Eine Runde Saitenkunde / Neue Saiten auf die Gitarre

Klingt euere Gitarre seit einiger Zeit nicht mehr so brilliant wie früher oder sind vielleicht schon ein paar Verfärbungen zu erkennen? Dann Hand aufs Herz wann habt ihr das letzte Mal die Saiten gewechselt. Nun scheinbar ist das schon einige Zeit her. Um euer Wissen etwas aufzufrischen möchte ich im Folgenden nochmal die wichtigsten Punkte durchgehen.

Allgemeines:
Warum soll ich die Saiten überhaupt wechseln? – Nun dafür gibt es viele Gründe zum einen kann die Klangqualität deiner Gitarre sehr stark darunter leiden (alte Saiten klingen dumpfer). Nicht umsonst wechseln bekannte Gitarristen nach jedem Konzert ihren Satz Saiten. Desweiteren steigt die Reißgefahr von abgespielten Saiten sehr stark und nichts ist unschöner als eine gerissene Saite auf einem Auftritt. Außerdem geht ein Teil vom Spielgefühl flöten denn alte Saiten fühlen sich ganz anders als neue.

Wie oft soll ich die Saiten wechseln? – Das hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Leute mit schwitzigen Händen müssen ihre Saiten öfter wechseln, dasselbe gilt für diejenigen unter euch die ihr Insturment sehr stark beanspruchen und sehr viel üben. Grundsätzlich sollte man immer ein Ohr für den Klang seines Instrumentes haben und ein Auge für Verfärbungen. In jedem der beiden Fälle wir es Zeit sein Instrument mal neu aufzäumen ;-) .

Was muss ich beim Saitenkauf beachten? – Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Denn es gibt mehrere Punkte die ihr bei Gitarrensaiten berücksichtigen müsst. Da gibt es neben der Gitarrenart ( Konzert-, Wester-, E-Gtarre) die Frage nach dem Material und der Saitenstärke. All diese Punkte müsst ihr für euer Instrument selbst herausfinden/entscheiden.

Werkzeug:
Damit der Saitenwechsel auch wirklich professionell über die Bühne geht sollte man sich vorher passendes Werkzeug beschaffen. Ich habe mir für diesen Zweck zum Beispiel einen kleinen Wekzeugkoffer angelegt und der beinhaltet folgendes:

Seitenschneider: Zum abschneiden der Saite denn es gilt je weniger Saite man auf die Gitarre aufspannt desto weniger verstimmt sich euer Instrument später.

Poliertuch und Gitarrenpolitur: Denn wenn man die Saiten schonmal unten hat, dann kann man das Instrument auch gleichzeitig mal richtig pflegen.

Saitenkurbel: Um die Saiten schneller auf-, und abzuspannen. Doch Vorsicht dass euch die Saite vor lauter kurbeln nicht reißt!

Wichtig:
Oftmals wickelt man zuviel des Saitenmaterials auf die Gitarre. Das beeinflusst die Stimmstabilität des Instruments. Hier gilt weniger ist meist mehr.

Desweiteren müssen Saiten ebenfalls aus Gründen Stimmstabilität gedehnt werden. Spannt eure Saite dafür leicht ein und zieht sie vom Griffbrett aus nach oben weg. Bei hohen/dünnen Saiten bitte mit Gefühl und bei den tiefen/dicken ruhig etwas fester.

Außerdem solltet ihr niemals alle Saiten auf einmal wechseln weil diese aprupte Spanngsänderung für den Gitarrenhals in vielen Fällen zur Folge hat, dass ihr euren Halsstab neu justieren müsst. Also immer schön eine nach der anderen die Saiten durch wechseln…

HowTo:
Bilder erklären meist mehr als Worte. Das dachte auch Georg Norberg der auf seinem Blog seit einiger Zeit nur noch Videos veröffentlicht. Auch er hat sich mit diesem Thema beschäftigt wie ihr im folgenden sehen könnt:



Das bespannen einer E oder Westerngitarre unterscheidet sich im großen und ganzen nicht erheblich davon. Bei diesen Beiden Gitarrenarten hab ihr sogar den Vorteil der vorgefertigten Ball-Ends (kleine Kügelchen die dafür sorgen dass die Saite auhc ohne Knoten auf der Stegseite hält). Bleibt an dieser Stelle noch anzumerken dass man nicht wie gerade gesehen alle Saiten auf einmal entfernen sollte. Natürlich lässt sich der Hals dann besser reinigen nur aus eigener Erfahrung rate ich dringlichst davon ab. Es sei denn ihr wollt etwas über Halsstäbe lernen ;-) . Ich wünsche euch ein erholsames Wochende bis Montag…

Andi

8 Gruende warum man gemeinsam Musik machen sollte

Na sitzt ihr nach dem Wochende mal wieder alleine in eurem Zimmer und zupft alleine auf eurer Gitarre. Viel schlimmer sogar ihr habt sie seit einer Woche nicht mehr in die Hand genommen. Dagegen muss etwas unternommen werden. Jeder von uns kennt Leute in seinem Umfeld der oder die das ein oder andere Instrument spielt. Denn gemeinsames musizieren kann euch auf der Gitarre unhemlich weiterbringen:

1. Kommunikation und Austausch

Es ist wichtig dass man sich mit anderen Leuten zum Thema Musik hin austauscht. So erfährt man von neuen Bands oder Entwicklungen in der Musikwelt von denen man trotz akribischer Newsüberwachung nichts gehört hat. In dem Fall gilt einfach vier Ohren hören mehr als zwei.

2. Einsätze Rhytmusgefühl und Dynamik

Wenn man alleine vor sich hin spielt verfällt man oft in seinen eigenen Rhytmus. Natürlich kann man da mittels Metronom entgegen wirken. Aber eben auch das Zusammenspiel mit anderen hilft euch, euer Rhytmusgefül zu trainieren (da ist mitzählen angesagt). Ebenso werdet ihr viel über die Dynamik eines Liedes lernen. Um einmal auf eine alte Gitarristen-Macke einzugehen: Hinter guten Songs steckt selten durchgehend eine laute dominante Gitarre, denn erst leise Passagen mit zurückhaltender Gitarre können richtig Spannung aufbauen.

3. Instrumente jenseits der Gitarre

Damit wären wir schon bei einem weiteren Laster von uns Gitarristen. Unsere Instrumentalen-Scheuklappen! Wenn man mit anderen Zusammenspielt dann bekommt man ganz neue Einblicke in deren Instrumente. Wer sich noch nicht im Rahmen seiner seines Homestudios mit anderen Instrumenten konfrontiert war, sollte diese Möglichkeit unbedingt nutzen und hilfreiches Wissen sammeln.  Denn dann werdet ihr merken, dass sich die ein oder andere musikalische Idee mit anderen Instrumenten oft sogar besser umsätzen lässt.

4. Motivation

Der gute alte Schweinehund wird einem durch gemeinsames abrocken erst recht ausgetrieben. Wenn die Stimmung bei euch in der Band stimmt, dann werdet ihr sehen, dass ihr gleich mit viel mehr Begeisterung an euer Gitarrenspiel herangehen werdet. Sollte man einmal dennoch mal gänzlich Demotiviert sein dann geben einen die Bandkollegen schonmal den nötigen Tritt in den allerwertesten (doch Achtung das sollte kein Dauerzustand bleiben! ).

5. Feedback und Kritik

Ein weiterer Effekt der sich beim Zusammespiel einstellt den man von stillen Kämmerlein nicht kennt, ist das Feedback. Das ein oder andere Lob erhöht wieder die Motivation und Stimmung. Aber auch die Kritik bringt euch weiter. Wichtig ist allerdings, dass ihr nicht gleich beleidigt seid wenn euch jemand kritisiert. Geht in euch und schaut nach ob er vielleciht doch recht hat und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden.

6. Es klingt einfach besser

Natürlich hat eine einzelne Gitarre auch ihren Charme doch neben einer gut eingespielten Gruppe wird sie immer nur den 2ten Platz belegen. Denn unterschiedliche Instrumente geben einfach einen viel vollkommeneren Sound und runden das Musikerlebnis für den Zuhörer viel besser ab.

7. Liveauftritte

Wenn ihr in einer Band spielt werdet ihr viel eher einen Live Auftritt haben als alleine. Denn man braucht schon eine große Portion Selbstbewusstsein um alleine auf einer Bühne zu spielen. In einer Band seid ihr schonmal nicht alleine und das mindert in jedem Fall etwaige Ängste oder Zweifel. Und jeder Musiker wird mir zustimmen, dass Liveauftritten einen sehrviel weiterbringen als versteckspielen im Proberaum.

8. Der Spassfaktor

Es macht einfach riesigen Spass zusammen Musik zu machen wenn ihr mir nicht glaubt probiert es aus!

Hm interresiert? Dann geht mal im Kopf eine Liste mit euren Freunden und Bekannten durch … Wer davon spielt ein Instrument? Dann nichts wie ans Telefon und Probetermin ausmachen :D

Literatur aus dem Bereich Homerecording

Nach einer ruhigen Woche und einem hoffentlich erholsamen Wochende, melden wir uns wieder zurück mit neuem interressanten Material. Für alle Gitarristen die unsere Homrecording-Artikel verfolgen und natürlich alle die sich generell mit diesem Thema beschäftigen möchte ich hier ein Fachbuch ans Herz legen.

Das Buch Homerecording von Carsten Kaiser richtet sich hauptsächlich an Neueinsteiger im Bereich Recording. Direkt in der Einleitung erhält der Leser ausführlichen Einblicke in die Einrichtung und Kofiguration des Studiocomputers. Von dieser Basis aus werden sehr strukturiert die grundlegenden Bereiche des Homerecordings abgehandelt.

Dabei geht der Autor immer wieder auf die Probleme ein die sich bei der Studioeinrichtung im eigenen Wohnzimmer einstellen und gibt hilfreiche Tipps und Lösungsvorschläge.

Natürlich wird auch andere Handware als der Computer behandelt. So gibt es ausführliche Schilderungen über die Handhabung von Mischpulten und Effekten zu Recordingzwecken. Aber auch Mikrofonierung und der Einsatz von MIDI-Geräten wird sehr detailliert geschildert. In einem so allumfassendem Werk findet man nautürlich auch die Themen Software und Mastering.

Mir persönlich gefallen die Tabellen im Anhang besonders gut, da man hier sehr übersichtlich nochmal wichtige Grundeinstellungen für bestimmte Recordingsituationen erhält die man als Otto-Normal-Tontechniker in der Regel immer wieder vergisst oder erst gar nicht beachtet.

Nur den Softwareteil hätte man etwas ausführlicher fassen können. Hier hat Herr Kaiser sich lediglich auf eine Übersicht der aktuellen Recordingprogramme und deren Schnittstellen beschränkt. Was man natürlich auch auf den riesigen Einstellungsumfang der heutigen Programme zurück zu führen ist. Auch die Bonus DVD hätte noch ein paar Beispiele mehr fassen können aber man kauft das Buch ja ohnehin nicht wegen des Bonusmaterials.

Das Buch hält auf seinen über 700 Seiten was es verspricht und bietet jedem der sich mit Recording beschäftigen will einen super Einstieg. Aber auch für die von uns die sich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigen kann es ein sehr hilfreiches Nachschlagewerk sein. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal den Sprachstil des Buches positiv hervorheben. Der Text ist wirklich angenehm zu lesen und man hat stets den Eindruck, dass man den roten Faden nicht aus den Augen verliert.

Wessen Interresse nun geweckt ist, der soll sich doch einmal bei dem folgenden Link umsehen:

Homerecording – Carsten Kaiser

Dort findet ihr auch eine Leseprobe und kann sich nochmal ein eigenes Bild davon machen.

Eine Runde Saitenkunde – Staerken

Nach dieser turbulenten und daher leider Artikelarmen Woche melden wir uns wieder zurück mit frisch aufgesetztem Rechner und einer Menge Ideen im Gepäck…

Nachdem wir uns das letzte mal mit dem Material der Gitarrensaiten beschäftigt haben gehen möchte ich heute etwas auf die unterschiedlichen Stärken eingehen. Ich erinnere mich nich ziemlich gut als ich das erste mal im lokalen Musikgeschäft stand und die Verkäuferin mich fragte willst du nen 0.11 oder 012er. Ich habe den Verdacht das mein Gesichtsausdruck wohl wenig geistreich gewesen sein muss. Um euch diesen Schmach zu ersparen hier mal eine kleine Übersicht was man beim Saitenkauf noch so beachten sollte.

Gemäß dem Fall ihr habt euch für ein bestimmtes Material entschieden solltet ihr euch einmal mit den unterschiedlichen Saitenstärken auseinandersetzen.

Die Stärkeangaben werden durch die Einheit Zoll ausgedrückt. Eine hohe E Saite mit der Stärke 0.010 hätte in mm Umgerechnet einen Durchmesser von 0.254mm. Zum Teil varrieren die Zusammenstellung der Saitenstärken bei den einzelnen Herstellen aber mit folgenden Übersichten könnt ihr euch einen kleinen allgemeinen Überblick verschaffen.

Für E-Gitarren findet man folgende Stärke-Zusammenstellungen

E B G D A E
Extra-Light .008 .011 .014 .022 .030 .038
Light .009 .011 .016 .024 .032 .042
Regular .010 .013 .017 .026 .036 .046
Medium .011 .013 .020w/18p .030 .042 .052
Jazz .012 .015 .026 .034 .044 .054
Bariton .013 .016 .026 .036 .046 .056

Für Akkustikgitarren gelten folgende:


E B G D A E
Extra-Light .010 .014 .022 .030 .038 .048
Light .011 .015 .024w .032 .042 .052
Medium Light .012 .016 .025w .032 .042 .054
Medium .013 .017 .026w .036 .046 .056
Heavy .014 .018 .027 .039 .049 .059




Natürlich gibt es auch Ausnahmesätze so bietet es sich für Gtarristen die mit anderen Stimmungen spielen z.B. Drop-D ein Saitensatz mit leicht verstärkert tiefer E-Saite an damit die Saitenspannung über die Gitarre hinweg in etwa gleich bleibt.

Auch sollte man die Mensur (Abstand zwischen Hals und Steg) der Gitarre berücksichtigen Gitarren mit kurzer Mensur benötigen eher einen stärkeren Saitensatz (als statt Lite einfach einen Regular nehmen) als Gitarren mit langer Mensur. Für Gitarreros die mit einer Tremolo-Gitarre ausgestatten sind noch ein kleiner Hinweis. Bei einen Umstieg auf eine höhere Saitenstärke nicht Vergessen ein paar mehr Spannfedern einzubauen sonst können unschöne Sachen mit eurem Instrument passieren.

Zu Guter letzt noch eine paar kleine Gedankengänge … Leute die etwas mehr Akkorde oder Rythmsection spielen müssen bedenken dass bei heftigen Anschlag leichte Besaitung schnell das schnarren anfängt. Während bei Soli (Bending, Vibratos) starke Saiten eher anstrengend sind.

Also sucht euch den eurer Spielweise angepassten Satz raus und los gehts.

Gruß Andi

Die 8 besten deutschen Gitarrenseiten

Hui da hätte ich heute fast verschlafen den anstehenden Artikel freizuschalten. Das hat man davon wenn man auf Automatismen setzt. Aber nun für euch wenn auch etwas verspätet der Montagsartikel:

Trotz der großen Beliebtheit der sich das Instrument Gitarre erfreut gibt es dennoch recht wenig hochwertige deutschsprachige Resonanz im World Wide Web. Dies war auch einer der Hauptgründe für mich einen Themenblog wie Guitarguy zu starten. Während englische Seiten da deutlich stärker vertreten sind hat sich das Bloggen und Webseiten erstellen bei uns noch nicht so durchgesetzt. Aber natürlich gibt es da auch Ausnahmen und so habe ich nun die Ehre die meiner Meinung nach besten 8 deutschen Gitarren-Webseiten (Stand: 17. August 2009) vorzustellen.

www.gitarren-blog.de – Ist ein Gitarrenblog von Maximilian Schmitt der ähnlich wie ich hier von Interessantem aus der Welt der Gitarremusik berichtet (Artikelfrequenz: 1-3 pro Woche unregelmäßig)

www.guitargeorge.de – Georg ist Gitarrenlehrer am Regensburger Gitarreninstitut und zudem noch Buchautor nebenbei betreibt er diesen Gitarrenblog (Artikelfrequenz: 2-3 pro Woche unregelmäßig)

www.stringworks.ch – Michael der im Rahmen seiner Diplomarbeit diese Webseite kreiert hat schreibt hier über Künstler, Instrumente und Musik (Artikelfrequenz: 1-2 pro Woche unregelmäßig)

www.gitarrenlinks.de – Ernestos gigantische gelbe Linksammlung zum Thema Gitarre und Musik und eine der ältesten mir bekannten deutschen Gitarrenseiten

www.guitar-blog.de – Bernd schreibt hier über seine Erlebnisse mit dem Instrument Gitarre und beschäftigt sich mit Wissenswertem zu diesem Thema (Artikelfrequenz 1-2 pro Monat unregelmäßig)

www.hochweber.ch – Jürgen Hochwebers Webseite auf der er sehr viel Übungsmaterial bereitstellt und umfassend auf Anfängerfragen eingeht

www.thomann.de – Nach Anmeldung im dortigen Onlinestore hat man Zugriff auf umfangreiche Produktreviews und Onlineratgeber

www.musikerboard.de – Das Online Musikerportal mit einer sehr großen Community in der Anfänger und Fortgeschrittene ihren Platz finden

Es gibt natürlich noch die ein oder andere Seite die hier nicht gelistet ist, dass kann mehrere Gründe haben. Bei dem ein oder anderem Blog hat mich der Mangel an frischen Beiträgen (mir persönlich sind ein paar regelmäßige Artikel lieber als alles aufeinmal und dann Pause) von der Auflistung abgebracht. Manche Portale sind mir etwas zu wenig belebt und die ein oder andere Seite habe ich auch noch nicht entdeckt. Die hier aufgeführten Seiten kann ich jedoch guten Gewissens weiterempfehlen denn hier bekommt ihr wirklich nützliches Material.

Solltet ihr noch eine gute Seite kennen, dann meldet euch einfach bei mir die Mailadresse findet ihr im Imressum. Bald werde ich hier noch eine Unterseite für Links implementieren auf der ich die dann auch aktuell gehalten wird.

Andi

Gitarrenkram zum Wochende

Als Blogger ist man quasi rund um die Uhr auf der Suchen nach potentiellen Inhalten. Dabei hat man die ein oder andere Idee/Materie die an sich zwar interessant und nützlich ist aber alleine noch keinen Artikel füllt. Daher werden in Zukunft von Zeit zu Zeit ähnliche Sammelartikel (wie dieser hier) erscheinen.

Das Griffbrett mal anders!
Alle die in den letzten Tagen mal bei den Downloads vorbei geschaut haben könnten schon über die neue Leeres Griffbrett.pdf gestolpert sein. Es handelt sich dabei um ein Griffbrett mit integrierten Notenzeilen zum selbst ausfüllen. Da viele Menschen besser lernen wenn sie Inhalte schreiben und mit ihnen Arbeiten, dachte ich dies ist ein guter Weg um euch Notenschrift und Töne auf der Gitarre näherzubringen. Wer nochmal eine ausgefüllte Übersicht braucht zur Selbstkontrolle die Griffbrett.pdf findet ihr auch bei den Downloads.

Was kann ich denn alles auf der Gitarre spielen?
Eine Frage die man sich als Gitarrist öfter mal stellt. Da hat man Unmengen an Notenmaterial angesammelt und trohnt stolz auf seinen Berg aus Wissen. Aber es fehlt einfach die Übersicht bzw. die Struktur um auf diese einfach Frage antworten zu können. Meistens hat man sich die Lieder zwar einmal angesehen aber von beherrschen kann nicht die Rede sein. Als Ausweg aus dieser Problematik bietet sich eine einfach Möglichkeit die auch selbst nutze. Man nehme einfach ein Blatt Papier und stelle eine persönliche Setliste zusammen. Diese bietet ganz klar den Vorteil dass man Struktur in seinen persönlichen Notenwust und seinen Lernvorgang bringt und zusätzlich noch eine Liste hat die man vorzeigen und auf die man herabschauen kann. Wer blickt nicht gerne nach vollendeter Arbeit auf sein Werk. Ich möchte euch hier nun auch meine Setliste zum selbstausfüllen zu Verfügung stellen.

Achja für alle Wartenden die Artikelreihe zum Homestudio wird kommende Woche fortgesetzt. Ihr dürft euch über einen ausführlichen Artikel zum Thema Mikrofone freuen. Seid also gespannt. Damit schicke ich euch in ein hoffentlich entspanntes und dennoch übungsreiches Wochende.

Andi

Spieltechniken auf der Gitarre

Die Gitarre ist ein sehr vielseitiges Instrument. Nicht nur, dass sie in den unterschiedlichsten Kompositionen einsetzbar wäre, sie bietet auch eine enorme Vielfalt an Spieltechniken. Ich habe im Folgenden mal eine kleine Übersicht erstellt was ihr denn alles so mit eure E- oder Akustikgitarre anstellen könnt. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf  Vollständigkeit wem noch die ein oder andere Technik einfällt, schreibt doch einfach einen Kommntar und ich nehme sie dann noch auf. Achja wichtig einige dieser Techniken lassen sich nur mit Verstärker richtig umsetzen.

  • Alternate Picking - Wechselschlag mit Mittel und Zeigefinger oder Plektrum up&down zur Geschwindigkeitssteigerung.

  • Apoyando – Anschlag einer Saite dabei liegt der Finger auf der darunterliegenden Seite auf (voller und weicher Klang)


  • Barré – Ein Finger drückt mehrere oder alle Saiten des Instrumentes


  • Bending – Tonänderung durch hoch schieben oder runter ziehen einer gegriffnene angespielten Saite


  • Bottelneck – Glas oder Plastikröhrchen wird über einen Finger der Griffhand gezogen um einen sehr speziellen Sound zu erzeugen.


  • Deadnotes – Gedämpfter Einzelton


  • Double/Multiple Stops – Anspielen mehrere Saiten gleichzeitig


  • Fingerpicking/Fingerstyle – Anspielen / Zupfen der Töne mit den einzelnen Fingern (Daumen meist den Bass …)


  • Hammer On – Tonänderung  durch aufdrücken eines Fingers der linken Hand auf eine angespielte Saite


  • Let Ring – Ausklingender Akkord


  • Natural Harmonics – Ausgehende von der leeren Saite gesetzter Flagolett (leicht aufgelegter Finger)


  • Palm Mutes – Beschreibt den perkussiven Effekt der durch Abdecken der Seiten nahe am Steg hervorgerufen wird.


  • Pinch Harmonics - Ausgehend von einer gegriffenen Saite erzeugte Flagoletts durch gleichzeitiges Anspiel mit Pic und Dämpfung durch den Daumen (auch als Squealies bekannt)


  • Pull Off – Tonänderung / Erzeugung durch herabziehen eines Fingers der linken Hand von einer Saite


  • Slapping – Anreißen der Saiten damit diese auf das Griffbrett zurückschlagen oder von oben auf die Seiten schlagen


  • Sliding – Bei angespieltem Ton die Position auf der Hand auf dem Griffbrett verschieben (Finger bleiben auf den Saiten)


  • String Skipping - Neugestaltung bekannter Skalen durch Auslassen bestimmter Töne


  • Sweep Picking – Ähnlich wie Alternate-Picking nur flüssiger/schneller durch weniger ausladenden Bewegungen


  • Tapped Harmonics – Ausgehend von einer gegriffenen Saite durch Tapping erzeugter Flagolett


  • Tapping – Tonerzeugung durch kräftiges und schnelles aufdrücken eines Fingers der linken Hand auf dem Griffbrett
  • Tremolo Picking - Schnelles wiederholtes Anspielen einer Saite um den Tremolo Effekt zu erzeugen


  • Triando – Anschlag einer Seite ohne die darunterliegende zu berühren (leiser und obertonreicher)


  • Triller – Mehrfacher Wechsle zwischen zwei benachbarten Tönen (Halbton oder Ganzton)


  • Vibrato – Wiederkehrende Frequenzänderung der Saitenschwinugng oft durch Bewegung der Hand


  • Volume Swell - Anschwellen des Tones durch Volumregler und Pedal




Ich wünsche viel Spass beim Üben :D

Andi