Die 7 besten iPhone Apps fuer Gitarristen

Die Zutat die das iPhone einen solch erfolgsgekrönten Siegeszug hinlegen ließ, war die Möglichkeit Programme sogenannte Apps von Drittentwicklern zu nutzen. Die Möglichkeiten die sich dem Benutzer dieses Handys eröffneten waren/sind phänomenal. Heute findet man für jede noch so unwichtige Sache eine App aber auch wirklich nützliche Programme mit großen Mehrwert für den Nutzer. Die Kunst ist es diese Apps in der mittlerweile gewaltige Menge ausfindig zu machen. Ich habe mich mal auf die Suche nach den nützlichsten Programmen für Euch und eure Gitarre gemacht und habe folgende Auswahl zusammengestellt.

RTA:
rtaDer RTA ist ein sogenannter Real-Time-Analyzer für das iPhone und den iPod Touch. Dieses Programm greift auf das interne/oder externe angeschlossene Mikrofon zu, um ein genaues Frequenz/Lautstärkebild der Umgebung aufzuzeichnen. Für Tontechniker ist dies durchaus nützlich um Monitore einzumessen und einen etwaigen Nachregelungsbedarf festzustellen. Die App arbeitet sehr genau ist allerdings mit einem Preis von 9,99 € nicht ganz billig. >>Weiter zum Appstore

Guitartoolkit:
gtk-icon-57Das bei weitem umfangreichste Programm für Gitarristen und für mich auch mit eines der nützlichsten. Es beinhaltet eine Vielzahl von Funktionen unter anderem ein sehr gut funktionierendes Stimmgerät. Desweiteren hat man ein Metronom, eine Akkordsuche (mit Anzeige und Tonausgabe auf dem Griffbrett) und die Möglichkeit sämtliche Skalen (=Tonleitern) auf dem Griffbrett ausgeben zu lassen mit an Board. Das schöne ist, dass das Programm es einem erlaubt andere Grundtunings oder auch diverse Instrument zu wählen. So kann man sämtliche Funktionen auch mal mit dropped D Stimmung ausprobieren oder seine heimische Ukulele stimmen. Für diese Fülle an wirklich nützlichen Funktionen ist der Preis von 7,99€ akzeptabel. >>Weiter zum Appstore

MySongbook:
mysongbook Nun bei diesem Programm ist der Titel ja schon recht vielsagend. Wer von euch einmal begonnen hat einen eigenen Lagerfeuer-Songordner zuammenzustellen weiß wieviel Arbeit das ist. Nun mit diesem Tool hat man anfangs auch ein wenig Aufwand, aber dafür ist das Liederbuch deutlich protabler und hat den ganz entscheidenden Vorteil der Hintergrundbeleuchtung ;-) . Wer schonmal in der Dämmerung vom Blatt spielen wollte kennt das Problem. Die App ermöglicht es einem Liedertexte mit Akkorden einzuspeichern bzw. auf die allgemein bekannten Webseiten zuzugreifen und euch die gewünschten Lieder zu herunterzuladen. Die Bedienung ist am Anfang etwas umständlich aber sobald man sich daran gewöhnt hat ist das Programm echt Gold wert und für einen Preis von 1,59€ sehr erschwinglich. >>Weiter zum Appstore

Fret Surfer Gitarren-Trainer:
fretsurfer Fret Surfer ist eine wirklich komfortable Lösung sich mal genauer mit dem Griffbrett der Gitarre auseinanderzusetzten. Eines meiner Lieblingsthemen die Orientierung auf dem Griffbrett kann damit spielend erlernt werden. Dabei hat der Nutzer ein leeres Griffbrett vor sich und bekommt bestimmte Töne gegeben (Ton und Bild) und muss diese auf dem Griffbrett ausfindig machen. Oder es wird eine bestimmte Stelle auf dem Griffbrett angezeigt der man den passenden Ton zuordnen muss. Das optimale Abfragetool für zwischendurch für einen Preis von 2,39€. >>Weiter zum Appstore

TabToolkit:
ttk-icon-57 Wer gerne unterwegs Solos übt oder generell viel mit Guitarpro arbeitet der bekommt hier ein wirklich nützliches Werkzeug zur Hand. TabToolkit ist das mit Abstand beste Programm zum abpielen von Tabs. Es stellt einen wie man es von Guitarpro kennt Noten, Tabs und ein Griffbrett (Wahlweiße auch Klaviatur) zur Verfügung. Wirklich interressant sind auch die voreingespeicherten Appregios und Aufwärmübungen. Ansonsten hat man hier eine gute Möglichkeit auf seine Tabs zuzugreifen ohne gleich einen ganzen Computer herbeischaffen zu müssen. Für 7,99€ zu haben aber von der Funktionalität und Bedienbarkeit der Konkurrenz weit vorraus. >>Weiter zum Appstore

MultiTrack – 16 Track Recorder:
multitrack Wer ein starkes Aufnahmegerät für unterwegs sucht der findet hier genau das richtige. Mit MultiTrack kann man bis zu 16 Spuren (immer nur einzeln) aufnehmen. Dabei kann man auf das interne aber auch auf ein externes Mikrofon zurückgreifen und so qualitativ wirklich beeindruckende Ergebnisse erzielen. Schön ist auch, dass der Zugriff auf die Aufnahmen einfach und schnell in jedem Wlan zu bewerkstelligen ist. Ein wirklich auserordentlich nützliches mobiles Recordingtool. Kostenpunkt 11,99€. >>Weiter zum Appstore

iNoteTrainer:
inotetrainerAuch hier habe ich ein Programm ausgegraben das eines der größten Gitarristen Probleme aus der Welt schaffen kann. DAS NOTEN LESEN ;-) ! iNoteTrainer ist ein sehr intuitives Programm zum Noten lernen. Dabei sieht der Benutzer eine Note und muss ihr den richtigen Ton zuordnen. Von Vorzeichen bis zum Basschlüssel deckt das Programm den kompletten Bereich ab und führt durch einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad den ahnugslosen Gitarristen langsam an die Materie heran. Der Preis für diesen Personal Trainer 2,99€. >>Weiter zum Appstore

Ich habe alle diese Apps selbst getestet und mit vielen weiteren verglichen. Dabei habe ich vorallem mehr Wert auf Funktionalität und Qualität gelegt als auf den Preis, denn ich denke für wirklich nützliche Funktionen darf man auch mal den ein oder anderen Euro locker machen. Diese Programme habe sich für mich wirklich bewährt und ich persönlich möchte keine dieser Apps mehr missen.

Das Homestudio – Aktive Nahfeldmonitore

Heute (wenn auch etwas verspätet) möchte ich tiefer in die unendlichen Weiten des Themas Aktive Nahfeldmonitore eintauchen, da Midfield oder gar Mainmonitore sowohl preislich als auch wegen ihrer Ausmaße nicht in Frage kommen und nur in großen Tonstudios verwendet werden.

Als erstes sollte man sich überlegen, was für Anforderungen und Wünsche man an das System stellt.

Sicherlich werden einige von euch blind auf die Qualität des allgemeinen Studiostandards, den aktiven Nahfeldmonitoren Yamaha HSM 80 vertrauen, jedoch solltet ihr euch ruhig ein paar Alternativen zu Gemüte führen die sowohl budgetschonend und qualitativ mithalten oder gar besser abschneiden können. Für kleine Projektstudios reichen oft kleine Aktivmonitore mit 40-80 Watt Leistung für den Basslautsprecher sowie den Hochtöner. Hier ist das Stichwort Bi-Amping zu nennen, dass mit Hilfe einer Frequenzweiche die hohen von den tiefen Signalen trennt und diese dann über zwei separate Endstufen verstärkt.

Auch das Thema Bassreflex solltet ihr euch ein bisschen zu Gemüte führen, da diese für eine klare Basswiedergabe entscheidend sind. Wenn ihr die Monitore ganz dicht an einer Wand stehen habt, ist es sinnvoll Monitore wie z.B. die FOSTEX PM-04 zu wählen, da ihre Reflexöffnungen sich auf der Vorderseite befinden.

Im Preissegment um rund 200 Euro als Paar kann ich euch die M-AUDIO BX 5 STUDIOPHILE, und die ALESIS M1 ACTIVE 520 ans Herz legen, da sie einen ausgewogenen Frequenzgang mit anständigem Mittenbereich (der für das optimale Abmischen unabdingbar ist) haben.

Wer auf mehr Leistungsreserven zurückgreifen möchte, sollte sich die Modelle ESI NEAR08 CLASSIC BUNDLE und BEHRINGER B2031A TRUTH im Preisbereich von rund 300 Euro näher anschauen. Letztere nutze ich selbst da sie für mein Gehör am Besten klangen (Achtung: am Besten = sehr dehnbarer Begriff. Daher ist es sinnvoll wenn ihr bei einem großen Musikhaus 3-4 Modelle im Vergleich hört, z.B. mit dem Lieblingssong ;-) ). Achtet dabei wie schon oben erwähnt darauf, das der Song sehr Mittenbetont ist und nicht „geschönt“ wird, denn nur mit einem ehrlichen Monitor klingt der fertige gemasterte Song auch auf Omas altem Küchenradio gut.

Abschließend kann ich sagen, dass der richtige Studiomonitor der ist, mit dem man vertraut ist und den man vom ersten Eindruck her mag. Früher oder später muss man sich mit einem der Modelle anfreunden. Scheut euch nicht davor, Tipps von Fachleuten in Bezug auf Aufstellung und Einsatzspektrum einzuholen, da das natürlich bei jedem von euch variiert.

Bei Fragen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung. Damit verabschiede ich mich ins Wochenende …

Stefan

Das Homestudio – Audiointerface

Bei vielen von uns Musikern entsteht nach einiger Zeit der Wunsch, das eigens komponierte Material nicht nur auf dem Papier festhalten zu können. Da aber der chronische Geldmangel eine der Hauptkrankheiten von uns Künstlern ist, kommt ein Tonstudiobesuch für die meisten nicht in Frage. Eine Möglichkeit trotz schlankem Geldbeutel nicht auf ordentliche Aufnahmen verzichten zu müssen, ist sich mit ein wenig Eigenengagement selbst um das Recording zu kümmern. Also wird schnell der alte Pentium 3 formatiert und mit Windows XP startklar gemacht. Jetzt fehlt nur noch ein Audio Interface das via USB oder FIREWIRE mit dem Rechner verbunden wird, ein bis zwei Mikrofone und einen Kopfhörer bzw. Abhörmonitore. Heutzutage sind die Preise für das ganze Technische Equipment so günstig und die Vielfalt so Gross, dass man die sprichwörtliche Qual der Wahl hat.

Um ein paar Anhaltspunkte zu geben, in welche Richtung man sich Preislich und Qualitativ bewegen kann und möchte, starte ich mit diesem Artikel eine Zusammenfassung der Benötigten Hardware die im Verlauf immer weiter ausgebaut wird.

Das wohl wichtigste Teil das zum Hobby Homestudio beiträgt, ist natürlich das Audiointerface.
Ganz zu Beginn rate ich von XLR- oder Klinke zu USB ab, da für nicht viel mehr Geld ein Robustes Interface mit guten Wandlern sinnvoller angelegt ist zumal man ja nicht nur einmal aufnehmen möchte und die Robustheit der Kabellösung schlichtweg schlecht ist.
Man sollte auch auf mitgelieferte Software wie z. B. Cubase LE 4 achten, da nach der Installation sofort mit den ersten Aufnahmen unkompliziert begonnen werden kann. Ein Mischpult wird entgegen der weitläufigen Meinung nicht mehr benötigt (außer man gehört zu den Leuten die was zum Anfassen brauchen ^^ ), da eine digitale Version in Cubase schon mit inbegriffen ist (in einem der folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über Cubase und seine Features).

Wer als Solokünstler arbeitet oder sich recht Portabel einrichten will, dem empfehle ich ein kleines 2 Kanal USB Interface wie z.B. das ESI ESU 22 welches schon ab 75!!! € inklusive Cubase LE 4 zu erstehen ist. Wer bereit ist bis 150€ ein Schnäppchen zu machen, sollte sich unbedingt die PRESONUS AUDIOBOX USB näher anschauen. Diese Überzeugt mit einfacher Bedienung, exzellente Digitalwandler (Class-A-Preamps), einem Robusten Metallgehäuse und natürlich wieder Cubase. Selbst Midi wird dem Enthusiastischen Musiker hier nicht vorenthalten, zwei Anschlüsse für die aktiven Abhörmonitore,  einen Kopfhöreranschluss und Phantomspeisung hat die Wunderkiste auch zu Bieten. Die Verarbeitung und die Klangqualität sind meiner Meinung nach die Besten dieser Preisklasse.

Sobald man jedoch mit Band im Schlepptau Aufnahmen machen, und den Schlagzeuger komplett abnehmen möchte, Sollte man sich an immer noch handlichen 1HE hohen 8-Kanal Interfaces orientieren. Hier finden sich Qualitativ hochwertige Recording Interfaces wie das Alesis IO/26 ab 349€, mein Favorit, der Firepod für 395€ mit FIREWIRE Schnittstelle, sowie das M-AUDIO FAST TRACK ULTRA 8R für 409€ oder das TASCAM  US-1641 für 429€ mit USB Schnittstelle. Alle vier Geräte sind obere Mittelklasse und lassen hinsichtlich der Ausstattung fast keine Wünsche offen. (Bei Fragen bezüglich meiner Empfehlungen und Tipps stehe ich gerne zur Verfügung!)

Das Anschließen selbst ist nicht der Rede wert, da nur ein Netzteil sowie ein Verbindungskabel nötig sind und solange man sich an die Installationsanleitung der Software hält, kann auch hier nichts schief gehen.
So der erste Schritt zu eigenen Aufnahmen ist getan. Nächste Woche werde ich das Thema Abhörmonitore im Rahmen dieser Artikelserie mal etwas genauer beleuchten.
Bis dahin viel Spaß,
Stefan