Gitarrenlinks der Woche / X-Tube Gadget, Musikmesse Gewinnspiel, Interview und mehr

So es ist mal wieder Wochenende und die Links der Woche stehen an. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einige davon nur zu twittern! Aber gut es gibt ja noch ein paar Wochen in diesem Jahr. Zum Einstieg habe ich erstmal ein weiteres Gadget für euch:

Die X-TUBE:

Dabei handelt es sich um einen japanischen USB Röhrenverstärker, der jedem Rechner DTS Sound verleihen kann. Die Röhre kommt leuchtet in schicken Blau und bietet den Nutzer die Möglichkeit zwischen Audio- und Filmsound zu wählen. Auf der Produktseite (Google Translate) wird ein wenig über die Output-Daten verraten (16Bit 16KHz/32KHz/48KHz, THD + N-73dB, SNR 85dB).

Zudem besitzt das gute Stück noch einen Kopfhörer und Mikrofon Anschluss und ist für umgerechnet 33 Euro (leider bisher nur in Japan) zu kaufen. Allerdings bin ich noch skeptisch ob es sich dabei wirklich um eine Röhre handelt, oder ob da einfach nur eine Soundkarte in Plastik verpackt wurde.

Wer also auf den Röhrensound auch unterwegs nicht verzichten kann, das hier scheint eine Lösung. Gefunden habe ich das ganze auf BasicThinking.

KVR der einjährige Giveaway
KVR veranstaltet anlässlich seines 10 jährigen Jubiläums einen einjährigen Giveaway-Maraton. Alles was ihr tun müsst ist eine kurze Umfrage ausfüllen und schon seid ihr im Pott. Zu gewinnen gibt es hauptsächlich Softwarepakete von namenhaften Herstellern.

Unter anderem Native Instruments (Guitarrig) oder Toonrack (Superior drummer) und noch vielen weiteren. Ich vermute mal der Gesamtwert der verlosten Pakete beläuft sich auf 4000-5000 Euro. Eine wirklich stattliche Aktion! Zur Umfrage geht es hier.

Interview mit Andy Timmons
Michael von Stringworks hat ein Interview mit Andy Timmons gemacht (ich frage mich wie er immer an solche Künstler kommt) wirklich interessant was der Gute so zu erzählen hat. Leider sieht es so aus als kommt er in nächster Zeit wohl nicht nach Europa.

Musikmesse Tickets gewinnen
Diese Messe ist für mich eines der coolsten Events im Jahr. Es ist immer wieder lustig zu sehen was passiert, wenn man eine Horde Musiker auf eine riesge Auswahl von Instrumenten loslässt … Lärm richtig! Aber auch Informationsaustausch! Man lernt interessante Leute kennen, kann seine Traumgitarre mal in den Händen halten, trifft auf bekannte Stars und Künstler und kommt sich einen Tag einfach nur vor wie Alice in einem sehr LAUTEN Wunderland ;-) .

Wer sich dieses Event nicht entgehen lassen will: Die Musikerplattform Bonedo verlost m Rahmen ihres Podcasts 10 Messetickets. In kurz: Podcast anhören – Frage beantworten – Gewinnen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ich wünsche euch allen ein erholsames und gitarrenreiches Wochende.

Roehrenverstaerkerbox zum selberbauen / Teil 2

In Meinem zweiten Artikel möchte ich euch zeigen wie man dem schönen Gehäuse ein würdiges Äußeres verleiht. Nachdem das Gehäuse fein geschliffen wurde ist nun zunächst die Rückwand dran, als Material habe ich mich für Aluminium-Riffelblech entschieden. Nachdem selbiges passgenau zugeschnitten ist, wird es mithilfe von M-Schrauben, welche in vorher eingeleimten Holzklötzchen mit Einbohrmuttern sitzen, angeschraubt.

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Im Anschluss kann man schon die Netzkabelbuchse einsetzen, dies geht am besten indem man sich den Umriss der Buchse auf das Blech aufzeichnet, und auf der Innenseite rundum durchbohrt, das innere Stück kann dann einfach mittels eines Schraubenziehers o.ä. entfernt werden. Das sieht dann so aus.

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Als nächstes folgt der Lederbezug der Oberseite ich habe mich wie im letztem Artikel bereits erwähnt für rotes Rindsleder Entschieden welches geschliffen und Lackiert werden soll um einen Marmoreffekt zu erzielen. Dafür wird zuerst auf dem Leder und dem Gehäuse, Kontaktklebstoff aufgetragen. Nach dem trocknen wird das Leder mit einer Aluminiumrolle oder einer Glasflasche angepresst,

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und gleich danach bündig mit einem Schnitzmesser abgeschnitten.

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Dann kann das Schleifen Los gehen dafür eignet sich am besten ein Schleifpapier mit 60 – 80er körnung. Man sollte allerdings immer nur per Hand in eine Richtung schleifen ein Schleifgerät ist hier fehl am Platz !!! das Schleifen kann sich mitunter mehrere Stunden hinziehen, aber die Arbeit lohnt sich.

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Die Oberfläche sollte am Ende etwa wie Nubukleder aussehen, wie im obigem Bild zu sehen ist. Zum lackieren verwende ich ralley-Klarlack der im Gegensatz zu anderen Lacken eine gewisse
Elastizität behält. und auch auf dem Leder nicht einreißt.

Leder behandelnbild12

Das Leder sieht nach dem Lackieren anfangs fast schwarz aus doch nach 2-3 Tagen nimmt es eine schöne rote Farbe an. Natürlich könnte man das Leder auch unbehandelt lassen, jedoch währe es so viel zu empfindlich für ein Verstärkergehäuse.

Man sollte insgesamt 5-6 schichten Lack auf das gesamte Gehäuse auftragen und zwischen jeder Schicht etwa 4 Stunden warten damit der Lack gut durch trocknet, des weiteren sollte man nach den ersten paar Schichten das gesamte Holz des Gehäuses jeweils mit einem 240er Schleifpapier zwischen-schleifen.Nach der letzten Schicht sollte man das gesamte Gehäuse ca. eine Woche durch trocknen lassen, erst dann ist die Oberfläche belastbar.

Das war´s auch Schon wieder für heute.

Beim nächsten mal zeig ich euch wie man das Gehäuse fertig macht!!!
Bis dann euer Max

Roehrenverstaerkerbox zum selberbauen

Wie schon vor ein paar Wochen Angekündigt hat Guitarguy einen neuen Gastautor nämlich mich!

In meinen ersten Artikeln werde ich versuchen den Bau eines Gehäuses für einen Röhrenverstärker so genau wie möglich zu dokumentieren, so das auch weniger talentierte Bastler die Möglichkeit haben sich ein Verstärkergehäuse nach eigenen Wünschen selbst zu bauen.

Das Gehäuse wird aus Fichten-Leimholz gebaut und auf der Oberseite mit roten Rindsleder beklebt welches anschließend geschliffen und lackiert wird um eine Art Mamoreffekt zu erzielen.
Den Aufbau der Elektronik werde ich nicht näher beschreiben da die Gefahren durch die sehr hohen Spannungen im Inneren eines Röhrenverstärkers den Nachbau für einen
Elektronik-Laien unmöglich machen.

Nur soviel (für die Techniker unter euch) die Endstufenleistung beträgt im Pentodenbetrieb ca.6 Watt im Triodenbetrieb ca. 3 Watt die Endstufenröhre ist eine EL84 und in der Vorstufe verrichten drei ECC83 ihren Dienst.

MaterialZunächst zeige ich wie man ein Gehäuse auf Gärung Verleimt man säge dazu vier Holzbrettchen wie im Bild zu Sehen, auf die gewünschten Endmaße wobei die Längskanten in einem Winkel von 45° zu Sägen sind (der Schreiner eures Vertrauens wird euch gerne Helfen) zum leimen verwende ich solange nicht anders vermerkt immer Tidebond classic Wood Glue welcher deutlich stabiler wird als normaler Weißleim und im Gegensatz zu selbigem auch
nach Jahren noch zu Reparaturzwecken mit Wasser und Hitze anzulösen ist.

Nun lege man die Brettchen wie im Bild zu Sehen hintereinander und klebe über die Fügekanten je einen Streifen Klebeband.

BrettKante

Dann dreht man die zusammenfixierten Brettchen um, gibt in jeder Fuge einen schmalen Streifen Leim an und „Rollt “ das Gehäuse zusammen.

Kantenrahmen

Anschließend kontrolliert man den Winkel, klebt über alle Ecken noch ein Klebeband
und wischt den heraus quellenden Leim mit einem Feuchtem Lappen ab.

winkelAbbinden

Zum Schutz vor der im Gehäuse auftretenden Hitze wird nach abbinden des Leimes die gesamte Innenfläche mit verdünntem Natronwasserglaß gestrichen und nach der Trocknung mit verdünntem Essig nachgewischt, dies ist unerlässlich da sonst auf der Oberfläche kein Leim mehr hält.

leimauftragen

Nun werden die Leisten an denen später die Frontplatte mit den Reglern sitzt, und jene auf welchen die Rückwand sitzt in den Korpus geleimt.

klammernklammern2

Zuletzt werden alle Kanten und Ecken mit Hobel und Schleifpapier geglättet, wobei die ecken recht
stark abgeschrägt werden müssen, um später Platz für die Kofferecken zu haben.

klammern3hoblen

Wie das Gehäuse dann mit ecken und Frontplatte aussehen sollte seht ihr im letzten Bild.

eckenhobleneinlass

So das war´s dann für heute beim nächsten mal zeig ich dann unter anderem das bekleben mit Leder
und die entsprechende Oberflächenbehandlung.
Bis dann, euer Max

Marshall 6100 LM

Hersteller:        Marshall

Typ:                     6100 LMM_Fsm

Bauart:                Röhrentopteil

Röhren:              7 Vorstufenröhren / 4 6550 Endstufen

Gewicht:             26 KG

Features:
Der Marshall 6100 LM gilt als der beste Marshall-verstärker der jemals gebaut wurde. Das liegt nicht zuletzt an der reichhaltigen Ausstattung die dieses Topteil mit sich bringt. Der Marshall ist ein echter Dreikanaler mit jeweils getrennter Klangregelung. Clean, Rythm und Lead lassen viel Spielraum für viele Arten von Musik und zeigen sich recht vielseitig. Mit seinen 100 Röhrenwatt steht jederzeit genügend Leistung zur Verfügung. Das Besondere ist die integrierte Leistungsreduzierung auf 50 oder 25 Watt. So kann der Amp auch in kleineren Locations zum Einsatz gebracht werden. Mit einem Professionellen DI out und Boxensimulation kann ohne Lautstärkeentwicklung aufgenommen werden. Ein Paralleler/ Serieller Effektloop gehört ebenso zur Ausstattung wie ein Warnsystem für defekte Endstufen das den Amp vor Beschädi-gung schützt.

Sound:
Der Clean Kanal ist Marshall untypisch sehr gut und bleibt in jeder Lebenslage differenziert. Mit dem vorhandenen Bright switch kann beispielsweise Les Paul Gitarren das muffelige genommen werden.

Im Rythm Kanal zeigt der Marshall seine britische Herkunft und bietet feinste Overdrive Verzerrung. Das besondere sind die zwei Wahlschalter, die es dem Benutzer erlauben zwischen einem Plexi, einem JMC 800, und einem 900er zu wählen wobei jedes Mal die Zerrintensität zunimmt. Erster ermöglicht warme leicht angecrunchte Sounds die sich sehr gut bei Poppigen Songs etablieren, der 800er Hat den typischen gesuchten Overdrive Sound der Generationen von Musikern geprägt hat. Die dritte Soundeinstellung bietet fast schon Hi-Gain Sounds welche nicht weit vom dritten Kanal entfernt liegen.

Der Lead Kanal ist mitunter der Brachialste, den Marshall bis dato entwickelt hat. Zwei wählbare Gainstufen und ein Contur-schalter lassen stufenlos zwischen Mesa- artigen Chevellsounds und Nu-Metal wechseln ohne den typischen Marshallsound komplett zu verlieren. Gainstufe 1 Reicht in der Regel völlig aus um alles abzudecken was das Rockerherz begehrt. Bei Gainstufe 2 werden wohl Aktive Pickups benötigt um das Klangbild zu entmatschen.

Fazit:
Nicht umsonst wird der Marshall 6100 LM als einer der besten Verstärker bezeichnet der gute Jim jemals gebaut hat. Mit seinen 3 vielseitigen Kanälen, allen voran dem super Cleankanal, ist der Amp jeder Herausforderung gewachsen. Flexibilität ist hier das große Stichwort.

Falls ihr weitere Fragen habt, stehe ich euch wie immer gerne zur Verfügung. Stefan