Konzertreview / Sunrise Avenue Unplugged

Ich freue mich heute einen neuen Gastautor auf Guitarguy begrüßen zu dürfen. Vorhang auf für Moritz.
Rödelsee im Ausnahmezustand. Man durfte Donnerstagabend sicherlich zu Recht fragen, ob das beschauliche Dorf je so viele Gesichter auf einmal zu sehen bekommen hat. Hunderte Menschen – teils von weit her angereist – folgten dem Ruf von Radio Gong und füllten den Rödelseer Winzerkeller, der eigentlich dazu angetan ist, nicht nur feuchtfröhliche Weinfeste zu beherbergen. Das nahm sich die finnische Band SUNRISE AVENUE zu Herzen und heizte zwischen Moskau und Wien auch dem hiesigen, sehr gemischten Publikum des Event-Konzerts ordentlich ein.

Lange musste gewartet werden und schließlich hatte bestimmt auch der letzte im Keller verstanden: Die Jungs sind nicht nur im Radio eine große Nummer sondern können sich scheinbar auch live einiges leisten. Belohnt wurde dann die Masse mit einer unplugged-Version des aktuellen Albums “PopGasm” - und das gar nicht mal schlecht!

Zwar muss man ehrlicher Weise sagen, dass die Stimme des Frontsängers Samu sich schon nach ein-zwei Songs als wenig spektakulär entpuppt und den sehr poppigen Songs des neuen Albums einiges an Tiefe im Vergleich zu Ohrwürmern wie “Fairytale Gone Bad” oder “Wonderland” fehlt… doch wurde das ein Stück weit durch den Akkustik-Auftritt relativiert. Auch wenn weiterhin auf E-Bass und Keyboard gesetzt wurde – vor allem der Leadgitarrist Riku und sein Kollege am “Klavier” Jukka zeigten in fast jazzigen Soli, was sie wirklich können! Schade, dass dieses offensichtliche Bedürfnis, sich auch an kompliziertere, spannungsgeladene Harmonik und vertracktere Rhythmik zu wagen, außer in einem bisher nicht veröffentlichten Werk, nicht mehr ausgebaut wurde. Stattdessen: Viel flaches Gedümpel im Einheitsbrei der Radioballaden. “Wildes”, in Rockermanier gehaltenes  Gespringe kann da auch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass das neue Album der Sunrise Avenue wohl eher die zärterbesaiteten Teeniefans anspricht, als hohe Wogen bei anspruchsvollerem Publikum zu schlagen!

Nachdem die Stimmung mit dem Hit “Fairytale Gone Bad” auf den Höhepunkt gebracht und spätestens hier fast alle zum Mitsingen annimiert wurden, hatten die Finnen wohl Gefallen am Charme der fränkischen Landluft gefunden. Sie folgten dem Chor nach “Zugabe” all zu gerne und performten fleißig weiter. Auch wenn einige schon früher Frischluft suchten, der letzte Titel hatte sich noch einmal gelohnt!

Wer sich jetzt ärgert, dass ihm dieses Unplugged Konzert entgangen ist, der hat noch die Möglichkeit Karten für den 27.3 in München zu kaufen. Dies ist dann auch vorerst das letzte Konzert der Band in Deutschland.

Song der Woche / You re a God

Auch diese Woche habe ich wieder einen coolen Track in meiner Musiksammlung für euch und eure Gitarre gefunden. Ich weiß nicht wer unter euch Vertical Horizon kennt? Ich glaube der Leseranteil ist eher gering. Die Band stammt aus Washington D.C. und machen seit 1992 rockig poppige Musik. Eine Singelauskopplung aus ihrem 2. Album war dieser Song. Enjoy it …

Künstler: Vertical Horizon
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Anschlag ist ein bisschen knifflig)
Übungsbereiche: Gesang, Anschlag
Tabs und Noten: You’re a god

Einfacher sommerlicher Song für die gesanglich nicht so starken unter uns.

Interview / Die Wahrheit zum Musikbusiness

Dem Musikbusiness haftet eine gewisse Magie an. Sein Geld mit eigener Musik verdienen … wer träumt da nicht von? Doch manch einer merkt auf dem Weg nach oben, dass auch diese Welt die ein oder andere Macke hat. Ich habe dazu mit einem Künstler gesprochen, der das ganze durch recht nüchterne Augen betrachtet. Aus verschiedenen Gründen möchte er Incognito bleiben. Viel Spass beim lesen.

Kurze anonyme Vorstellung deinerseits?

Bei mir handelt es sich um einen Musiker, ehemals mit Plattenvertrag bei einem Major Label.

Du schreibst in deinem Blog, dass du die Karriere die sich andere wünschen „hattest“ ! Bereust du das du sie hinter dir gelassen hast?

Ich habe sie noch nicht ganz hinter mir gelassen, daher schreibe ich auch anonym. Mit dem Ende des Plattenvertrags endete zwar der große Hype, die Finanzierung von defizitären Touren und die Einladungen zu Echo-Partys. Aber glücklicherweise endeten auch die endlosen Versprechen, die nie gehalten wurden, die Diskussionen um chartfähige Musik, und es begann endlich eine realistischere Sicht auf die Branche und wie bzw. ob man mit Musik Erfolg haben kann.

Wie seid ihr/ bist du soweit gekommen was war euer Erfolgsrezept?

Da spielen viele Dinge eine Rolle. Wir machen Musik, die durchaus auch im Radio laufen kann. Wir haben vor dem Plattenvertrag viel live gespielt und uns auf eine gute Performance konzentriert. Wir kommen aus Berlin, wo sich die Musikbranche vorwiegend herumtreibt. Und wir haben uns auch selbst mit den Themen Vermarktung, Online-Präsenz und Image beschäftigt. Darüber hinaus denke ich, dass wir musikalisch halbwegs begabt sind. Man wurde einfach auf uns aufmerksam. (Wir haben zum Beispiel nie Demos verschickt.)

Wenn du das ganze nochmal von vorne durchleben könntest was würdest du anders machen?

Meine Erwartungen wären sicherlich deutlich kleiner. Die Branche spielt gezielt mit den Hoffnungen und Träumen der Künstler. Wenn man sich dem hingibt und all das glaubt, was einem erzählt wird, wird man die meiste Zeit nur mit Enttäuschungen konfrontiert sein. Das wird sich auf die Kunst nicht positiv auswirken. Mit diesem Wissen im Hinterkopf würde ich auch anders an die Sache herangehen: Der Plattenvertrag wäre dann nur der Plan B. Wenn er funktioniert und man durch die Plattenfirma bekannt wird, ist ja alles gut. Aber Plan A wäre immer noch, selbst an seinem Erfolg zu arbeiten und auf niemanden zu warten. Die Verträge müssten einem natürlich diese Freiheit einräumen. Der Anwalt müsste gute Arbeit leisten.

Deine Meinung von den Plattenlabeln ist nicht die positivste wie kommt das?

Außer der Tatsache, dass die Labels die Entwicklung der Musikbranche verschlafen haben, werfe ich ihnen eigentlich nichts vor. Ein Label hat auch nur ein eigenes Interesse – das Verkaufen von Musik – und danach handelt es. Dass der Künstler da eher eine minimale Rolle spielt, musste ich erst lernen. Enttäuscht bin ich eher von der Arbeitsweise der Menschen in dieser Branche. Die fehlende Rücksicht auf andere, die Oberflächlichkeit, die allgegenwärtige Unzuverlässigkeit und die hohe Bereitschaft schlichtweg zu lügen habe ich in dieser Form kaum in einer anderen Branche gesehen.

Sollte eine Band sich überhaupt um einen Plattenvertrag bemühen oder ist man besser ohne dran?

Die Antwort auf diese Frage fällt heute sicherlich anders aus als noch vor zehn Jahren. Mit Sicherheit würde ich nicht empfehlen, dass eine Band als höchstes Ziel den Plattenvertrag haben sollte. Damit verschwendet man viel Zeit, in der man Fans akquirieren, tolle Songs schreiben und sich selbst vermarkten könnte. Wenn der Plattenvertrag dann da ist, ist auch noch nichts geschehen, auf das man stolz sein könnte. Denn er ist sicherlich keine Garantie, dass irgendetwas Großartiges passiert. Aber die Frage ist doch eher: Nehmen die Labels denn noch Bands unter Vertrag, die es dann zu etwas bringen? Aus meiner Sicht ist die Mühe um einen Plattenvertrag in Deutschland heutzutage vergebens.

Worauf sollte man dabei besonders achten?

Will man es trotzdem versuchen, sollte man die Sicht eines Labels im Hinterkopf behalten. A: Die Leute dort haben jeden Tag massenweise mit unbekannten Künstlern zu tun und B: Ein Major Label will so viel wie möglich verkaufen, ist also hauptsächlich am Mainstream interessiert. (Mit Sparten wie Jazz oder Klassik kenne ich mich kaum aus.) Das bedeutet, man muss eine gute Mischung finden aufzufallen und dennoch massentaugliche Musik zu machen. Beides ist sehr schwierig, und beides zusammen noch schwieriger. Manche Bands kommen über ihr Netzwerk an den Vertrag, etwa ein Manager oder Produzent mit guten Kontakten. Nur äußerst selten führt eine eingesandte Demo-CD zu einem Vertrag. Bei uns war es anders: Wir haben viel live gespielt und die Industrie zu uns kommen lassen. Das ging für uns auf. Wenn man das macht und man nie angesprochen wird, dann stimmt etwas am Produkt nicht.

Was waren denn für dich die guten Seiten am Leben eines erfolgreichen Musikers?

Die großen Live-Konzerte, das Leben auf Tour (bis zu einem gewissen Grad), die Zuschriften der Fans, die Groupies. ;-) Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir kommerziell nicht so erfolgreich waren wie es sich das Label wünschte. Sehr viele Deutsche kennen uns nicht. Deswegen wollte das Label auch kein zweites Album mehr machen. Die Zeiten, als man noch mehrere Alben lang in einen Künstler investierte, sind lange vorbei. (Und dabei wurde Grönemeyer erst mit seinem fünften Album erfolgreich, Rosenstolz erst mit ihrem sechsten!)

Sind die Partys wirklich so gut ;-) ?

Die Partys in der Branche sind je nach Laune ok bis furchtbar. Es gibt viel Alkohol umsonst, aber der Rest ist „sehen-und-gesehen-werden“. „Was machst Du so?“ „Wie läuft’s bei Euch?“ Derselbe Smalltalk wieder und wieder. Ich persönlich hatte mehr Spaß mit meiner Band beim Abhängen im Hotel nach dem Konzert.

Wieso sind deiner Meinung nach so viele Musiker Blender oder hart ausgedrückt Lügner und Schaumschläger?

Ich habe nur wenig Musiker getroffen, die so sind. Unter den Musikern herrscht aus meiner Sicht immer das beste Verhältnis. Wir sind Kollegen. Probleme gab es fast ausschließlich mit den Nicht-Musikern der Industrie. Der A&R-Manager, der Marketing-Chef, der Bandmanager, der Booker etc. Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Das Ziel dieser Leute ist es, unter all den Künstlern denjenigen zu finden, der ihnen am meisten Geld macht. Und wenn sie ihn gefunden haben, alles dafür zu tun, dass die Welt für ihre Kunst zahlt. Man muss dafür schon ein übergroßes Image aufbauen und notfalls auch lügen, wenn es sein muss. Und am besten glaubt der Musiker auch selbst an dieses Image, damit er es nach außen hin vertritt. Für „normale“ Menschen ist da kaum Platz, das will keiner. Darüber hinaus scheint sich diese Verhaltensweise auf andere zu übertragen. Ich kenne Musiker, die selbst unter den Lügen litten, die dann aber selbst damit anfingen, als sie die Seite gewechselt hatten und etwa Produzent oder Label-Mitarbeiter wurden. Und drittens spielt sicherlich auch die Gier nach Anerkennung, Ruhm und Geld eine Rolle. Ich habe schlimme Streits miterlebt wegen 100 Euro. Das hätte es in keiner anderen Industrie gegeben.

Du machst dir auf deinem Blog auch Gedanken über die Entwicklung des Musikbusiness. Wo siehst du das Musikgeschäft in 5 Jahren in Zeiten von Filesharing und Onlinestores?

Definitiv mehr in der Hand der Künstler. Alles, was früher nur ein Label konnte, steht jetzt jedem zur Verfügung. Das reicht von der Produktion über die Distribution bis zum Musikvideo. Wer kreativ ist und sich mit diesen Medien beschäftigt, wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer bekommen. Das wird woanders stattfinden. Nicht auf MTV, nicht auf SWR3. Sondern auf YouTube, Facebook (oder dem angesagten Medium in 5 Jahren) und auf den kleinen Bühnen Deutschlands. Das bedeutet auch, dass die erfolgreichen von uns nur in Nischen bekannt sein werden. Es wird definitiv schwieriger sein, von Musik zu leben in Deutschland.

Was willst du jungen Musikern abschließend mit auf ihren augenscheinlich steinigen Weg geben?

Die Zeiten des großen Ruhms durch den Major Label Vertrag sind definitiv vorbei. Je früher das ein Künstler erkennt, desto mehr Chancen hat er durch seine eigene Arbeit erfolgreich zu werden. Wichtig ist aber immer noch das Produkt: die Musik und das öffentliche Auftreten (Image, Konzerte, Internet, Videos, Interviews etc.). Musiker sollten sich vorwiegend um diese Dinge kümmern und dabei den Zuhörer im Kopf behalten, denn für ihn machen sie die Musik. Wer dann mit den Entwicklungen der Medien standhält, hat gute Chancen sich ein treues Publikum zu erspielen.

Weitere interessante Sichtweisen und Gedankengänge zum Musikbusiness findet ihr auf seinem Blog schaut doch einmal vorbei.

Buchreview: Bandologie / Nils Kolonko

Fast jeder Musiker hat schon einmal davon geträumt mit seiner Musik erfolgreich zu werden. Doch wie wird man erfolgreich? Nils Kolonko ehemaliger Mitarbeiter einer Plattenfirma hat seine Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema in ein Buch gefasst, dass ich euch heute einmal vorstellen möchte.

Inhalt:
In dieser “Bandologie” beleuchtet der Autor auf 319 Seiten die grundlegenden Aspekte des Bandaufbaus bzw. des Musikbusiness. Dabei unterteilt er die Inhalte in folgende 10 Hauptkapitel:

1. Grundlegende Fragen des erfolgsuchenden Musikers
Wie kann ich mit Musik Geld verdienen und rentiert sich das überhaupt? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Grundsatzfragen wird der Leser an das Thema herangeführt.

2. Wie man seine eigene Zukunft besser bestimmen kann: Die Geschichte der Musikindustrie
Ein kurzer Abriss über die Entwicklung der Musikindustrie von der Zeit vor dem Rock ‘n’ Roll, bis zu dem Hier und Jetzt das wir alle kennen.

3. So wird eure Band erfolgreich – die fünf Erfolgsfaktoren einer Band
Hier geht es schon ans Eingemachte. Mittels der 5 Punkte “Das beste Team gewinnt” , “Qualität” , “Passende Inhalte”, “Massenwirkung” und “Kontinuität” erhält der Leser die wichtigsten Punkte für musikalischen Erfolg an die Hand. Schön sind dabei die angeführten durchaus aktuellen Beispiele, anhand derer jeder Teilbereich nochmal unterstrichen wird. Als Resume aus diesem Kapitel nimmt man mit, dass Erfolg nur durch eine gute Mischung all dieser Bereiche erreicht werden kann.

4. Wie man vom Musiker zum musikalischen Unternehmer wird
Mit Teilüberschriften wie “Wirkung zählt, nicht Leistung” dreht sich dieser Abschnitt hauptsächlich um Wirkungsoptimierung und unternehmerische Grundlagen. Geld verdienen ist Arbeit auch im Musikbusiness und um den größtmöglichen Nutzen aus seiner Arbeit zu ziehen, muss man sich natürlich Gedanken über deren Auswirkungen machen.

5. Menschliche Hürden in Bands – und wie man sie meistert
Um auch einen reibungslosen Ablauf im inneren eurer Musikunternehmung zu gewährleisten, werden hier mögliche Problembereiche angesprochen und dafür passende Optionen vorgeschlagen. Die Entscheidung nimmt euch das Buch aber nicht ab ;-) .

6. Die wichtigesten Tipps für Bandgründer
In Frage-Antwort Abschnitten bekommt man Tipps von der Suche nach einem Proberaum, bis hin zu der Gesangsstimme. Auf ein paar Antworten aus diesem Kapitel wäre man im Regelfall, durch logisches Nachdenken auch selber gekommen und der Mehrwert von Abschnitten wie “Muss ich Whiskey saufen für eine Rock-/ Metal-Stimme?” entzieht sich mir leider. :shock:

7. Lautstärke und Ohren
Ein wichtiges Kapitel für jeden Musiker und Musikliebhaber mit Infos rund um die Ohren und den Gehörschutz. Sehr positiv das auch dies nicht außer acht gelassen wird.

8. Rechtliches für Bands
GEMA, GVL, Ideenklau und was einem jungen Musiker noch so alles im Kopf rumgeistert werden hier schön anschaulich beleuchtet.

9. Live Auftritte
Das A und O jeder Band die bekannt werden will! Als Lehre aus diesem Kapitel würde ich ziehen, dass nichts unmöglich ist … man muss sich nur darum kümmern!

10. Plattenverträge
Ein Thema das Nils durch seine Arbeits-Erfahrungen bei einem Musiklabel auch sehr gut behandelt. Kein Schritt 1-100 HowTo aber dennoch mit wichtigen Denkanstößen.

Praktische Infos für Musiker und Bands?
Nun das Buch gibt einen weiten Überblick über das Musikbusiness und behandelt sehr viele wichtige Teilbereiche. Sehr oft gibt es dazu anschauliche Beispiele, die einen Großteil der Inhalte informativ untermalen.

Fazit:
Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es eine wunderbare Einführung für Neueinsteiger. Es werden zahlreiche Aspekte des Musikbusiness behandelt und schön aufbereitet. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen und hat ähnelt damit in keiner Weise einer wisschenaftlichen, trockenen Abhandlung.

Doch auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass die Inhalte in Teilen redundant sind. Kann sein das dies vom Autor beabsichtig ist, um die Informationen durch Wiederholungen etwas einprägsamer zu gestalten? Doch gekoppelt mit der mir etwas groß geratenen Schrift, fragt man sich ob die angeführten Infos nicht in einem Drittel der Seiten abgefasst gewesen wären.

Hätte ich zu Beginn meiner musikalischen Ambitionen das Buch in die Hände bekommen, so hätte es mir wahrscheinlich sehr sehr gut gefallen. Es bietet einen schönen Überblick über die Möglichkeiten für Musiker in der heutigen Zeit. Nach der Lektüre des Buches werden die meisten dann genauer wissen, wie bzw. was sie beachten müssen um musikalisch erfolgreich zu sein. Von daher ist es als Orientierungshilfe wirklich gut geeignet.

Fortgeschrittene Musiker finden hier dagegen den ein oder anderen Denkanstoss. Ich glaube allerdings nicht viel mehr! Über den tiefgreifenden Nutzen für Versierte, bei einem Preis von knapp 25 Euro lässt sich also streiten. Ein wirklich faires Angebot das Nils allerdings dazu gibt, ist die Volle Zufriedenheitsgarantie = Rückgabe innerhalb von 180 Tagen möglich! Solltet ihr also mit dem Erworbenen nicht zufrieden sein, könnt ihr das Ganze wieder rückgängig machen.

Wer noch weitere Infos sucht, der kann ja mal auf der Webseite zum Buch vorbeischauen oder bei Delamar den Podcastbeitrag zum Buch anhören. Diejenigen unter euch die jetzt schon sagen, das ist genau DAS was ich suche hier der Link zum bestellen: Bandologie – Wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt

Lostprophets / The Betrayed

Ein Album auf das ich unter anderem sehenlichst gewartet habe ist diesen Januar endlich erschienen. Seit dem letzten Album ist einige Zeit vergangen und es gab bisher nicht allzuviel zu hören von der Band,
die 1997 in Cardiff gegründet worden ist.

Geschichte:
Zu Beginn ihrer Karriere war die Band ein wichtiger Bestandteil der waliser Hardcore-Szene. Ganz nach dem Motto ohne fleiß kein Preis traten sie auf sehr vielen Festival-Konzerten auf. In dieser Phase der Stilfindung (sie experimentierten viel mit Instrumenten und Soundverfahren entdeckte sie das Musikmagazin Kerrang. Auf einem nachfolgenden durch die Zeitschrift veranstalteten Konzert kam die Band in Kontakt mit dem Musiklabel Visible Noise.

Im Februar 2000 war der Plattenvertrag unterzeichnet und im Juli wurde das erste Album The Fake Sound of Progress veröffentlicht (Aufnahme Budget für das Album waren 5000 Pfund!).
In den folgenden Jahren spielte die Band als Vorband bei eingen Musikalischen Rockgrößen (Deftones, LinkinPark) und konnte sich so einen Namen machen. Auch die Studioarbeit wurde fortgesetzt so, dass sie 2003 die erste Single Burn Burn veröffentlichen konnten.



Album
Natürlich ist es nie einfach vorausgegangene äußerst gelungenen Alben zu übertreffen, der Erwartungshaltung des Publikums gerecht zu werden und scheinbar hatte die Band auch einige Probleme damit (was auch die lange Produktionszeit erklären würde). Herausgekommen ist eine Zusammenfassung. Die Band durchlebt auf diesem Album ihre gesamte musikalische Entwicklung mit harten rockigen Gitarren-Klängen in Titeln wie Destryr Destryr die deutlich die Wurzeln der Band wiederspiegeln, bis zu den leicht poppigen rockigen Songs z.B. Dirty Little Heart, welche den Charakter der letzten beiden Alben aufgreifen.

Das Album braucht mehrere Hördurchläufe um zu wirken und absolute EarwormingSingels wird man hier vergeblich suchen. Höhepunkt der Trackauswahl ist der Song Where We Belong der durch Eingängigkeit und einen wirklich gelungenen Text glänzt.

Live
Immoment ist die Band wieder on-the-road. Live hat die Band bisher wirklich überzeugt wer sich das ganze mal genauer ansehen will dem lege ich nahe eines der Konzerte zu besuchen!

- Wiesbaden 14.4 / Kulturzentrum Schlachthof ev.
- Berlin 18.4.2010 / C-Club
- Hamburg 19.4.2010 / Markthalle Hamburg
- Köln 21.4.2010 / Life Music Hall
- München 22.4.2010 / Theaterfabrik


Fazit
Achtung Lostprophet-Fans dieses Album ist anders! Geht nicht mit zu hohen Erwartungen an diese Songs sonst werdet ihr enttäuscht. Man muss es wirken lassen!

Bandnamen finden / Anregungen und Tipps

Na habt ihr endlich eure erste CD aufgenommen und wollt nun der Welt eure musikalischen Leistungen zeigen. Moment aber unter welchem Namen wollt ihr das denn machen? Das große Grübeln steht bevor. Hier ein paar Gedanken wie ihr den richtigen Bandnamen für euch finden könnt. Um einen passenden Namen zu finden ist es ganz nützlich sich ersteinmal über ein paar Punkte im klaren zu sein

Sprachen
Ihr habt für eure Namenswahlen alle Sprachen der Welt zur Verfügung also Multilinguales Wörterbuch her. Prüft eure Ideen auch in anderen Sprachen manchmal kommt man so auf sehr schöne Worte die super klingen.

Länge:
Ob kurz und kanckig oder lang und getragen wählt die Art die euch gefällt. Meistens ist es allerdings von Vorteil den Namen nicht zu lange zu wählen da sonst die Einprägsamkeit darunter leidet. Bei Zwei Wörtern im Bandnamen habt ihr meist einen einzigartigen Namen der auch im Internet gut auffindbar ist.

Musikstil:
Euer Badname sollte (muss aber nicht!!) zu dem Stil eurer Musik passen. Für ruhige Musik etwas anschmiegsames während bei rockigen Tönen durchaus mal der aufrührerische Charakter durchscheinen darf. Das sorgt für Eingägnigkeit und Stimmigkeit.


Techniken & Beispiele:
Hier geben ich euch mal ein paar Gedanken zu Hand die ihr auf der Suche nach eurem Bandnamen nutzen könnt.

  • 1. Wörterbuch: Sucht ein zufälliges Wort aus dem Wörterbuch und erwählt es zu eurem Bandnamen. Bands die das gemacht haben sind beispielsweise Outcast oder Pixies.

  • 2. Initialien: Nehmt die Initialien eurer Bandmember und formt daraus den Namen. Beispiel: ABBA

  • 3. Falsch schreiben: Wählt ein zufälliges Wort und schreibt es einfach falsch. Vertreter: Limp Bizkit

  • 4. Pflanzennamen: Einfach einen Pflanzenamen aussuchen (auch andere Sprachen checken). Vertreter: Snap Dragon

  • 5. Essens&Attribute: Hier werden Attribute und Nahrungsmittel verwendet also nichts wie in den Supermarkt. Siehe auch: Red Hot Chili Peppers

  • 6. Herkunft: Wo kommt ihr her was gibt es bei euch an (schönen) Orten. Beispiele: Sound Garden, Linkin Park, 3Doors Down

  • 7. Wörter Mischen: Wörter wählen und vermischen können auch gegensätzlich sein. scarring + darling = Scarling

  • 8. Songtexte: Zieht eure Inspiriation aus Songtexten. Panic at the Disco haben ihren Namen durch den Song “Panic” von Name Taken

  • 9. Büchersuche: Schlagt in Büchern nach. Auch Buchtitel eignen sich hier! Beispiel: Good Charlotte (vom gleichnamigen Buch)

  • 10. Umlaute: Sind sehr beliebt bei Metal Bands! Kalssisches Beispiel: Motörhead

  • 11. Gegenstände: Einfach zufällig ins Auge fallende Dinge, Aufschriften etc. Vertreter: AC/DC (Abkürzung auf der Rückfront einer Nähmaschine)

  • 12. Witz: Macht euren Bandnamen lustig mittels eines Spruches und wandelt diesen zu einem Acronym: KMFDM (=Kein Mitleid für die Massen)

  • 13. Leadsänger: Einfach euren Leadsänger schnappen und seinen Namen benutzen.

  • 14. Brainstorming: Schreibt euch Worte auf die euch zu eurer Band einfallen und versucht sie zu verbinden.

Mittels dieser Tipps solltet jedes einzelne Bandmitglied ein paar Vorschläge machen können. Stimmt dannach in der Band über die Ergebnisse ab. Solltet ihr nicht zu einer Einigung kommen macht eine Umfrage in eurem Freundes und Bekanntenkreis mit Ankreuzliste und Track zum reinhören. Damit es zwischen euch nicht deswegen auch noch zu Streitereien kommt.

Verfügbarkeit:
Vergesst aber nicht den Namen auf Verfügbarkeit hin zu prüfen. Gibt nichts unschöneres nach dem ersten Flyer/CD – Druck wenn man am Ende rausfindet dass euer Name schon vertreten ist. Möglichkeiten zum Gegencheck habt ihr bei myspace und google.

Viel Spass beim Suchen und Finden!

My Glorious / Home is where the heart breaks

Wer Alternative Musik mag der wird My Glorious lieben. Das Trio aus Wien hat sich mit Leib und Seele dem groovigen Rock verschrieben. Denn ihre Leidenschaft sind Songs, deren Rauheit keinesfalls im Widerspruch zu raffinierten Melodien steht.

Geschichte:
Zusammengefunden habe die drei Musiker 2008 nach der Auflösung der Rockband Fresh. Doch Songwriter und Gitarrist Sami hatte noch nicht genug und gründete daher mit den Zwillingen Gregor (Bass) und Paul (Schlagzeug) die Band My Glorious. Mit ihrem Debut-Album LEPER und einer US Tour legte die Band schonmal einen glorreichen Start hin. Jetzt gehen sie erneut an den Start und haben ein neues Album “Home is where the heart breaks” im Gepäck.

Musikstil:
Kraftvolle beats und rauhe rockige Klänge treffen hier auf harmonische Melodien und vermengen sich zu einem nachdenklichen melancholischen Mix. Die Gesangstimme sucht sich dabei immer den passenden Weg die nachdenklichen Texte an den Mann zu bringen. Alternative Rock in all seinen Facetten ganz frei nach dem Motto „Ein Musiker ist einer, der für seine Therapie nicht zahlen möchte, sondern damit Geld verdienen will“ Zeitweise habe ich mich ein wenig an die Beatsteaks zurückerinnert gefühlt.

Album:
Das neue Album wartet sowohl mit krachigen Songs als auch ruhigeren bedachteren Liedern auf. Die Texte sind sehr passend gewählt und erzählen von Liebe, Schmerz und anderen Emotionen. Der Releasetermin für das Album ist der 29.01.2010 wer allerdings schon vorher mal in die Stücke reinhören will kann sich auf myspace sein eigenes davon Bild davon machen. Desweiteren ist bereits eine Singleauskopplung im Handel erhältlich: you should be dancing.

Die Stücke sind gut aufeinenader abgestimmt und haben teilweisend fließende Übergänge so, dass man sich manchmal ohne es zu merken schon im nächsten Track wiederfindet. Leider fehlt mir auf dem Album der absolute Höhepunkt hier hätte man mit etwas mehr Eingängigkeit das Album noch weiter aufwerten können. Dennoch ist es den dreien mit diesem Album gelungen Stimmungen für die nachdenklichen Tage des Lebens einzufangen. Kaffee gemacht, Decke rausgeholt – und play.

Zum Schluss habe ich noch eine Tracklist und das Cover für euch:

- Love ExtendersHome is where the heart breaks
- You should be dancing
- Blue Horizon
- Break my Heart
- Under the Water
- Blind Believer
- Horse
- Blow up the Sun
- Use me
- Atmosphere
- It’s Love when
- Timetraveller

Fazit:
Die Musik wird nicht jedermanns Geschmack treffen aber das ist denke ich auch nicht die Intention der Band. Ein schönes Alternative Album das sehr von Gegensätzlichkeit lebt. Zum Schluss hier noch eine Interview mit My Glorious.

10 lustige Gitarristen Witze

Zum Anfang der Woche heute mal ein bisschen was zum schmunzeln. Über das Wochenende habe ich mal ein paar Witze und Sprüche über uns Gitarrenspieler zusammengesucht. Also zurücklehen und genießen lachen und bloß nicht zu persönlich nehmen:

Nummer 1:
Was sind die größten Lügen des Gitarristen?
„Im nächsten Stück spiel ich kein Solo“
„Wieso? Ich hab doch schon leiser gedreht“
„Beim Solo hab’ ich mich wieder überhaupt nicht gehört.“
„Ich kann auch ohne Stimmgerät stimmen.“
„Das spiel’ ich vom Blatt.“
„Komisch, heute mittag konnt’ ich’s noch!“
“Ja, ich habe das Tape zu Hause angehört und den Song geübt!”
“Ja, ich habe meine Gitarre gestimmt!”
“Ich kenne Deine Freundin überhaupt nicht. “


Nummer 2:
Der Weihnachtsmann, der Osterhase, ein lauter und ein leiser E- Gitarrist treffen sich zum 100-Meter-Wettrennen. Alle laufen gleichzeitig los – wer kommt zuerst durchs Ziel? – Der laute Gitarrist – die anderen gibt es nicht!

Nummer 3:
Wird ein Gitarrist bei der Abschlußprüfung gefragt: “Was ist die Dominante zu H-Dur?” Sagt der Gitarrist: “Wieso? H-Dur ist doch die Dominante!”

Nummer 4:
Ein Jazzgitarrist guckt ungläubig auf die Marshall- Wand des Rockgitarristen:
“Sach mal, wo hast Du denn bitte das Geld her, für so’n Equipment?”

Der Rockgitarrist:
“Na, was glaubt du, was ich an Gitarrenstunden eingespart hab?”


Nummer 5:
Ein Bassist sitzt kurz nach dem Gig heulend Backstage.
Der Drummer fragt: “Was ist denn los?”

Der Bassist:
“(Heul) Der Gitarrist hat mir ne Saite verstimmt und ich weiss nicht welche!!!”


Nummer 6::
Was sind die letzten Worte des E-Gitarristen? “Gib noch etwas Saft drauf!”

Nummer 7:
Warum bearbeiten manche Gitarristen ihr Instrument mit der Zunge?
Weißt du, was man sich alles holen kann, wenn man ‘ne schmutzige Gitarre anfassen muß?


Nummer 8:
Die Frau des Gitarristen kommt nach hause und schwärmt ihrem Gatten von dem anderen Gitarristen vor, den sie gerade gehört hat: ” Der spielt unheimlich schnell und tausend verschiedene Töne! Und bei dir hört es sich an, als ob du immer nur einen einzigen Ton spielst.” Da antwortet der Gitarrist seiner Frau: ” Der andere der sucht noch nach dem richtigen Ton. Ich dagegen habe ihn schon gefunden!”

Nummer 9:
“Hey, toller Benz…… Wie hast Du denn DEN
finanziert ? ” “Ich habe meine Gitarre dem Autohändler in Zahlung gegeben.”
“Und das hat er akzeptiert ?” “Ja, er war sogar sehr glücklich mit dem
Handel, er wohnt übrigens direkt über mir…”


Nummer 10:
Was denken Musiker während einem Live-Gig?

Der Sänger: “Die geile Schnitte in der ersten Reihe schnapp ich mir nach dem Konzert…!”

Der Keyboarder: “Mein Sound ist heute wieder so gut, …so verdammt gut…, hach ist das heute wieder gut…!”

Der Gitarrist: “Nach dem Auftritt dreh ich dem Mischer den Hals um…!”

Der Schlagzeuger: “Wo bau ich bis zum nächsten Gig mein neues 18”er Pro Sonix ein… hmm…”

Der Bassist: “E – E – E – E – A – A – A – A – B – B – B – B – A – A – A – A – …”

Na hat sich der ein oder andere wiedergefunden ;-) ich wünsche euch nen lockeren Start in die Woche.
Keep on Rocking

One Republic / Waking up

Nach einer Turbulenten Woche wie dieser freut man sich wirklich auf die Feiertage. In diesem ganzen drunter und drüber bin ich allerdings über ein sehr schönes Album gestolpert, dass ich euch hier einmal näher vorstellen möchte.

Die Band
Die 5 Jungs aus Colorado haben es bereits mit ihren Debüt-Album richtig krachen lassen. Ich denke jeder von uns erinnert sich noch an das Timbaland feature Apologize. Das dieser Blitzaufstieg so gelingen konnte hat die Band Übrigens Myspace zu verdanken, denn dort kam alles erst ins Rollen. Wiedermal ein Zeichen dafür wie wichtig das diese Plattformen für Musiker sind.

Album
Aber nun zu Waking up: Dieses Album schließt wunderbar an das vorausgegangene an und setzt sogar noch einen drauf. Man erkennt deutlich, dass die Jungs ihren Stil gefunden haben und diesen nun gekonnt mit neuen Elemente ausschmücken. Dieses Album ist in insturumentaler Hinsicht sehr vielseitig und schafft es trotz der ein oder anderen aufgeweckteren Passage den ruhigen und nachdenklichen Charakter zu behalten.

Tracks
1. Made for you – Ein sehr dynamisches und gut gewähltes Opening mit fließender Überleitung zum nächsten Track. Hier wurde sogar ein Kirchenchor eingearbeitet.

2. All the Right Moves – Wieder mit einem sehr schnellen Beat sehr dynamisch gehalten. Am Ende kommt wieder der Chor zum Einsatz! Für mich eines der stärksten Stücke des Albums.

3. Secrets – Diese Ballade dürfte den ein oder anderem bereits aus ZweiOhrKüken geläufig sein. Durch das Chello fühlt man sich wieder an Apologize zurück erinnert. Achtung: Ohrwurmgefahr.

4. Everybody Loves me – Hier wurde mal ein ganz neuer Stil eingearbeitet. Durch den starken Bass fühlt man sich fast ein wenig an Muse erinnert. Die Stimme von Ryan kann hier richtig Glänzen.

5. Missing Persons 1 & 2 – Der Song ist einer der etwas flacheren des Albums. Der Beat ändert sich in der Mitte des Albums und man findet sich plötzlich wieder in einem ganz anderem Stück.

6. Good Life- Dieser Song ist einfach nur schön. Hier glänzt vorallem die Texebene und man sollte man sich unbedingt mal rinfinden. Ein Song für die unangenehemen Tage im Leben. Einer meiner Favouriten auf dem Album.

7. All This Time – Diese Ballade lebt enorm durch den Gasang von Ryan und hält wieder einen wunderschönen Songtext bereit.

8. Fear – Sehr ruhiger und verträumter Song bei dem man gerne mal die Augen zu machen möchte und einfach nur den einzelnen Instrumenten lauschen will. Sehr schöne Stimmung. Sehr schön Elemente werden hier mit dem Streichern eingeflochten.

9. Waking Up – Der mit abstand rockigste Song des Albums in dem die E-Gitarre richtig zur Geltung kommt. Schöne (Gitarren-Effekte) Gegen Ende schlägt die Stimmung nochmal ins ruhige um und bereitet so einen schönen Übergang zum nächsten Song.

10. Marchin on – Ein Song der Life bestimmt sehr gut ist mir aber auf der Platte nicht ganz so gut gefällt. Ist was zum Laut hören!

11. Lullaby – Ein ruhiger Ausklang dem aber jeder Höhepunkt fehlt.

Fazit
Dieses Album konnte mich absolut überzeugen. Sehr stimmig aufgebaut und mit sehr schönen Stimmungen, dazu viele eingängige Songs bei denen eigentlich fast jeder Chart Potential hat. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht soll getrost zugreifen. Bis nächste Woche.

5 Tipps fuer einen gelungenen Auftritt

Viele guten Bands haben noch nie in ihrem Leben die Luft außerhalb des Proberaums geschnuppert. Doch Auftritte sind enorm wichtig auf eurem Weg nach oben. Leider gelingt es vielen jungen Bands nicht ihr bewunderswertes können auf der Bühne genauso umzusetzen. Dabei gibt es nur ein paar grundlegende Regeln die beachtet werden sollten.

Übt eure Songs richtig:
Dabei meine ich nicht das getraute Zusammespielen im Proberaum. Stellt während eurer nächsten Probe doch einfach mal eine Bühnensituation nach und spielt das Konzert mal durch mit Ansagen und allem was dazu gehört. Dabei nehmt ihr euch gleich mal auf und hört euch das Konzert nochmal auf dem Computer an. So findet ihr schnell die Stellen an denen ihr noch feilen müsst (Takt, Verspielt, etc.)
Denn das Gitarrespielen während man steht/läuft/hüpft und abgroovt ist gleich was ganz anderes und muss geübt werden. Probiert das ganze vielleicht nochmal im dunkeln und ihr werdet merken wie gut ihr die Songs bei schlechten Lichtverhältnissen hinbekommt.

Die richtige Performance
ist besonders wichtig, denn die Leute sind nicht nur gekommen um eure Musik zu hören sondern auch um euch zu sehen. Das heißt die Mischung machts. Auch hier könnt ihr euch eines kleinen Tricks bedienen um eure Performance Qualität zu steigern. Nehmt bei eurer Life-Probe eine Kamera zur Hand und zeichnet das ganze einmal auf. Dannach schaut ihr euch das Video (ohne Ton!) an und analysiert mal eure Haltung gebaren etc. So findet ihr schnell Dinge die ihr noch verbessen könnt.

Die optimale Wirkung
Ihr solltet euch auch vor dem Gig überlegen welche Stimmung ihr erzeugen wollt bzw. wie ihr euch selbst darstellen wollt. Locker, lustig oder eher nachdenklich und ernst. Das sind gestahlterische Mittel die euch natürlich freistehen, aber dennoch geübt werden müssen. Gags müssen eingespielt werden aber trozdem natürlich klingen. Auch dabei kann eine Videoaufnahme helfen. Vermeidet stures auf die Gitarre starren oder todernstes durch die Gegend stieren außer es ist so wie ihr wirken wollt. Versucht dem Publikum zu zeigen dass euch das ganze genausoviel Spass macht wie ihnen schaut in die Menge (einzelne Personen kurz fixieren Augenkontakt!!) und lächeln nicht vergessen.

Das Lampenfieber
Der größte Feind eines gelungen Life-Auftritts. Das Problem hier gibt es kein Allheilmittel. Selbst professionelle Musiker haben immer noch Lampenfieber vor ihren Auftritten. Es gibt zwar unzählige Tipps die einem helfen sollen aber ob diese wirklich funktionieren hängt von jedem individuell ab. Auch hier kann es sich lohnen den Auftritt vor Freunden in kleinen Rahmen einmal durchzuspielen (vielleicht die die am Konzerttag keine Zeit haben). Einfach um euch einmal das Gefühl zu geben vor anderen Leuten zu performen. Schön ist auch der Gedanke dass ihr als Gruppe da raus geht und gmeinsam etwas leistet, das kann einem zumindest etwas die Angst nehmen. Das ist einer der Gründe warum ihr gemeinsam Musik machen solltet. Ansonsten gilt einfach Augen zu (denn ihr könnt die Songs ja alle auswendig) und durch :D . Spätestens nach den ersten paar Minuten wenn das Adrenalin durch eure Adern pumt sind die ganzen Sorgen eh adhoc vergessen.

Vorausdenken
Damit auch alles wirklich glatt läuft solltet ihr euch im voraus mit ein paar Dingen beschäftigen. Beispiele wären hier Bühnengröße, generelle Anordnung, Platz generell. Vorallem in kleinen Locations wo ihr anfangs spielen werdet ist es wichtig dass man mit dem oft sehr geringen Platz haushaltet. Auch kleine Schreckenszenarios solllten durchgespielt werden Saite reißt, krass verspielt etc. denn da ist ein Alternativplann oftmals nicht schlecht.

Fazit
Für eine gelungen Auftritt ist viel Vorbereitung nötig und verzagt nicht wenn das Publikum eher spärlich ausfällt. Gebt auch dann alles!! Wenn ihr beim ersten mal 10 beeindruckt dann kommen beim nächsten mal schonmal 15-20. Bitte vergesst niemals dass bei alldem auch euer Spass an der Sache (an der Gitarre) im Vordergrund steht und ein Life-Auftritt ist eines der Erlebnisse die wirklich jeder Gitarrist mal gehabt haben sollte.

Ich wünsche euch ein schönes Wochende