Konzertreview / Sunrise Avenue Unplugged

Ich freue mich heute einen neuen Gastautor auf Guitarguy begrüßen zu dürfen. Vorhang auf für Moritz.
Rödelsee im Ausnahmezustand. Man durfte Donnerstagabend sicherlich zu Recht fragen, ob das beschauliche Dorf je so viele Gesichter auf einmal zu sehen bekommen hat. Hunderte Menschen – teils von weit her angereist – folgten dem Ruf von Radio Gong und füllten den Rödelseer Winzerkeller, der eigentlich dazu angetan ist, nicht nur feuchtfröhliche Weinfeste zu beherbergen. Das nahm sich die finnische Band SUNRISE AVENUE zu Herzen und heizte zwischen Moskau und Wien auch dem hiesigen, sehr gemischten Publikum des Event-Konzerts ordentlich ein.

Lange musste gewartet werden und schließlich hatte bestimmt auch der letzte im Keller verstanden: Die Jungs sind nicht nur im Radio eine große Nummer sondern können sich scheinbar auch live einiges leisten. Belohnt wurde dann die Masse mit einer unplugged-Version des aktuellen Albums “PopGasm” - und das gar nicht mal schlecht!

Zwar muss man ehrlicher Weise sagen, dass die Stimme des Frontsängers Samu sich schon nach ein-zwei Songs als wenig spektakulär entpuppt und den sehr poppigen Songs des neuen Albums einiges an Tiefe im Vergleich zu Ohrwürmern wie “Fairytale Gone Bad” oder “Wonderland” fehlt… doch wurde das ein Stück weit durch den Akkustik-Auftritt relativiert. Auch wenn weiterhin auf E-Bass und Keyboard gesetzt wurde – vor allem der Leadgitarrist Riku und sein Kollege am “Klavier” Jukka zeigten in fast jazzigen Soli, was sie wirklich können! Schade, dass dieses offensichtliche Bedürfnis, sich auch an kompliziertere, spannungsgeladene Harmonik und vertracktere Rhythmik zu wagen, außer in einem bisher nicht veröffentlichten Werk, nicht mehr ausgebaut wurde. Stattdessen: Viel flaches Gedümpel im Einheitsbrei der Radioballaden. “Wildes”, in Rockermanier gehaltenes  Gespringe kann da auch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass das neue Album der Sunrise Avenue wohl eher die zärterbesaiteten Teeniefans anspricht, als hohe Wogen bei anspruchsvollerem Publikum zu schlagen!

Nachdem die Stimmung mit dem Hit “Fairytale Gone Bad” auf den Höhepunkt gebracht und spätestens hier fast alle zum Mitsingen annimiert wurden, hatten die Finnen wohl Gefallen am Charme der fränkischen Landluft gefunden. Sie folgten dem Chor nach “Zugabe” all zu gerne und performten fleißig weiter. Auch wenn einige schon früher Frischluft suchten, der letzte Titel hatte sich noch einmal gelohnt!

Wer sich jetzt ärgert, dass ihm dieses Unplugged Konzert entgangen ist, der hat noch die Möglichkeit Karten für den 27.3 in München zu kaufen. Dies ist dann auch vorerst das letzte Konzert der Band in Deutschland.

Song der Woche / Rylynn

Ich denke Andy Mckee wird den meisten Gitarristen ein Begriff sein. Dieser beeindruckenden Künstler ist ein wahres Genie an der Gitarre. Bekannt wurde er mit seinen Youtube-Videos und zeigt damit vorbildlich, wie man das Internet als Künstler nutzen kann. Eines der am höchsten gevoteten Videos bei Youtube überhaupt ist der Song Rylynn. Wer mal eine richtige Herausforderung möchte der soll sich doch einmal hieran versuchen:




Künstler: Andy McKee
Schwierigkeitsgrad: Profi
Übungsbereiche: Fingerpicking, schnelle Griffwechsel, Rhythmus, Anschlag
Tabs und Noten: Rylynn Tabs

Nicht verzweiflen der Song ist wirklich schwer. Achja das teilweise abklemmen funktioniert mit manchen Capos nicht!

Song der Woche / I’m Yours

Wer erinnert sich noch an diesen Sommerhit von Jason Mraz? Ich hatte wochenlang einen Ohrwurm bis ich ihn mir rausgeübt habe. Der Song ist echt super um mal das Singen mit der Gitarre zu üben.

Es gibt nicht viele zu schweren Tonsprünge in der Stimme aber rhytmisch ist das ganze recht knifflig. Ich habe mal nicht das Orgnial als Vorstellungsvideo ausgewählt sondern ein wie ich finde recht gutes Cover urteilt selbst:



Und wie immer der Weg zu den Tabs & Chords für die Gitarre.

Viel Spass beim Singen und Üben. Postet doch mal ob euch der Song gefällt wie ihr damit zurecht kommt oder ob ihr Wünsche für den nächsten Song der Woche habt.