Gitarrenlinks der Woche / Musikbusiness in 4 Minuten, Schlagzeilen, JEM Design Contest und mehr

Hiermit möchte ich eine neue Artikelserie einführen die Gitarren Links der Woche. Dieser Artikel wird von nun an jeden Freitag hier erscheinen und euch mit aktuellen, lustigen und nützlichen Links, Videos und Infos ins Wochende bringen. Er ersetzt in gewisser Weise die Gitarrenkram Reihe.

Organisatorisches:
Da ich momentan einige andere Bereiche meine Aufmerksamkeit fordern, konnte ich in dieser Woche leider nicht die 3 vorgenommen Artikel veröffentlichen. Damit ist wohl schon der erste Vorsatz fürs neue Jahr gebrochen ;-) . Ich werde mich zwar bemühen in der nächsten Woche wieder alle Artikel rauszubringen wirklich geregelt wird alles erst wieder ab dem 19ten Februar laufen. Ich bitte hier um ein wenig Geduld und Nachsicht. Vielleicht werde ich zukünftig die Artikelanzahl sogar auf 4 pro Woche heben (sollte meine neue Selbstorganisation funktionieren).

Das Musikbusiness in der simpleshow:
In diesem Video werden die einfachen Zusammenhäge im Musikgeschäft im Kurzen beleuchtet. Super Idee finde ich!



Plattenlabel Krise, Übernahme und Rückzug
Dem Majorlabel EMI geht es zur Zeit finanziell gar nicht gut. Das Label hat erhebliche Probleme den finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Banken nachzukommen. Daher versucht CEO Elio Leoni-Sceti immoment mittels eines großen Rettungsplans neue Investoren mit frischen Geld zu gewinnen. Dieser Plan beinhaltet unter anderem die Trennung von nicht “rentablen” Künstlern, Entlassungen und Aufbau/Ausbau des Digitalen-Vertriebs.

Sollten keine Investoren gefunden werden stehen die anderen Label unteranderem Warner Musik schon in den Startlöchern um das von der Bank filitierte Label aufzukaufen. Warner plant momentan im Übrigen den Ausstieg aus den kostenlosen Straming Diensten und will dafür keine Lizensen mehr vergeben. Für Angebote wie Last.fm oder Spotify usw. wäre das ein herber Rückschlag. Hier hat das Label scheinbar eine kostenplfichitges eigens Modell im Sinn. Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es hier.

Gewinnspiel mit Steve Vai:
Wer hat noch nicht davon geträum seine eigene Gitarre zu designen. Steve Vai veranstaltet mit Ibanez den Jam Design Contest! Was du machen musst: Entwerfe dein Eigenes Gitarrenlayout der Ibanez JEM und überzeuge Steve Vai. Der Gewinner erhält dann eine von 2 mit seinem Layout hergestellten Gitarren die andere bekommt kein andere als Steve Vai. Das ist mal ne Limitierte Auflage ;-) .



Die Regeln für dieses Gewinnspiel werden heute auf dieser Seite veröffentlicht. Ich werde meine eigenes Design demnächst hier vorstellen ;-) .

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende bis hoffentlich nächste Woche.

Die Gitarre stimmen

Das gehört zu dem wichtigsten Dingen im Leben eines Gitarristen gleich nach den 20 Minuten Solos und dem Master-Volume-Regler. Für jeden Zuhörer mit guten Ohren gibt es nichts grauenhafteres als eine laute verstimmte Gitarre. Hier mal ein paar Möglichkeiten wie ihr euer Instrument wieder wohlklingend bekommt.

Erst einmal ist es wichtig zu wissen auf welche Töne man die Gitarre stimmt. Die Standart-Konzert Stimmung ist E-A-D-G-H-E dazu gibt es tausende von Merksprüchen wie: E-ine A-lte D-ame G-ing H-eute E-inkaufen.

Dafür stehen euch mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

-Stimmen mit elektronischem Stimmgerät
-Stimmen nach vorgegebenen Tönen
-Stimmen nach Gehör

Stimmen mit elektronischen Stimmgerät:
Stimmgeräte gibt es wie Sand am Meer ob als Pedal für euer Effektboard oder kleines Kästchen mit Display. Manche müsst ihr an eure Gitarre anschließen andere funktionieren akustisch. Meist wird der gewünschte Ton automatisch erkannt und dann über Lichter oder Display angezeigt wie viel man noch daneben liegt.

Sehr interresante Möglichkeiten bieten sich auch für Iphone Besitzer denn auch dafür gibt es eine App. Mehr Informationen dazu findest du in meinem Artikel über die 7 besten Gitarristen Apps.

Ein paar Tuner die ich euch empfehlen kann:
HARLEY BENTON MT50
BOSS TU-3

Stimmen nach vorgegebenen Tönen:
Hierfür könnt ihr eingtlich alles Nutzen das die richtigen Töne erzeugt. Klavier, Sofware, Stimmpfeife usw. Einfach Ton anhören und eigene Seite genau so einstellen. Falls ihr mal unterwegs seid und nicht wisst wo ihr die Töne herbekommen sollt habe ich hier eine Quelle in die Seite eingebaut.


guitar tuner

Stimmen nach Gehör
Wenn ihr so eine Seite gestimmt habt dann könnt ihr auch die restliche Gitarre stimmen. Dabei bedient man sich der Tatsache das manche Töne auf der Gitarre mehrfach vorkommen. Das könnt ihr auch gut anhand der Griffbrettübersicht nachvollziehen.

Wenn ihr also z.B. die A-Saite mittels einer Stimmgabel (K&M Stimmgabel 168/1) gestimmt habt dann könnt ihr von dieser aus die übrige Gitarre tunen.

Einfach die E-Saite im 5ten Bund greifen und zum vergleich die A-Saite leer anspielen. Ihr stimmt die E Saite nach bis sie im 5ten Bund gegriffen genauso klingt wie die leere Saite. Dannach wiederholt ihr das Spiel nach unten bis zur G-Saite dort müsst ihr in den 4ten Bund um das H zu bekommen und auf der H-Saite wieder in den 5ten zurück.

Eine weitere Möglichkeit die sich euch bietet, ist das Feintuning über die Flagolett Töne (Obertöne). Dies ist eine Spieltechnik bei der ihr den Finger leicht auf die Saite (aber nur in bestimmten Bünden) legt und anschlägt, dadurch erhält man einen Oberton. Man spielt nun den Flageolett-Ton auf der tiefen E-Saite im fünften Bund und vergleicht ihn mit den Flageolett-Ton auf der A-Saite im siebten Bund. Dabei müssen allerdings beide Saiten geichzeitig angespielt werden.

Wenn die Saiten nicht genau aufeinander abgestimmt sind dann hört man ein leichtes Schwingen des Tones dabei gilt: je schneller das Schwingen desto verstimmter die Saite. Um die übrigen Saiten zu stimmen geht man nach folgenden Muster vor:

Flageolett-Ton auf der A-Saite im fünften Bund mit dem Flageolett-Ton der D-Saite im siebten Bund.
Flageolett-Ton auf der D-Saite im fünften Bund mit dem Flageolett-Ton der G-Saite im siebten Bund.
Flageolett-Ton auf der H-Saite im fünften Bund mit dem Flageolett-Ton der e-Saite im siebten Bund.
Die Kombination G mit H ist leider nicht möglich.

Allgemeine Hinweise:
Wenn einen Saite stark verstimmt war dann solltet ihr nach vollendetem Stimmen nochmal alle Saiten durchprüfen, denn durch die Änderung der Halsspannung können sich die anderen Saiten wieder leicht verstimmen.

Sollten eure Saiten ihre Stimmung nicht halten dann kann das unter anderem daran liegen dass sie entweder sehr neu sind oder schon ziemlich alt. Dann müsst ihr entweder mehr spielen oder eben eurer Liebsten mal wieder neue Saiten spendieren.

8 Weihnachtsgeschenke fuer Gitarristen

Weihnachten rückt näher und um dem großen Stress kurz vor dem 24. vorzubeugen, solltet ihr nicht zu lange warten, bis ihr die Geschenke kauft. Vielleicht denkt ihr auch an die Leute, die euch eine Freude machen wollen aber mit ihrem Geschenk noch total im dunkeln Tappen und gebt ihnen einen kleinen Tipp mit was man euch eine Freude machen könnte.

Heute möchte ich euch einige interessante Geschenkideen für Gitarristen und die, die es noch werden wollen vorstellen. Gleich vorweg ich persönlich Rate davon ab einfach irgend einen Gitarre unter den Weihnachtsbaum zu legen, denn Instrumente sucht man sich am besten selber raus. Denn jeder hat da einen ganz eigenen Geschmack und außerdem spielt es sich auf einer selbst erwählten Gitarre gleich ganz anders. Vielleicht findet ihr dennoch die ein oder andere Anregung.

capo
Capodaster:
Oftmals ist es nützlich die Gitarre schnell einmal in eine andere Tonart Transponieren. Wenn man dabei nicht die gesamte Gitarre umstimmen will greift man am besten zu einem Capodaster. Einfach auf dem Gitarrenhals geklemmt und schon kann man weiter mit den gewohnten Griffen spielen. Ein äußerst hochwertiges Exemplar welches das ein oder andere Gitarristenherz höher schlagen lässt ist der G7TH.

elixirSaitensatz:
Saiten sind einer der wenigen Verbrauchsgegenstände an der Gitarre. Die kann man als Gitarrist immer gebrauchen und warum nicht mal zum frohen Fest was neues ausprobieren. Allerdings sollte man sich im Vorfeld über die nötige Stärke und die Bauart der Gitarre im klaren sein. Ich persönlich kann an dieser Stelle Elixir-Saiten empfehlen die sich durch eine längere Lebensdauer (dank spezieller Materialien) auszeichnen

pflegeGitarren Pflege-Set Die richtige Instrumentenpflege ist sehr wichtig und wird trozdem oft einfach vernachlässigt. Dabei braucht es nicht mehr als ein Tuch, Politur und etwas Pflegemittel um der Gitarre neuen Glanz und ein längeres Leben zu bescheren. Folgendes Pflegemittel hat sich für mich persönlich sehr bewährt-

 

Fachbücher
Immer gut kommen Fachbücher an, außer natürlich der Beschenkte ist des Lesens nicht mächtig. Es gibt eine Vielzahl an interessanten Gitarren/Recording/Noten-Büchern. Allerdings muss man genau drauf achten, für welches Thema sich die Person interessiert.

Gitarreneffekte
Soundmäßig kann man aus diesen Bodentretern ganz schön was herausholen. Manchmal muss es gar kein neuer Verstärker sein, sondern es reicht ein kleines Kästchen um einen auf ganz neue Höhenflüge zu liften. Ob Verzerrer, Delay, Phraser, Wahwah usw. je nachdem was in eurem Effektboard noch für den perfekten Sound fehlt.

Konzerte
Oftmals ist es sogar schöner etwas immaterielles zu schenken, (vorallem wenn man selbst auch noch was davon hat). Warum also nicht mal gemeinsam ein Konzert besuchen und einen musikalischen Abend gemeinsam genießen. Auf www.eventim.de findet ihr ein umfassendes Angebot der in Deutschland stattfindenden Konzerte und Veranstaltungen.

Musik
Bei wem es nicht ganz für den Live-Auftritt reicht dem bleiben ja immernoch die guten alten CD’s ;-) . Auf Amazon findet ihr zu jedem Musikgeschmack die passenden Silberlinge und jetzt vor Weihnachten haben viele Künstler ihre neuen Alben veröffentlicht. Ich habe mir einmal erlaubt aus den aktuellen Topsellern eine kleine Auswahl zusammenzustellen.

holderGitarrenständer
Stapeln sich die Instrumente schon bei ihnen zu Hause dann wird es Zeit einmal ein wenig Ordnung in ihre Gitarrensammlung zu bringen. Um den Liebling sicher zu verstauen und doch jederzeit griffbereit zu haben nutzt man Gitarrenständer. Für die Sammler eignen sich hier Mehrfachhalterungen oder man greift zu Einzelständern. Aber mal ehrlich es bleibt doch nie bei nur einer Gitarre :D .

Wie heißt es so schön Wünsche gehen eher in Erfüllung wenn wir mit anderen darüber Reden. Ist ja klar woher sollen die anderen auch wissen was wir uns so herbeisehnen. Also zögert nicht anderen von euren Wünschen zu erzählen.

Liebe vorweihnachtliche (bisher wenig winterliche) Grüße und bis vorraussichtlich Mittwoch
Andi

Eine Runde Saitenkunde – Material

Sie werden geschlagen, gerissen, gezogen, gedrückt und nur selten richtig gepflegt. Die Gitarrensaiten … ohne sie klappts nicht so wirklich mit der Tonerzeugung. Heute gibt es sie in allen möglichen Materialien und Ausführungen sodass Otto-Normal-Gitarrist absolut den Überblick verliert. Aber beginnen wir mal mit dem Grundlegensten Fragen:

Aus was bestehen eigentlich Saiten?

Stainless-Steel: Rostfreier Stahl oder kurz einfach nur Edelstahl. Die daraus hergestellten Saiten sind deutlich haltbarer und wie im Namen schon enhalten sehr viel unanfälliger gegen Rost. Die magnetischen Eigenschaften des Edelstahls sorgen für einen brillianten und mittenbetonten Klang. Allerdings sind die Saiten deutlich härter zu greifen das macht sich vorallem bei Bandings oder Tapping bemerkbar.

Gold: Das liebste Metall des Menschen hat auch hier Einzug gefunden. So kann man für einen etwas gehobeneren Preis Saiten erwerben die sich durch eine erhöhte Haltbarkeit der Klangbrillianz auszeichnen. Auch für die Alergiker ist dieses Material sehr interresant.

Nickel / Nickel-Steel: Die meisten Saiten sind jedoch aus Nickel gefertigt oder aus einer Nickel-Stahl Legierung. Pure Nickelsaiten sind aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften etwas leiser als ihre vermischtne Verwandten. Diese wirken wesentlich heftiger auf das Magnetfeld der Tonabnehmer ein.

Beschichtete-Saiten: Ob Teflonpfanne oder Schwimmanzug dank des technologischen Fortschritts in Sache Beschichtung können wir heute auch auf Nanoweb überzogene Saiten zurückgreifen. Die Beschichtung sorgt für verminderte Greifgeräusche und vorallem für eine enorme Haltbarkeit sowohl klanglich als auch materiell.

Warum sehen die Saiten eines Satzes unterschiedlich aus?

In erster Linie ist das Schwingverhalten einer Saite für die Tonerzeugung maßgeben (z.B. schnelle Schwingung = Hoher Ton) Daher besitzen die verschiedenen Saiten unterschiedliche Stärken (Dicken). Bei den Bassaiten sorgt die Umwicklung für das Schwingverhalten in der gewünschten tiefen Frequenz. Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Wicklungsarten:

Roundwound: Hier wird die Saite mit einem ungeschliffenen runden Stahldrat umwickelt. Das sorgt für einen sehr obertonreichen Sound.

Halfwound: Die umwickelte Saite wird angeschliffen. Das sorgt für einen Rückgang der Greifgeräusche und lebendigen Sound.

Flatwound: Ganz glatt geschliffene Saiten die wenig Angriffsfläche für Schmutz bieten, fast keine Greifgeräusche mehr hervorrufen allerdings einen stumpferen Sound liefern.

Soviel zu den Grundlagen in den kommenden Wochen werden weitere Artikel zum Thema Saitenkunde erscheinen.

Das Homestudio – Mikrofone

Hui in der letzten Woche ging es drunter und drüber bei mir und dabei ist sind die geplanten Artikel leider auf der Strecke geblieben. Ich habe zum ersten mal gemerkt, dass es äußerst sinvoll ist Artikel weit im voraus zu verfassen damit das mit den regelmäßigen Veröffentlichungen klappt. Nun Bezahlt für diesen kleinen Fehltritt habe ich mit einem deutlichen Besucherrückang aber ein paar Leser sind mit ja zum Glück noch geblieben. Für all diese und natürlich jeden der jetzt wieder oder neu vorbeischaut nun der eigentlich schon für letzte Woche versprochene Artikel zum Homestudio:

Funktionalität:
Nun die meisten werden die Abnahmegeräte Names Mikrofon schon einmal in der Hand gehalten haben sie wandeln den Schall in ein elektrisches Signal um welches dann später weiterverarbeitet wird. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen zwei Arten von Mikrofonen die sich in ihrer Art der Schallannahme unterscheiden. Man trennt dabei zwischen Kondensator- oder Dynamischen Mikrofon.

Kondensatormikrofon:
Das Kondensatormikrofonen benötigt eine 48 Volt Phantomspeisung und bei ihnen wird in der Regel nochmal zwischen Groß- und Kleinmembranmikrofonen (bis zu 2,5cm Druchmesser) unterschieden. Dabei sollte man beachten das kleine Membranen sich aufgrund ihres Schwingverhaltens besser für eine saubere Obertonwiedergabe eigenen und deutlich schneller ansprechen. Die Großmembran-Kondensatormikrofone sind dagegen besser um Aufnahmen mit Raumanteilen zu machen (Dabei Mikro in 1-2 Meter Abstand zum Verstärker stellen) und geben bei einem gemäßigten Eingangspegel eine schöne Signaltiefe und strahlende Clean-Sounds.

Dynamisches Mikrofon:
Mit einem dynamischen Mikrofon hingegen lässt sich eine direkte Abnahme sehr gut bewerkstelligen da man relativ wenig Nachhall im Signal hat. Einsatz solcher Mirkofone ist daher am besten im Nahfeld d.h. 1-5cm Abstand zum Verstärker. Normalerweise wird die Tonaufnahme im Mikrofon über ein sogenannte Tauchspule gemacht aber auch hier gibt es andere Bauweisen. So findet man in jedem guten Tonstudio auch sogenannte Bändchenmikrofone die sich durch eine sehr Impulsgetreue Widergabe auszeichnen ( das liegt ma direkteren Schwingverhalten dieser Konstruktion). By the way dynamische Mikrofone beötigen keine Speisespannung und werden daher auch als passiv bezeichnet.

Richtcharakteristik:
Wenn man mit Mikros arbeitet wird man auch mal über den Begriff Richtcharakteristik stolpern. Damit ist der Raumbereich gemeint aus dem das Mikrofon den Schall am besten Aufnimmt. Hier unterscheidet man zwischen Kugel, Acht, Hyperniere, Superniere und Niere. Während ein Mikrofon mit Kugelcharakterisitik von allen Seiten her gleich aufnimmt so ist eine Niere nur von Vorne gleichmäßig auf. Zur Verdeutlichung noch folgende Grafik:

Polar_pattern_omnidirectional_thumbPolar_pattern_figure_eight_thumbPolar_pattern_cardioid_thumbPolar_pattern_supercardioid_thumbPolar_pattern_hypercardioid_thumb

Zum Schluss möchte ich noch auf zwei mir bekante Modelle etwas näher eingehen:

-Shure SM 57 ist der Allrounder unter den Mirkofonen das auf Gitarre und Bass abgestimmt ist aber auch durchaus für Gesangsabnahme geeignet ist. Dabei macht die Nierencharaktereistik es unanfällig für Übersprechen und dank seiner Dynamischen Konstruktion ist es recht unempfindlich  gegen hohen Schalldruck. Eine vergleichbare Alternative wäre das AKG D112.

-Beyerdynamic M69TG Dieses Mikro ist etwas mittenbetonter zeichnet sich daür aber durch eine enorme Robustheit aus und eignet sich hervorragend als Bühnen mic.

Viel Spass beim probieren.

Andi

Hagstrom F-20

hagstroem_F-20_2Design:

Die Hagstrom F-20 ist eine Mischung aus der allseits beliebten Gibson SG und der Fender Stratocaster, jedoch mit einem eigenständigen Charme. Dadurch hebt sich die mit zwei Cutaways sowie bei dieser Bauart untypischem Tremolo ausgestattete Schönheit in Weiß, von den beiden Referenz-Modellen ab. Die Kopfplatte ist Hagstrom-typisch geschwungen und mit einem Perlmuttbinding Verziert. Die Mechaniken sind von Hagstrom selbst und fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Das dreilagige schwarze Schlagbrett, dass die Elektronik verbirgt und den Lack des Bodys schützt, rundet den durchwegs Positiven Gesamteindruck in Sachen Design und Verarbeitungsqualität ab.

Bespielbarkeit/Sound:

Die mit 3,5 KG sehr leichte Gitarre ist aus Linden-Holz gefertigt, welches auch Bauartbedingt sehr ausgeprägte Mitten sowie milde Höhen und schlanke Bässe aufweist. Schon unverstärkt kommt dass Gibson-typische Sustain zum Vorschein. Auch die durch den Gitarrenkörper geführten Saiten tragen zum angenehmen Resonanzverhalten bei. Durch das Flache D-Halsprofil und der 22 Jumbobünde sowie der Kurzen Mensur von 628mm klingt die F-20 Prägnant, Fett und hat eine Schnelle Ansprache. Die präzise abgerichteten hohen Bundstäbchen auf dem aus Holzverbund bestehenden Griffbrett namens Resinator Wood erlauben es dem Gitarristen stärkere Saitensätze aufzuziehen als gewohnt, ohne den Spielkomfort zu beeinträchtigen. Langes und ermüdungsfreies Spielen ist daher ohne Probleme möglich. Das Tremolo Bleibt auch bei stärkerer Benutzung recht Stimmstabil und lässt sich sowohl fest als auch freischwingend arrangieren.

Verstärkt kann die Hagstrom noch weniger ihre Verwandtschaft zur SG leugnen. Der Neckpickup klingt Clean gespielt sehr Voluminös und entwickelt bei zunehmender dezenter Verzerrung, einen bluesigen Solo-Charakter. Die Zwischenposition der Humbucker, die mir persönlich am Besten gefällt, klingt klar und Glockig. Gerade mit ein wenig Hall, Delay und/oder Chorus können die Tonabnehmer ihr ganzes Potential entfalten und sind perfekt für ruhige Passagen mit Akkorden oder Zupfeinlagen geeignet. Der Bridgepickup klingt beispielsweise mit einem Clean gespielten Tweed oder Blackface, ähnlich einer Hollowbody-Gitarre der 50 und 60 Jahre was zu einem kurzen „Johnny B. Goode“ Ausflug einlädt ;-) . Die Verzerrung eines alten Marshall Stacks ist dem Pickup wie auf den Leib geschneidert und bestätigt nun vollen Endes die Ähnlichkeit des Klassikers.

Fazit:

Alles in Allem ist die Hagstrom F-20 eine interessante Alternative zu den etablierten Epiphone SG Modellen und bietet ein sehr gutes Preis- Leistungs- Verhältnis, zumal sie sehr angenehm zu spielen ist. Das eigenständige Design lässt sie zu einem echten Geheimtipp werden.

Das Homestudio – Aktive Nahfeldmonitore

Heute (wenn auch etwas verspätet) möchte ich tiefer in die unendlichen Weiten des Themas Aktive Nahfeldmonitore eintauchen, da Midfield oder gar Mainmonitore sowohl preislich als auch wegen ihrer Ausmaße nicht in Frage kommen und nur in großen Tonstudios verwendet werden.

Als erstes sollte man sich überlegen, was für Anforderungen und Wünsche man an das System stellt.

Sicherlich werden einige von euch blind auf die Qualität des allgemeinen Studiostandards, den aktiven Nahfeldmonitoren Yamaha HSM 80 vertrauen, jedoch solltet ihr euch ruhig ein paar Alternativen zu Gemüte führen die sowohl budgetschonend und qualitativ mithalten oder gar besser abschneiden können. Für kleine Projektstudios reichen oft kleine Aktivmonitore mit 40-80 Watt Leistung für den Basslautsprecher sowie den Hochtöner. Hier ist das Stichwort Bi-Amping zu nennen, dass mit Hilfe einer Frequenzweiche die hohen von den tiefen Signalen trennt und diese dann über zwei separate Endstufen verstärkt.

Auch das Thema Bassreflex solltet ihr euch ein bisschen zu Gemüte führen, da diese für eine klare Basswiedergabe entscheidend sind. Wenn ihr die Monitore ganz dicht an einer Wand stehen habt, ist es sinnvoll Monitore wie z.B. die FOSTEX PM-04 zu wählen, da ihre Reflexöffnungen sich auf der Vorderseite befinden.

Im Preissegment um rund 200 Euro als Paar kann ich euch die M-AUDIO BX 5 STUDIOPHILE, und die ALESIS M1 ACTIVE 520 ans Herz legen, da sie einen ausgewogenen Frequenzgang mit anständigem Mittenbereich (der für das optimale Abmischen unabdingbar ist) haben.

Wer auf mehr Leistungsreserven zurückgreifen möchte, sollte sich die Modelle ESI NEAR08 CLASSIC BUNDLE und BEHRINGER B2031A TRUTH im Preisbereich von rund 300 Euro näher anschauen. Letztere nutze ich selbst da sie für mein Gehör am Besten klangen (Achtung: am Besten = sehr dehnbarer Begriff. Daher ist es sinnvoll wenn ihr bei einem großen Musikhaus 3-4 Modelle im Vergleich hört, z.B. mit dem Lieblingssong ;-) ). Achtet dabei wie schon oben erwähnt darauf, das der Song sehr Mittenbetont ist und nicht „geschönt“ wird, denn nur mit einem ehrlichen Monitor klingt der fertige gemasterte Song auch auf Omas altem Küchenradio gut.

Abschließend kann ich sagen, dass der richtige Studiomonitor der ist, mit dem man vertraut ist und den man vom ersten Eindruck her mag. Früher oder später muss man sich mit einem der Modelle anfreunden. Scheut euch nicht davor, Tipps von Fachleuten in Bezug auf Aufstellung und Einsatzspektrum einzuholen, da das natürlich bei jedem von euch variiert.

Bei Fragen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung. Damit verabschiede ich mich ins Wochenende …

Stefan