem Instrument passieren.

Zu Guter letzt noch eine paar kleine Gedankengänge … Leute die etwas mehr Akkorde oder Rythmsection spielen müssen bedenken dass bei heftigen Anschlag leichte Besaitung schnell das schnarren anfängt. Während bei Soli (Bending, Vibratos) starke Saiten eher anstrengend sind.

Also sucht euch den eurer Spielweise angepassten Satz raus und los gehts.

Gruß Andi

DigiTech XP-200 Modulator

Name: DigiTech XP-200 Modulator

Typ: Gitarreneffektgerät

Hersteller: Digitech

Mit dem XP-200 schickt die Firma Digitech ein weiteres interessantes Effektpedal der XP Serie ins Rennen. Es handelt sich hierbei um ein Modulationspedal mit den Effekten Rotary Speaker, Chorus, Flanger, Phaser, Vibrato, Tremolo und Pan/Autopan sowie eine Funktion zur Volumesteuerung.

Insgesamt stehen euch diesmal 36 Effektvariationen der oben genannten Presetzs zur Verfügung.

XP 200 2sm

Wie auch schon beim XP-100, wählt ihr mit dem ersten Fußtaster  die Effekte an. Drückt man ihn kurz, schaltet das Pedal in den Speicherplätzen nach oben, hält man ihn gedrückt, schaltet es nach unten. Der untere der beiden Fußtaster schaltet das Pedal in den Bypass- oder Tuner- Mode. Auf der Bodenseite des Pedals stehen alle Effekte mit Programmnummer (Speicherplatz) und Funktion.

Die Speicherplätze U1 bis U6 sind auch diesmal für eine individuelle Reihenfolge der Effekte gedacht damit ihr einen schnellen Zugriff auf eure Meistgenutzten Presets habt. Diese werden mit dem Fußtaster ausgewählt und mit dem MODE Taster auf der Rückseite Gespeichert. Weiterhin gibt es einen Regler für das Input Level  und eine LED zeigt an, wann das Modulationspedal zu Clippen beginnt. Zu guter letzt besitzt das XP-200 einen Input und einen Effekt- sowie Dry- Output.

Hier hab ich die Presets wieder für euch aufgelistet.

Bei Fragen und Anregungen stehe ich euch gerne zur Verfügung

Stefan

Kategorie 1: Rotary Speaker hier kann die Geschwindigkeit des Rotors bzw. Horns verändert werden

01 – Rotary 1 Slow/Fast

02 – Rotary 1 Break/Fast

03 – Rotary 2 Slow/Fast

04 – Rotary 2 Break/Fast

05 – Rotary 3 Slow/Fast

06 – Rotary 3 Break/Fast

Kategorie 2: Chorus hier kann per XP-Pedal der Level des Chorus geändert werden

11 – Chorus 2 Voice Shallow

12 – Chorus 2 Voice Medium

13 – Chorus 2 Voice Deep

14 – Chorus 4 Voice Shallow

15 – Chorus 4 Voice Medium

16 – Chorus 4 Voice Deep

Kategorie 3: Flanger Kategorie 4: Phaser Kategorie 5: Vibrato

21 – Flanger Shallow                           31 – Phaser Shallow                            41 – Vibrato 1       – Intensität

22 – Flanger Medium                          32 – Phaser Medium                           42 – Vibrato 2       – Intensität

23 – Flanger Deep                                33 – Phaser Deep                                 43 – Vibrato 3       – Intensität

24 – Flanger Manual 1                        34 – Phaser Manual 1                         44 – Vibrato 4       – Intensität

25 – Flanger Manual 2                        35 – Phaser Manual 2                         45 – Vibrato 5       – Geschwindigkeit

26 – Flanger Triggered                       36 – Phaser Triggered                         46 – Vibrato 6       – Geschwindigkeit

Kategorie 6: Tremolo/Auto Pan

51 -Tremolo Shallow                         Seichtes Tremolo

52 – Tremolo Deep                             Tiefes und dunkles Tremolo

53 – Auto Pan Narrow                       – Sendet das Stereo Signal automatisch nach links oder rechts

54 – Auto Pan Wide                            – Sendet das Stereo Signal automatisch nach links oder rechts

55 – Panner Manual                            – Bei einem Stereosetup kann das Signal aus der linken oder der rechten Box gesendet werden

Kategorie 6: Volume

61 – Volume Pedal                              – regelt die Gesamtlautstärke

DigiTech XP-100 Whammy Wah

Name:                                    DigiTech XP-100 Whammy-Wah

Typ:                                        Gitarreneffektgerät

Hersteller:                            Digitech

Bekannte Nutzer:               Munky and Head von Korn und John Scofield

Mit dem XP-100 leitet die Firma Digitech die dritte Generation des berühmten und beliebten Whammy-Pedals ein. Im Vergleich zu den beiden Vorläufern und dem aktuellen Modell verfügt das XP-100 über eine erweiterte Effektauswahl und einen etwas wärmeren, saubereren Sound.

Weiterhin stehen euch insgesamt 29 Effekte wie zum Beispiel die bekannten und beliebten Pitch-Shifter- und Harmony-Funktionen sowie verschiedene Wahs und Auto-Wah/Envelope Filter zur Verfügung.

XP100smrMit dem ersten Fußtaster wählt ihr die Effekte an. Drückt man ihn kurz, schaltet das Pedal in den Speicherplätzen nach oben, hält man ihn gedrückt, schaltet es nach unten. Der untere der beiden Fußtaster schaltet das Pedal in den Bypass- oder Tuner- Mode. Auf der Bodenseite des Pedals stehen alle Effekte mit Programmnummer (Speicherplatz) und Funktion.

Die Speicherplätze U1 bis U6 sind für eine individuelle Reihenfolge der Effekte gedacht damit ihr einen schnellen Zugriff auf eure Meistgenutzten Presets habt. Diese werden mit dem Fußtaster ausgewählt und mit dem MODE Taster auf der Rückseite Gespeichert. Weiterhin gibt es einen Regler für das Input Level  und eine LED zeigt an, wann das Whammy zu Clippen beginnt. Zu guter letzt besitzt das Whammy-Wah einen Input und einen Effekt- sowie Dry- Output.

Hier hab ich euch nochmal die Presets für euch aufgelistet.

Wie immer, wenn ihr Fragen und Anregungen habt, ihr wisst wo ihr mich findet ;-)

Stefan

Kategorie 1: Volume

01 – Volume Pedal                             – regelt die Gesamtlautstärke

Kategorie 2: Wah

02 – Original Cry Wah                      – ist am Crybaby angeleht

03 – Cry Wah 2                                    – mehr Höhen und etwas aggressiver

04 – Dark & Deep                                – percussiver Klang

05 – Sweet Spot 1                               – mattes Wah

06 – Sweet Spot 2                               – mildes Wah

Kategorie 3: Auto-Wah

07 – Original Cry Auto                       – Crybaby Autowah das beim Anschlag reagiert

08 – Envelope Filter                           – sehr funkige fast blubbernde Sounds

09 – Brass Attack                                 – eine Art slow gear bei dem der Anschag gedämpft wird

10 – Original Cry Auto                       – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

11 – Envelope Filter                            – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

12 – Brass Attack                                 – Möglichkeit zur Einstellung des Attacks via Pedal

Kategorie 4: Whammy / Kategorie 5: Harmony

13 – Up 1 Octave                                 21 – Down 1 Octave, Up 1 Octave

14 – Up 2 Octaves                              22 – Down 4th, Down 3rd

15 – Up 2nd                                          23 – Up 5th, Up 6th

16 – Down 2nd                                     24 – Up 4th, Up 5th

17 – Down 4th                                      25 – Up minor 3rd, Up major 3rd

18 – Down 1 Octave                            26 – Up 2nd, Up 3rd

19 – Down 2 Octaves                          27 – Down 4th, Up 5th

20 – Down 6 Octaves                          28 – Up 5th, Up 1 Octave

Kategorie 6: Detune

29 – Detuner                                      – chorusartiger Sound

Marshall 6100 LM

Hersteller:        Marshall

Typ:                     6100 LMM_Fsm

Bauart:                Röhrentopteil

Röhren:              7 Vorstufenröhren / 4 6550 Endstufen

Gewicht:             26 KG

Features:
Der Marshall 6100 LM gilt als der beste Marshall-verstärker der jemals gebaut wurde. Das liegt nicht zuletzt an der reichhaltigen Ausstattung die dieses Topteil mit sich bringt. Der Marshall ist ein echter Dreikanaler mit jeweils getrennter Klangregelung. Clean, Rythm und Lead lassen viel Spielraum für viele Arten von Musik und zeigen sich recht vielseitig. Mit seinen 100 Röhrenwatt steht jederzeit genügend Leistung zur Verfügung. Das Besondere ist die integrierte Leistungsreduzierung auf 50 oder 25 Watt. So kann der Amp auch in kleineren Locations zum Einsatz gebracht werden. Mit einem Professionellen DI out und Boxensimulation kann ohne Lautstärkeentwicklung aufgenommen werden. Ein Paralleler/ Serieller Effektloop gehört ebenso zur Ausstattung wie ein Warnsystem für defekte Endstufen das den Amp vor Beschädi-gung schützt.

Sound:
Der Clean Kanal ist Marshall untypisch sehr gut und bleibt in jeder Lebenslage differenziert. Mit dem vorhandenen Bright switch kann beispielsweise Les Paul Gitarren das muffelige genommen werden.

Im Rythm Kanal zeigt der Marshall seine britische Herkunft und bietet feinste Overdrive Verzerrung. Das besondere sind die zwei Wahlschalter, die es dem Benutzer erlauben zwischen einem Plexi, einem JMC 800, und einem 900er zu wählen wobei jedes Mal die Zerrintensität zunimmt. Erster ermöglicht warme leicht angecrunchte Sounds die sich sehr gut bei Poppigen Songs etablieren, der 800er Hat den typischen gesuchten Overdrive Sound der Generationen von Musikern geprägt hat. Die dritte Soundeinstellung bietet fast schon Hi-Gain Sounds welche nicht weit vom dritten Kanal entfernt liegen.

Der Lead Kanal ist mitunter der Brachialste, den Marshall bis dato entwickelt hat. Zwei wählbare Gainstufen und ein Contur-schalter lassen stufenlos zwischen Mesa- artigen Chevellsounds und Nu-Metal wechseln ohne den typischen Marshallsound komplett zu verlieren. Gainstufe 1 Reicht in der Regel völlig aus um alles abzudecken was das Rockerherz begehrt. Bei Gainstufe 2 werden wohl Aktive Pickups benötigt um das Klangbild zu entmatschen.

Fazit:
Nicht umsonst wird der Marshall 6100 LM als einer der besten Verstärker bezeichnet der gute Jim jemals gebaut hat. Mit seinen 3 vielseitigen Kanälen, allen voran dem super Cleankanal, ist der Amp jeder Herausforderung gewachsen. Flexibilität ist hier das große Stichwort.

Falls ihr weitere Fragen habt, stehe ich euch wie immer gerne zur Verfügung. Stefan

Hagstrom F-20

hagstroem_F-20_2Design:

Die Hagstrom F-20 ist eine Mischung aus der allseits beliebten Gibson SG und der Fender Stratocaster, jedoch mit einem eigenständigen Charme. Dadurch hebt sich die mit zwei Cutaways sowie bei dieser Bauart untypischem Tremolo ausgestattete Schönheit in Weiß, von den beiden Referenz-Modellen ab. Die Kopfplatte ist Hagstrom-typisch geschwungen und mit einem Perlmuttbinding Verziert. Die Mechaniken sind von Hagstrom selbst und fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Das dreilagige schwarze Schlagbrett, dass die Elektronik verbirgt und den Lack des Bodys schützt, rundet den durchwegs Positiven Gesamteindruck in Sachen Design und Verarbeitungsqualität ab.

Bespielbarkeit/Sound:

Die mit 3,5 KG sehr leichte Gitarre ist aus Linden-Holz gefertigt, welches auch Bauartbedingt sehr ausgeprägte Mitten sowie milde Höhen und schlanke Bässe aufweist. Schon unverstärkt kommt dass Gibson-typische Sustain zum Vorschein. Auch die durch den Gitarrenkörper geführten Saiten tragen zum angenehmen Resonanzverhalten bei. Durch das Flache D-Halsprofil und der 22 Jumbobünde sowie der Kurzen Mensur von 628mm klingt die F-20 Prägnant, Fett und hat eine Schnelle Ansprache. Die präzise abgerichteten hohen Bundstäbchen auf dem aus Holzverbund bestehenden Griffbrett namens Resinator Wood erlauben es dem Gitarristen stärkere Saitensätze aufzuziehen als gewohnt, ohne den Spielkomfort zu beeinträchtigen. Langes und ermüdungsfreies Spielen ist daher ohne Probleme möglich. Das Tremolo Bleibt auch bei stärkerer Benutzung recht Stimmstabil und lässt sich sowohl fest als auch freischwingend arrangieren.

Verstärkt kann die Hagstrom noch weniger ihre Verwandtschaft zur SG leugnen. Der Neckpickup klingt Clean gespielt sehr Voluminös und entwickelt bei zunehmender dezenter Verzerrung, einen bluesigen Solo-Charakter. Die Zwischenposition der Humbucker, die mir persönlich am Besten gefällt, klingt klar und Glockig. Gerade mit ein wenig Hall, Delay und/oder Chorus können die Tonabnehmer ihr ganzes Potential entfalten und sind perfekt für ruhige Passagen mit Akkorden oder Zupfeinlagen geeignet. Der Bridgepickup klingt beispielsweise mit einem Clean gespielten Tweed oder Blackface, ähnlich einer Hollowbody-Gitarre der 50 und 60 Jahre was zu einem kurzen „Johnny B. Goode“ Ausflug einlädt ;-) . Die Verzerrung eines alten Marshall Stacks ist dem Pickup wie auf den Leib geschneidert und bestätigt nun vollen Endes die Ähnlichkeit des Klassikers.

Fazit:

Alles in Allem ist die Hagstrom F-20 eine interessante Alternative zu den etablierten Epiphone SG Modellen und bietet ein sehr gutes Preis- Leistungs- Verhältnis, zumal sie sehr angenehm zu spielen ist. Das eigenständige Design lässt sie zu einem echten Geheimtipp werden.

Epiphone Les Paul

Design:

Die Epiphone Les Paul ist ein von Gibson lizenzierter Nachbau und weist deshalb das gleiche Design auf. Der Klassische schwarze Look mit dem Cremefarbigen Binding und Pickguard, einem Cutaway und der Typischen Kopfplatte sowie der Stoptail Bridge und den Zwei Humbuckern ist seit den späten 50ern die Referenz für alle folgenden Generationen von Gitarren dieses Typs. Trotz des geringen Preises ist die Gitarre Top Verarbeitet und bietet alle Gibson typischen Merkmale wie verleimter Hals und Palisander Griffbrett.


Bespielbarkeit/Sound:

Epiphone Les Paul Standart

Die Les Paul hängt mit schweren 5 Kg straff am Gurt und ist aus Mahagoni Holz gefertigt, welches ein sattes Sustain zufolge hat. Unverstärkt klingt diese Gitarre schon sehr voluminös und hat ein Ausgewogenes Resonanzverhalten, was selbstverständlich auch am verleimten Hals liegt.

Die 22 exzellent abgerichteten Jumbobünde tragen zu außerordentlich guten Bespielbarkeit bei. Das Lange und ermüdungsfreies Spielen ist bei dieser Gitarre ohne Probleme möglich und durch den Cutaway sind Soli auch in den Obersten Regionen spielend zu Meistern. Die Stimmstabilität ist allgemein sehr gut bei dieser Gitarre jedoch neigt die Les Paul wegen der schweren Mechaniken zu einer gewissen Kopflastigkeit.


Verstärkt klingt die Les Paul genauso Fett wie man nach dem Trockentest erwartet hat. Der Neckpickup klingt Clean gespielt sehr Warm. Eine leichte Verzerrung verleiht dem Pickup einen Bluesigen Charakter a la Santana welches zum Solieren einlädt. Die Zwischenposition bietet „Best of Both Worlds“. Das Voluminöse des Hals- und das Klare des Stegpickups geben der Gitarre einen Poppigen Einschlag welcher prädestiniert für Akkorde und Picking ist.

Der Bridgepickup ist seinerseits recht Höhenlastig, was bei steigender Verzerrung vor allem der Durchsichtigkeit im Sound zugute kommt. Auch bei hoher Verzerrung oder Drop Tunings macht der Pickup jederzeit eine gute Figur. Diese Gitarre fühlt sich vor allem an Marshalls und gleichgesinnten Artgenossen sehr wohl und hat nicht umsonst den Ruf der ultimativen Rock Gitarre.


Fazit:

Epiphone ist ein echter Geniestreich gelungen, da die Ebony Les Paul keine nennenswerten Unterschiede zu der großen Gibson-verwandschaft aufweisen kann. Einzig und allein der Geldbeutelschonende Kaufpreis und der markentypische Epiphone Schriftzug zeigen, dass es sich bei diesem Modell um die Schwester des Originals handelt. In jedem Fall ist diese Gitarre die erste Wahl für Gitarristen, das Verlangen nach Qualität und Sound und nicht an den Namen des Klassikers haben.


Stefan